Tetra-Funk: Wo kann der Masten hin?

Laufen - Die Stadt Laufen hat das Thema Tetra-Funk selbst in die Hand genommen. Die Firma telent wartet immer noch auf eine Stellungnahme. Die scheint seit gestern Abend klar.

Auf Bitten der Bürgerinitiative "Tetrafunkfreies Laufen" hat die Stadt die Suche nach einem möglichen Standort für den nötigen Tetrafunk-Masten selbst in die Hand genommen. Sie beauftragte das Umweltinstitut München, ein unabhängiges Gutachten zu erstellen, an welchem Standort die Versorgung gut, aber die Belastung für die Betroffenen gering sei. Das Ergebnis wurde am Mittwochabend der Bevölkerung vorgestellt.

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Insgesamt 13 Standorte hatte das Institut untersucht und die Ergebnisse dem Betreiber vorgelegt. Der kann sich acht Standorte vorstellen, von denen die Versorgung gut ist, bei zwei aber nur bedingt. Laufens Bürgermeister Hans Feil hat die Ergebnisse aus seiner Sicht ausgewertet und für ihn bleiben vier Standorte im Rennen: südlich von Osing, nördlich von Lepperding, bei der JVA und nordöstlich von Hötzling. "Es hat sich gezeigt, dass der bereits von der Firma telent ausgesuchte Standort eben nicht der beste ist." Die Kriterien aus Feils Sicht seien möglichst wenig Strahlenbelastung für möglichst wenig Menschen und für den Betreiber müsse der Standort geeignet sein.

"Es ist reiner Zufall, dass diese vier Standorte nicht im Eigentum der Stadt Laufen sind", betonte der Bürgermeister gegenüber BGLand24. "Zwei gehören dem Freistaat Bayern, einer der DB Netz AG und einer ist im Privatbesitz." Aber durch diese Tatsache ist der Beschlussvorschlag Feils für die öffentliche Bau- und Umweltausschusssitzung am Dienstag klar: Es gibt keinen geeigneten Standort im Stadtbesitz Laufen. Es verbleiben vier Standorte. "Das wäre die ideale Lösung, mit dem Betreiber im Dialog zu bleiben und gegebenenfalls auf ihn einzuwirken", ist sich der Bürgermeister sicher, der den Standort südlich von Osing priorisiert, da er die niedrigste Belastung für die Menschen in seiner Umgebung bedeutet und der Betreiber wahrscheinlich damit leben könnte.

Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut appellierte in seinem Vortrag abschließend an die anwesenden Bürger, dass jeder Widerstand gegen einen Standort zur Folge haben könnte, dass der Betreiber einfach irgendwo einen Masten hinsetze, bei dem die Belastung für die Umwelt dann wesentlich höher sei. Die Begeisterung darüber, dass der Masten in die Nähe des Waldkindergartens kommen könnte, hielt sich dennoch in Grenzen.

cz

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