Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kapelle kontra A8-Trasse

Piding - "Ich habe das Gefühl gehabt, mir schlägt einer mit dem Dreschschlegel eine über, wie der Richter gleich total kontra Kapelle war."

Sagte Bäuerin Anja Fagerer nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts in München. Der Richter hatte die Entscheidung des Landratsamtes Berchtesgadener Land, die Errichtung einer kleine Kapelle an der Grenze zwischen Piding und Anger abzulehnen, bestätigt. "Es gibt durchaus Fälle, in denen Kapellen im Außenbereich genehmigt werden können, zum Beispiel Hofkapellen, die im unmittelbaren Nahbereich zu einem Bauernhof oder einer anderen bestehenden Bebauung entstehen sollen", sagte Florian Kosatschek vom Landratsamt im BGLand24-Interview. "Das ist hier aber nicht der Fall. Die Kapelle sollte auf der freien Wiese entstehen."

Rund 20 Landwirte wollten auf der Wiese der Fagerers zwischen Piding und Anger eine Kapelle errichten. "Eine Kapelle, in der man sich als Landwirt auch mal zurückziehen kann, weil es für uns oft schwierig ist, dass wir zu den Gottesdientsten am Sonntag rechtzeitig in der Kirche sind", erläuterte Anja Fagerer die Idee, die der Angerer Gemeinderat als erste Instanz auch genehmigt hatte. Doch das Landratsamt Berchtesgadener Land lehnte den Bau ab. "Der Flächennutzungsplan sieht auf dem Grund der Fagerers eine landwirtschaftliche Nutzung vor, keine bauliche", begründete Kosatschek die Entscheidung.

Lesen Sie auch:

Piding: Forderungen zu A8 und Kirchholztunnel

"Wir haben ein Schreiben vom Landratsamt erhalten, einen anderen Platz für die Kapelle zu suchen, aber an dem ursprünglichen hätte alles gepasst", beteuerte Fagerer. "Es ist für uns dort schwer zu mähen. Es gibt eine Zufahrtsstraße und wir hätten von unserem Hof zur Kapelle an der Stoißer Ache entlang einen Kreuzweg angedacht." Außerdem wäre die Kapelle dort entstanden, wo eventuell die Autobahn A8 nach ihrem Ausbau verlaufen könnte, auf der sogenannten Nordtrasse. Zufall?

"Nein", gibt Anja Fagerer zu. Und auch ein möglicher neuer Standort werde nach diesem Gesichtspunkt ausgesucht. Denn die stille Rückziehmöglichkeit soll auch ein stiller Protest gegen die Pläne des Bundesverkehrsministeriums sein.

cz

Rubriklistenbild: © cz

Kommentare