Laufen: Kandidaten stellen sich vor

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Isabella Zuckschwerdt fordert den amtierenden Bürgermeister Hans Feil heraus.
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Laufen - Knapp einen Monat vor der Kommunalwahl beziehen die einzelnen Kandidaten Stellung. BGLand24 hat in Laufen nachgefragt, was gut läuft oder verbessert werden könnte.

Die Kandidaten:

Hans Feil, CSU (amtierend): 44 Jahre, verheiratet, zwei Töchter (17 und 15), Diplom-Finanzwirt (FH), seit 2008 Bürgermeister.

Isabella Zuckschwerdt, unabhängig-fair-bürgernah: 52 Jahre, verheiratet, drei Töchter (26, 24 und 16), Verwaltungsangestellte

Was läuft gut in Laufen?

Feil: Laufen hat sich in den letzten sechs Jahren in jeder Hinsicht positiv entwickelt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist der größte Arbeitgeber keine Behörde, sondern ein privater Gewerbebetrieb. Die Stadt hat begonnen, ein großes Kinder- und Jugendbetreuungszentrum umzusetzen. Eine zweigruppige Kinderkrippe wurde bereits fertiggestellt. Ein neuer städtischer Kindergarten und Kinderhort befinden sich im Bau.

Das Linienfindungsverfahren für eine Ortsumfahrung wurde abgeschlossen, der Vorentwurf wurde bereits vom Bundesverkehrsministerium genehmigt. Noch in diesem Jahr wird das Planfeststellungsverfahren beginnen. Der Stadtbus von Laufen darf inzwischen Linienverkehr nach Oberndorf fahren. Dafür wurde sogar ein österreichisches Gesetz geändert.

Hier geht's zu den Listenkandidaten für den Laufener Stadtrat!

Laufen hat seinen Status als das kulturelle Zentrum des Rupertiwinkels gefestigt und ausgebaut. Der Stadtpark in Laufen wurde neu gestaltet und der Dorfplatz in Leobendorf wird zur Zeit verschönert.

Zuckschwerdt: Gut läuft in Laufen das Vereinsleben ganz allgemein. Wir haben eine Vielzahl von Vereinen aus allen Bereichen, so z.B. Feuerwehr, Sport, Tradition, Selbsthilfegruppen, usw. die unter anderem eine hervorragende Jugendarbeit leisten.

Was würden Sie ändern?

Feil: Das Thema Wirtschaft und Arbeitsplätze steht bei mir nach wie vor ganz oben auf der Tagesordnung. Wir brauchen noch mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze für alle Ausbildungsniveaus vor Ort. Wir brauchen noch mehr Gewerbebetriebe. Nicht nur im produzierenden Bereich, sondern auch im Einzelhandel. Nur wenn es uns gelingt, das Angebot zu erweitern, werden wir den Kaufkraftabfluss stoppen, oder sogar Kaufkraft zurückholen können. Denn die Steigerung der Steuerkraft ist Voraussetzung für die Erhaltung unserer städtischen Infrastruktur.

Hans Feil

Genauso wichtig ist mir die Umsetzung unseres Konzepts zur Kinder- und Jugendbetreuung mit der bereits fertigen Kinderkrippe, dem im Bau befindlichen Kindergarten und Kinderhort, einer geplanten Aula und Mensa, einer zweiten Einfach-Turnhalle an der Grund- und Mittelschule, sowie eines Jugendheims unter Erhaltung entsprechender Einrichtungen in unserem Ortsteil Leobendorf.

Und selbstverständlich gilt es, langfristig unsere Probleme beim fließenden Verkehr und ruhenden Verkehr zu lösen. Dafür brauchen wir insbesondere eine Ortsumfahrung und Parkplätze im Altstadtbereich, oder daran angrenzend, aber auch den weiteren Ausbau des ÖPNV. Handlungsbedarf besteht nicht nur beim Feuerwehrhaus Laufen, sondern auch am Feuerwehrhaus in Leobendorf. Darüber hinaus stehen die Verbesserung der Wasserqualität des Abtsdorfer Sees und die Verbesserung des Hochwasserschutzes der Steinernen Gasse auf der Agenda.

Zuckschwerdt: Vereine und Ehrenamt besser unterstützen: Ohne die vielen Leistungen der Ehrenamtlichen wäre unsere Stadt nicht das, was Sie heute ist. Im Rahmen der Möglichkeiten muss die Stadt noch weit mehr als bisher die Vereine und die ehrenamtlich Tätigen unterstützen. Jede erdenklich mögliche und notwendige Hilfestellung muss erfolgen, damit diese ehrenamtlichen Tätigkeiten weiterhin von den Bürgern geleistet werden ohne dass ihnen aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit Nachteile - welcher Art auch immer – entstehen. Dazu ist es nötig, die Vereine besser zu vernetzen und im Hinblick auf Haftung, Versicherung zu schulen und einen kompetenten Ansprechpartner im Rathaus anzubieten.

Isabella Zuckschwerdt

Fairer und bürgernaher Umgang: Der Ton macht die Musik, wie es so schön heißt; und der ist derzeit eher unterkühlt. Bürgermeister und Stadtrat sind von den Bürgern gewählte Vertreter. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung ist es ihre Aufgabe für die Bürger da zu sein. Mein Ziel ist es, den Bürger wieder als „Kunden“ in den Mittelpunkt zu stellen und als Kunden und nicht als „Bittsteller“ zu behandeln. Hier besteht derzeit leider bei Teilen von Verwaltung und den gewählten Vertretern erheblicher Handlungsbedarf – ich betone aber ausdrücklich z.T., denn es gibt sehr wohl Mitarbeiter, die ausgesprochen hilfsbereit, freundlich und zuvorkommend sind – aber eben noch nicht alle.

Weg mit den unnötigen nichtöffentlichen Sitzungen: Mehr Transparenz und Öffentlichkeit bei den Entscheidungen – hier gilt „mit dem Bürger – für den Bürger“. Nichtöffentlichkeit nur wenn es wirklich nach dem Gesetz zwingend vorgeschrieben ist und keine Wahlmöglichkeit besteht.

Wohnortnahe Vorschul- und Schulbildung: Langfristige Sicherung der Kindergarten- und Schulstandorte Laufen – Leobendorf.

Infrastruktur in eigener Hand lassen: Laufen muss sich eine langfristig eigene Wasserversorgung mit bester Wasserqualität sichern.

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