Verein schlägt Alarm wegen Abgaswerten

"Verkehr in der Altstadt gesundheitlich nicht mehr tragbar"

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12.200 Autos wurden bei einer Verkehrszählung im Jahr 2015 in der Laufener Schloßstraße gemessen. Die Folge: Zu hohe Abgaswerte. Kommt die Diskussion um eine neue Salzachbrücke nun wieder in Schwung?
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Laufen - Der Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Luft ist überschritten - für die "Initiative für bürgerfreundliche Verkehrsplanung" höchste Zeit zu handeln, doch das Thema scheint zu stocken.

Rund 12.200 Fahrzeuge sind es, die sich tagtäglich durch die Laufener Schloßstraße quälen. Die Straße ist eng, die Luft steht - und hat auch deshalb erwiesenermaßen einen zu hohen Wert an Stickstoffdioxid: 42,4 Mikrogramm pro Kubikmeter statt den 40 Mikrogramm, die als Grenzwert gelten. Die Deutsche Umwelthilfe prangerte die Stadt Laufen erst kürzlich deswegen an.

Anschubhilfe für eine neue Brücke über die Salzach durch Abgaswerte?

Nun warnt die "Initiative für bürgerfreundliche Verkehrsplanung in Laufen", dass das "stetig steigende Verkehrsaufkommen in der Altstadt von Laufen auf Dauer für die dortigen Anrainer mit Hinblick auf deren Gesundheit nicht mehr tragbar" sei, wie die Südostbayerische Rundschau berichtet.Die einzige Lösung: eine neue Brücke über die Salzach, denn jeder Zweite, der sich mit dem Auto durch die Laufener Altstadt drängt, ist Pendler aus Österreich.

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Die Initiative erhofft sich durch die nachgewiesenen Abgaswerte neuen Schwung für die Planungen einer neuen Brücke, spricht in der Südostbayerischen Rundschau von einem "neuen Druckmittel". Das Problem dabei: Eine mögliche Brücke bei Triebenbach wird zwar vom Bundesverkehrswegeplan zumindest im "Weiteren Bedarf" berücksichtigt und ist damit nicht komplett von der Bildfläche verschwunden - aber die Stadt Laufen hat den Standort erst vor drei Jahren aus dem Flächennutzungsplan gestrichen. "Wir müssen lernen, mit dem Verkehr zu leben", resümierte damals Bürgermeister Hans Feil.

Auch der Stadt Trostberg attestierte die Deutsche Umwelthilfe einen zu hohen Gehalt an Stickstoffdioxid in der Luft. Auch dort ist das Problem seit langem bekannt und ist ebenfalls durch die teils enge Bebauung der B299 begründbar. Abhilfe erhofft man sich in Trostberg durch den Bau der Ortsumfahrung.

xe

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