Angenehmer ankommen und abfahren

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Laufens Bürgermeister Hans Feil (rechts) mit dem evangelischen Stadtpfarrer Eberhard Zeh (links) und seinem katholischen Kollegen, Stiftsdekan Simon Eibl, bei der Einweihung.

Laufen - Mit einer kleinen Feierzeremonie sind die Umbauarbeiten am Laufner Bahnhof abgeschlossen worden. Jahrelange Geduld war dafür nötig.

Ankommen und Abfahren ist für die Fahrgäste jetzt angenehmer - dafür sorgt beispielsweise der renovierte Warteraum: Ein neuer Boden, neue Türen, eine bessere Beleuchtung, Glasvitrinen für die Fahrpläne - es waren keine großen Maßnahmen, und dennoch konnten wir den Bahnhof Laufen etwas freundlicher gestalten", so Christian Kern von der Südostbayernbahn, der den kurzfristig erkrankten SOB-Leiter und Sprecher Christoph Kraller in der Salzachstadt vertrat. Die Arbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen: Im Außenbereich fehlen noch Beleuchtung und Beschilderung.

Die SOB ist seit 2003 Betreiber der Servicestation am Laufner Bahnhof.

Eine kleine, aber wichtige Visitenkarte

Laufens Bürgermeister Hans Feil freute sich auch über den nun freundlicher gestalteten Außenbereich: Der Vorplatz wurde neu asphaltiert, der alte Baum musste dabei weichen, ein neuer wurde bereits gepflanzt, um ihn herum soll im Frühjahr ein ansehnliches Blumenbeet entstehen.

Fotos von der Einweihung:

Einweihung des Laufner Bahnhofsvorplatzes

Das Gelände vor dem Bahnhofsareal erhielt ebenfalls eine neue Asphaltschicht sowie eine Pflasterzeile. Die Bushaltestelle wurde um einige Meter direkt vor das Bahnhofsgebäude verlegt - somit können die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel nun im Trockenen auf ihren Bus warten.

"Der Bahnhof ist auch eine Visitenkarte für unsere Stadt - zwar eine kleine, aber eine wichtige. Für viele Gäste ist der Bahnhof das erste, was sie sehen, wenn sie zu uns kommen. Darum bin ich froh, dass wir hier jetzt etwas für die Optik tun konnten", so Feil.

Überdachter Fahrradständer folgt

Im Frühjahr soll ein überdachter Bereich für die Fahrräder geschaffen werden. Insgesamt investierte die Stadt rund 50.000 Euro in die Sanierungsmaßnahmen, wobei die Kosten der Neugestaltung des Warteraums im Bahnhofsgebäude sowie der hintere Parkplatzbereich von der Südostbayernbahn übernommen wurden.

Christian Kern von der SOB, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feierte, verlieh während der Einweihung heute Nachmittag seiner Freude Ausdruck, dass "hier gemeinsam mit der Stadt Laufen etwas bewegt wurde". Er unterstrich: "Wir allein könnten das gar nicht". Zwar entsprächen die 2005 neu angelegten Bahnsteige nicht mehr modernstem Standard mit 55 Zentimetern Höhe, doch auch dieses "Problem" könnte man in den nächsten Jahren sicher noch angehen. 

Vier Jahre vergingen

Die größten Schwierigkeiten am Laufner Bahnhof: Das gesamte Areal ist in mehrere Grundstücke mit unterschiedlichen Besitzern aufgeteilt. Bis hier Einigkeit erzielt wurde - von den ersten Gesprächen im Finanzausschuss der Stadt im September 2008 während der Woche der Mobilität bis zur jetzigen Fertigstellung - zogen über vier Jahre ins Land.

Ein Investor, der nichts investiert

Das Bahnhofsgebäude selbst gehört beispielsweise einem englischen Investor mit Sitz in Luxemburg, der augenblicklich kein Interesse an seinem Besitz und dessen Zustand zeigt. "Ein Investor, der nichts investiert", zeigte sich der evangelische Stadtpfarrer Eberhard Zeh erstaunt: "Dazu fällt mir nichts ein", schmunzelte der Geistliche. Sein katholischer Kollege, Stiftsdekan Simon Eibl, bezeichnete den Laufner Bahnhof als Ort des Wartens und auch des Erwartens: "Er ist nun gangbarer und annehmbarer geworden". Der Vorplatz habe die richtige Bezeichnung: "Schließlich ist es ein Platz der Vorbereitung".

Hans-Joachim Bittner

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