Biomasse-Heizkraftwerk: Holz nutzen nützt!

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Freilassing/Teisendorf - In der Diskussion um das geplante Biomasse-Heizkraftwerk in Freilassing wird auch immer wieder der Mangel an Rohstoffen angesprochen. Wieviel Holz gibt es hier wirklich?

Das war eigentlich nicht die Hauptfrage, der die Grüne/Bürgerliste, die CSU und die SPD zusammen mit einigen Bürgern am Freitag nachgehen wollten. Grundsätzlich wollten sich die drei Freilassinger Ortsverbände über moderne Holzerntetechniken und energetische Holznutzung informieren, sowie die Gefahren für den Wald dadurch erfahren.

Freilassings Revierleiter Stefan Köcher führte die doch große Gruppe der Interessierten durch den Wald in Patting bei Teisendorf. Er zeigte, wie in diesem Wald mit dem Harvester gearbeitet wurde. Sein Fazit: "Wenn der Fahrer seine Maschine beherrscht schadet der Holzvollernter dem Wald nicht. Aber auch die Vorbereitung durch den Revierleiter und den Waldbesitzer muss stimmen."

Waldbegehung - wo lauern Gefahren?

Dem Entstehen von Biomasse-Heizkraftwerken blickt Köcher freudig entgegen. "Durch diese energetische Nutzung wird der Holzpreis steigen und die Waldbesitzer profitieren davon." Außerdem sei Holz der einzig nachwachsende Rohstoff, der noch dazu vor Ort gewonnen werden könne. Natürlich müsse man auch Holz zukaufen, das nicht aus der Region kommt, aber wenn es beispielsweise in Franken einen Windwurfschaden gebe, sei es nur legitim, das Holz energetisch in Freilassing zu nutzen.

Denn für drei Biomasse-Heizkraftwerke in der Region - also Freilassing, Ainring und Schönau am Königssee - würden 350.000 Schüttmeter Holz jährlich gebraucht. 215.000 können aus der Region gewonnen werden. fehlen 135.000 Schüttmeter, die einen weiteren weg hinter sich bringen müssen, um verheizt zu werden.

Trotz allem ist sich der Freilassinger Revierleiter sicher, dass energetische Holznutzung die Zukunft ist, von der alle Beteiligten profitieren.

red-bgl24/cz

Rubriklistenbild: © cz

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