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„Das mit meinem Koch funktionierte anscheinend nicht“

Immer wieder schlechtes Essen: Wirtin aus dem BGL erhält Bewährungsstrafe

Diesmal waren‘s das Rehragout und das Frittieröl: Eine Wirtin aus dem Berchtesgadener Land musste schon zuvor eine ganze Reihe an Bußgeldern bezahlen, dann wurde abermals schlechtes Essen gefunden. Jetzt wurde sie zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Laufen - Die Geldbußen häufen sich und jetzt kam auch noch eine Bewährungsstrafe dazu: Eine Wirtin aus dem nördlichen Berchtesgadener Land wurde am Mittwoch (30. Juni) am Amtsgericht Laufen zu neun Monaten Haft, ausgesetzt zur Bewährung, und einer Geldstrafe in Höhe von 2500 Euro verurteilt. Worum ging‘s dieses Mal? Sechs Kilogramm Rehragout fielen bei einer Kontrolle des Landratsamtes Mitte Juli 2020 schon vom Geruch her auf. Bei einer Überprüfung durchs Landesamt für Lebensmittelsicherheit wurde das Fleisch als „ungeeignet für den menschlichen Verzehr“ eingestuft. Sechs Wochen dann die nächste Kontrolle, diesmal unangekündigt. Das Frittieröl war verdorben.

Was die Wirtin vor einer härteren Strafe schützte: Sie hat mit ihren 76 Jahren bereits gesundheitlich zu kämpfen und übergab den Betrieb vor kurzem an ihren Sohn. „Eine Wiederholungsgefahr besteht also nicht mehr“, wie auch die Staatsanwaltschaft anmerkte. Die Frau selbst war übrigens geständig. „Mit dem Koch, den ich eingestellt hab‘, hat es anscheinend nicht so funktioniert“, lieferte die Angeklagte als Erklärung. Außerdem sei sie vorigen Sommer längere Zeit im Krankenhaus gewesen und habe ihr Personal nicht kontrollieren können.

Es war aber bei weitem nicht das erste Mal, dass das Wirtshaus im Rupertiwinkel negativ auffiel. Schon 2014, 2016, 2018 und 2019 wurden erhebliche Mängel bei der Hygiene festgestellt. Viermal setzte es schon Bußgelder. Der Lebensmittelkontrolleur des Landratsamtes, der als Zeuge geladen war, zählte auf, was bei den Kontrollen 2019 alles nicht passte: Schweinekottelets, Reis, Ragout, Geflügelfleisch, Cevapcici und Burger-Patties. Überall hätte es „Anzeichen des Verderbs“ gegeben, so der Kontrolleur.

Das Urteil lautete auf Inverkehrbringen nicht sicherer Lebensmittel. Die Entscheidung des Laufener Amtsgerichts bewegte sich etwa in der Mitte dessen, was Staatsanwaltschaft und Verteidigung forderten, nämlich elf bzw. acht Monate Bewährungsstrafe. Immer wieder fielen in Laufen in den vergangenen Jahren ähnliche Urteil: 2018 gegen ein Hotel in der Schönau, 2019 traf es dann ein Hotel in Bischofswiesen.

xe

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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