Jugendfeuerwehr überbringt Friedenslicht

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In Bethlehem in der Geburtsgrotte erhielt die elfjährige Sarah Schindwald das Friedenslicht aus den Händen des griechisch-orthodoxen Bischofs Theofilaktos von Bethlehem. Die hilfsbereite und engagierte Schülerin ist das Friedenslichtkind 2011.

Tittmoning - Mit einer ganz besonderen Aktion am Donnerstag beschließen die Jugendfeuerwehren im Landkreis das Jahr.

Das Symbol des Weihnachtsfriedens - das Friedenslicht - wird bei einer Feierstunde in Tittmoning von der Feuerwehrjugend aus Oberösterreich an die Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein übergeben. Zum 12. Mal bereits kommen die Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehren beiderseits der Landesgrenzen in der Salzachstadt zusammen und geben einander die in Bethlehem entzündete Friedensflamme weiter. Die Feierstunde zur Übergabe findet am Donnerstag um 18.45 Uhr auf dem Stadtplatz in Tittmoning statt.

Durch die Stafette von Israel über Oberösterreich nach Südostbayern und in den Landkreis Traunstein wird das Symbol des Weihnachtsfriedens so rechtzeitig vor Heiligabend in der gesamten Region verbreitet. Vor vier Wochen wurde das Friedenslicht in Bethlehem in jener Grotte entzündet, die der Überlieferung nach der Geburtsort Jesu Christi ist. Mit dem Flugzeug wurde es Linz (Österreich) gebracht.

Ihren Ursprung hat die Friedenslicht-Stafette in der erstmals im Dezember 1986 durchgeführten Aktion „Licht ins Dunkel“ des Österreichischen Rundfunks (ORF). Die Aktion feiert somit in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Friedenslichtkind 2011 ist Sarah Schinwald aus Munderfing im Bezirk Braunau. Die elfjährige Schülerin wurde ausgesucht, weil sie sich in der Gemeinde ehrenamtlich engagiert und als besonders hilfsbereit gilt. Das Mädchen, dessen Eltern eine Landwirtschaft betreiben, ist Mitglied der Feuerwehr-Jugendgruppe und eifrige Ministrantin. Sarahs Schule ist beispielgebend für die Friedensbemühungen im Bezirk Braunau, der sich als „Friedensbezirk“ ein neues Image verpassen will. Die Schüler kümmern sich um ältere Menschen und haben am Munderfinger Friedenslabyrinth - einem Ort der Besinnung – mitgearbeitet. Als Anerkennung für die zahlreichen Aktivitäten der Hauptschule durfte sie das Friedenslichtkind 2011 nominieren.

Zusammen mit mehreren Hundert Pilgern flog Sarah nach Israel und nahm in Bethlehem das in der Geburtsgrotte entzündete Licht entgegen. Mit einer Speziallampe wurde es im Flugzeug nach Österreich gebracht. Bis Heiligabend wird die Friedensflamme in nahezu 30 Ländern Europas verteilt. Überbringer der Friedensflamme sind meist Kinder und Jugendliche, zum Beispiel Pfadfinder, Mitglieder kirchlicher Jugendverbände, Hilfsorganisationen sowie die Feuerwehrjugend. Im Landkreis Traunstein überbringen die Mädchen und Buben der Jugendfeuerwehren das Friedenslicht. Von Tittmoning aus werden es die Feuerwehren in ihre Heimatgemeinden bringen und verteilen.

In den örtlichen Kirchen leuchtet das Licht aus Bethlehem auf Kerzen. Von dort kann sich jeder das Friedenslicht mit nach Hause nehmen. Für Kreisbrandrat Hans Gnadl ist das Friedenslicht ein Zeichen der Verbundenheit von bayerischen und österreichischen Feuerwehren. Häufig arbeiten die Wehren über die Landesgrenze hinweg bei Einsätzen zusammen. Eine ganz besondere und ehrenvolle Aufgabe für die Jugendfeuerwehren ist es, als Boten des Friedenslichts aus Bethlehem zu wirken. Kreisbrandrat Hans Gnadl und Kreisjugendwart Florian Reiter sowie die Jugendfeuerwehren freuen sich auf viele Teilnehmer an der Übergabefeier in Tittmoning und laden ein, sich von dort das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause zu nehmen.

pv

Quelle: chiemgau24.de

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