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Urteil gegen 28-Jährigen wegen Tiertötung

„Eine Verzweiflungstat“: Beziehungsstreit kostete Hund in Berchtesgaden das Leben

Symbolbild eines Yorkshire Terrier.
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Symbolbild eines Yorkshire Terrier.

Ein Streit, eine drohende Trennung, dann passierte es: der Biewer Yorkshire Terrier eines Berchtesgadener Pärchens wurde umgebracht. Das Amtsgericht verurteilte jetzt einen 28-Jährigen wegen Tiertötung. Wie das Urteil lautet und wie es dazu kam:

Laufen/Berchtesgaden - „Ich habe dem Hund das Genick gebrochen, weil sich meine Freundin von mir getrennt hat. Was soll ich jetzt machen?“ - mit diesen ehrlichen Worten meldete sich am 17. Dezember vorigen Jahres ein Berchtesgadener beim Polizei-Notruf. Am Mittwoch (29. Juni) stand der 28-Jährige deshalb vor dem Amtsgericht in Laufen. Auch Richter Christian Daubner sprach schließlich von einer „hochemotionalen Ausnahmesituation“, in der sich der Mann befunden haben muss. Wegen Tiertötung wurde der Berchtesgadener aber trotzdem verurteilt.

Hund in Berchtesgaden umgebracht - Urteil wegen Tiertötung

Was war passiert? Zwischen dem Angeklagten und seiner Freundin kam es in der gemeinsamen Wohnung zum Streit, sie drohte mit der Trennung. Als die Frau schließlich im Schlafzimmer verschwand, „hat er den Hund vom Boden hochgerissen“, wie es Verteidigerin Katharina Pilsel ausdrückte. Danach sei der zweieinhalbjährige Biewer Yorkshire Terrier auch schon leblos in den Armen des Berchtesgadeners gelegen. Ob er ihm dabei wirklich das Genick brach oder was die genaue Todesursache war, ließ sich nicht mehr feststellen. Denn der Hund wurde schon kurz nach der Tat begraben, ein Gutachten wurde nicht angefertigt.

Vielleicht war es auch ein Herzinfarkt? Der Hund war sehr überzüchtet“, so die Verteidigerin. Fest stehe aber auch: dem Angeklagten tut es heute noch leid, „er mochte den Hund selbst“. Und der Angeklagte war zur Tatzeit stark betrunken, zwei Promille wurden bei ihm gemessen. Inwieweit also Absicht hinter der Tat steckte, ließ sich vor Gericht nicht mehr klären. Dem Alkohol habe der 28-Jährige inzwischen außerdem abgeschworen, auch die Beziehung zur Freundin steht wieder auf festen Beinen.

Richter: „Es war Ihnen egal“ - 3150 Euro Strafe

Von einer „Verzweiflungstat“ sprach im Plädoyer schließlich auch die Staatsanwaltschaft. Das Urteil des Gerichts lautete auf Tiertötung, 3150 Euro Strafe muss der Berchtesgadener zahlen. Von einem Tierhalteverbot sah Richter Christian Daubner ab, denn er ging von einer Ausnahmesituation aus. Doch er unterstrich: „Was bei der Tat mit dem Hund passiert, war Ihnen in dem Moment egal.“

xe

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