Bundespolizei Rosenheim ermittelt

Mutmaßliche Schleusung bei Grenzkontrollen gestoppt

Rosenheim/A93 - Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Dienstag (6. August) die Ermittlungen gegen einen türkischen Staatsangehörigen aufgenommen. Er wird beschuldigt, mit seinem Auto Verwandte illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

In der Nacht stoppten Bundespolizisten in der Grenzkontrollstelle auf der A93 einen Pkw mit deutschen Kennzeichen. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer wiesen sich mit ihrem türkischen Reisepass und einer deutschen Aufenthaltserlaubnis ordnungsgemäß aus. 

Ihre beiden Mitfahrer verfügten über keine Papiere, die für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland erforderlich gewesen wären. Laut eigenen Angaben stammen sie ebenfalls aus der Türkei und stehen in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zum 34-jährigen Fahrzeugführer. 

Der wollte davon zunächst nichts wissen und sprach von einer zufälligen Begegnung kurz vor der Grenze. In den Diensträumen der Rosenheimer Bundespolizei gestand er schließlich, seine Schwägerin und ihre Tochter in der Heimat abgeholt zu haben, um sie nach Deutschland zu bringen.

Der Mann, der einen festen Wohnsitz in Berlin hat, wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Er wird sich voraussichtlich schon bald strafrechtlich verantworten müssen. 

Seine Verwandtschaft konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden. Dort wird über ihren weiteren Verbleib in der Bundesrepublik erst noch zu entscheiden sein.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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