"Ein Amt, in dem man viel für Menschen tun kann"

Michael Spitzauer Grünen-Bürgermeisterkandidat in Laufen

Michael Spitzauer will Bürgermeister in Laufen werden.
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Michael Spitzauer will sich mit der Kandidatur zum Bürgermeister einen Traum erfüllen.

Laufen - Mit Michael Spitzauer haben die Grünen schon vor einigen Wochen ihren Bürgermeisterkandidaten ausgerufen. Nun wurde der 53-jährige Metzgermeister und Fachlehrer im Rahmen einer Aufstellungsversammlung offiziell als Kandidat für die Kommunalwahlen im kommenden März bestätigt.

„Für die Menschen da sein, ihnen zuhören und mit ihnen reden“, beschreibt Michael Spitzauer im Gespräch mit BGLand24.de sein zentrales Anliegen, sollte er zum Bürgermeister gewählt werden. „Es war schon immer mein Traum, Bürgermeister zu werden, weil ich davon überzeugt bin, dass man in diesem Amt für die Menschen sehr viel tun kann“, stellte sich der Kandidat bei der Aufstellungsversammlung im Kapuzinerhof vor.


Von den Versammlungsteilnehmern forderte er Teamarbeit ein, „denn alleine kann man so ein Amt nicht bewältigen.“ Was seine politischen Ziele anbelangt, verwies Spitzauer auf seine Aussagen anlässlich seiner Nominierung und stellte zudem in Aussicht, seine Vorstellungen und Ideen im bevorstehenden Wahlkampf klar zu umreißen.

Familie muss hinter Bürgermeister-Kandidatur von Michael Spitzauer stehen

Unter Leitung von Grünen-Kreisvorsitzendem Dr. Bernhard Zimmer wurde Michael Spitzauer anschließend offiziell zum Bürgermeisterkandidaten für die Stadt Laufen gewählt. „Für mich kam es schon überraschend, als mir die Kandidatur angetragen wurde“, blickt Michael Spitzauer zurück. „Ich habe allerdings nur einen Tag überlegt und dann zugesagt, denn schließlich habe ich ja Gelegenheit bekommen, einen alten Traum zu verwirklichen.“


Natürlich seien in die Überlegungen auch seine Familie und vor allem seine Frau mit einbezogen gewesen, „denn ohne deren Rückendeckung geht gar nichts.“ Er selber sei von der Idee „Bürgermeister“ von Anfang an begeistert und überzeugt gewesen. „Den Beruf des Bürgermeisters kann man nicht lernen, man muss die fachlichen und vor allem menschlichen Qualitäten mitbringen und in sich spüren“, gibt sich Spitzauer überzeugt. Ungerechtigkeiten hätten ihn schon immer aufgeregt, deshalb wolle er auf Menschen zugehen, die sich ungerecht behandelt fühlen, mit ihnen reden, nach Lösungen suchen.

Miteinander reden und Lösungen finden will Michael Spitzauer

In seiner Zeit als Laufener Stadtrat habe er vieles mitbekommen, was verbesserungsfähig wäre. Wie lassen sich diese Ideale in einer Zeit umsetzen, in der Bürger zunehmend massiv ihre Rechte einfordern? Spitzauer: „Ich habe im Laufe meines Lebens viel gelernt und traue es mir zu, für Probleme Lösungswege zu finden“, zeigt sich der Kandidat sicher. „Menschen, die anderer Meinung sind, lassen sich mit keinem Argument der Welt überzeugen, aber allein das Miteinander Reden bringt oft schon weiter.“ Sich nicht beleidigt zurückzuziehen, sondern andere Meinungen zu hinterfragen und dort wo es angebracht ist, auch gelten zu lassen, sieht der Kandidat als eine seiner Stärken.

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Der Verwaltungs-Alltag auf der einen Seite, andererseits kreative Ideen und Visionen, wie lässt sich dieser Spagat für einen „Bürgermeister Spitzauer“ bewältigen? „Mit Visionen über zukünftige Entwicklungen oder Projekte voranzugehen, sehe ich als unabdingbar für einen Bürgermeister. Inwieweit sich solche Visionen realisieren lassen, darüber entscheide ich nicht alleine, sondern die Fachleute der Verwaltung, der Stadtrat und letztlich die Bürger“, sagt Michael Spitzauer und ergänzt: „Auf keinen Fall werde ich Versprechungen machen, die ich nicht einhalten kann.“

Wo wäre für einen Bürgermeister Spitzauer vordringlicher Handlungsbedarf angesagt, wollen wir abschließend erfahren. Der Kandidat zögert nicht lange: „Das größte Problem für Laufen ist der Autoverkehr, in dem vor allem die Altstadt zunehmend zu ersticken droht.“ Die einzige Lösung sieht Spitzauer in einer stadtnahen Salzachbrücke, für deren Realisierung er sich vehement einsetzen will. Kritisch sieht Spitzauer die geplante Ortsumfahrung: „So wie jetzt vorgesehen, als Schnellstraße mit Überholspuren, das geht gar nicht.“ Die Straße könne nur, so wie ursprünglich geplant, möglichst menschen- und naturfreundlich angelegt werden.

Norbert Höhn

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