150 Jahre in vier Etappen

Freilassing - "Die Eisenbahn hat Freilassing zu dem gemacht, was es heute ist", ist sich Ingrid Gattermair-Farthofer von der Lokwelt sicher. Die 150-jährige Geschichte ist jetzt in einer Ausstellung zu sehen.

Die vier Etappen beginnen mit dem Aufbau eines Betriebswerkes der Bahn in Freilassing von 1851 bis 1902. Weiter ging es mit dem Aufschwung von 1905 bis 1974, dann wurde das Betriebswerk in Freilassing geschlossen und der Niedergang begann. Ihn konnte erst der Denkmalschutz aufhalten, der 1998 dafür sorgte, dass die Stadt den historischen Lokschuppen kaufte und die Lokwelt entstand.

Das ist aber nur ein Teil der Geschichte Freilassings als Eisenbahnerstadt. "Die Ausstellung beleuchtet auch die Wohnsituation. Immerhin mussten die ganzen Eisenbahner irgendwo wohnen", erläutert Gattermair-Farthofer. "Auch geschellschaftliches Leben entstand durch die Eisenbahn. Vom Eisenbahner-Sport-Verein bis hin zum Verein der Freunde des historischen Lokschuppen bestehen die Gruppierungen heute noch."

Natürlich spielte die Eisenbahn auch für die Industrie eine wichtige Rolle. "Dadurch konnte erst das Mittelzentrum Freilassing mit Industrie und Handwerk - das entscheidende Zentrum im Landkreis - entstehen", ist sich Bürgermeister Josef Flatscher sicher. "Die Bahn war auch sicher der ausschlaggebende Punkt, dass Freilassing zur Stadt erhoben worden ist."

Grund genug also für die Freilassinger zu feiern. Die Ausstellungseröffnung ist dabei erst der Anfang. Am 1. August steigt das große Bahnfest mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bahnchef Rüdiger Grube.

red-bgl24/cz

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