Für die Freiwilligen "fast eine Passion"

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Laufen - Die CSU besuchte am Dienstag die Feuerwehr Laufen, um sich einen Eindruck von der Arbeit der vielen Freiwilligen zu verschaffen.

Interessante Einblicke gab die Feuerwehr Laufen der CSU Laufen-Leobendorf am Dienstagabend, 4. September, bei einem Besuch der politischen Partei im Feuerwehrhaus. Aktuelle Probleme wurden beim Blick hinter die Kulissen besprochen, einige spaßige Anekdoten erzählt, aber auch in die aktive tägliche Arbeit eingetaucht. Unter Leitung von Feuerwehrkommandant Herbert Kitzberger informierte sich die CSU, unter Vorsitzenden Christian Schmidbauer, hautnah bei den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten.

Gleich zu Beginn ging 1. Kommandant Herbert Kitzberger, flankiert vom 2. Kommandanten Patrick Reimann und Feuerwehrvereinsvorstand Klaus Kalb, auf die aktuellen Probleme ein. Viele Sachen seien in dem 30 Jahre alten Feuerwehrhaus an der Abtsdorfer Straße zu regeln und zu reparieren. Kitzberger erhoffe sich vom Stadtrat dabei aktive Unterstützung, vor allem in finanzieller Hinsicht. „Herr Bürgermeister Feil und die Stadtverwaltung habe schon eine Mängelliste erhalten, die abgearbeitet werden soll.“ Es fehle an vielen Ecken und Enden. Hauptproblematik für den kommenden Winter sei die Dachkonstruktion. Hier stellte ein Sachverständiger vor wenigen Wochen fest, dass Gefahr im Verzug sei und hier schnell gehandelt werden müsse.

Desweiteren machten die Feuerwehrler darauf aufmerksam, dass durch viele neue und weitergeführte Vorschriften der Verwaltungsaufwand für eine Freiwillige Feuerwehr extrem ansteige, und dies kaum mehr zu bewältigen sei. „Allein die Tatsache, dass wir in einer Pendlerregion wohnen, dünnt schon die Personaldecke auf ein Minimum aus,“ so Kitzberger. Viele Feuerwehrler arbeiten in anderen Orten, junge Feuerwehrmänner und –frauen studieren, entscheiden sich für höhere Bildungswege und seien somit unter der Woche für die ehrenamtliche Arbeit nicht greifbar. „Dieses Problem stellt sich mittlerweile bei jedem Verein. Nicht jeder Arbeitgeber ist glücklich, wenn ihr Angestellter zu einem Einsatz ausrücken muss,“ ergänzte Vereinsvorstand Klaus Kalb. Wartungsarbeiten, Instandhaltung, aber auch Einsätze in technischer Hilfeleistung bestimme den Alltag der Feuerwehr. „Die unzähligen Stunden, die unsere Leute im Feuerwehrhaus verbringen, um sich weiterzubilden oder Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen, sind nicht zählbar. Für einen ehrenamtlichen fast eine Passion und nicht Zeit aufzurechnen,“ zeigte sich der 1. Kommandant dankbar.

Scherzhaft fügte Patrick Reimann an, dass man kaum mehr die Zeit habe aktiv Werbung für die Feuerwehr zu betreiben, um neue Feuerwehrleute anzuwerben oder aber die Arbeit der Feuerwehr den Bürgern näherzubringen. „Meistens bekommen die Menschen in Laufen und Umgebung nur etwas von der Arbeit der Feuerwehr mit, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes brennt.“ Dass Großeinsätze, wie beispielsweise große Verkehrsunfälle und Großbrände, die Ausnahme sind, ist eine glückliche Tatsache, auch im Hinblick auf die Personaldecke. Ohne die Mithilfe benachbarter Feuerwehren, die über die integrierte Leitstelle verständigt werden, sei sowas nicht machbar. Hier gilt auch der Dank an die Feuerwehr Oberndorf, die immer bereitstehe auszuhelfen. Grenzüberschreitend herrscht eine enge Zusammenarbeit, die aber an hohen Stellen kaum anerkannt wird, manchmal sogar blockiert wird.

Die CSU´ler konnten sich beim Gang durch das Feuerwehrhaus einen Blick über die Ausrüstung verschaffen, bei einer Prüfung eines Atemschutzgerätes über die Schulter schauen und erfuhren einiges, was von außen für den Bürger nicht sichtbar ist. An Gebäudeplänen erläuterte Kitzberger, wie ein Feuerwehreinsatz grundlegend funktioniere und was dabei alles dabei zu beachten sei.

Im Feuerwehrstüberl konnten die Gäste, unter denen auch Landratsstellvertreter Lutz Feiler und JU-Vorsitzender Tobias Starnecker waren, weitere Fragen stellen und wurden von den drei „Hausherren“ ausgiebig informiert. Kommandant Herbert Kitzberger animierte die Gäste aktiv für die Feuerwehr Werbung zu machen, um die Personaldecke wieder ein wenig auszuweiten. „Wir brauchen jeden Mann und jede Frau. Und ich kann versprechen. Jeder kann bei uns viel fürs Leben lernen,“ so Kitzberger.

Ortsvorsitzender Christian Schmidbauer dankte den Herren des Hauses für die freundliche Einladung und mehr als interessante Führung durch das Feuerwehrhaus und appellierte, dass von der Bevölkerung nicht alles immer als Selbstverständlichkeit hingenommen werden dürfe, was im Ehrenamt geleistet wird.

Pressemitteilung CSU Laufen-Leobendorf

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