Gesamtes Berchtesgadener Land ein weißer Fleck

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Theresa Schopper, Marie-Luise Thierauf, Ernst Wohlschlager und Elisabeth Hagenauer (v.l.) im Gespräch.

Freilassing - Die Grüne Landesvorsitzende, Theresa Schopper, ist zur Nachbereitung des zweiten Zukunftskongresses zurzeit bayernweit unterwegs - auch in Freilassing.

Letzte Woche war Theresa Schopper in Freilassing zu einer regen Diskussion über die demografische Entwicklung in Bayern.

Bekanntermaßen bringt die demografische Entwicklung vor allem für den ländlichen Bereich große Probleme mit sich. Jede Kommune muss ihren eigenen individuellen Weg finden darauf zu reagieren. Für Freilassing wird sich positiv auswirken, wenn die Stadt weiterhin als „Eisenbahnerstadt“ und Verkehrsknotenpunkt Arbeitsplätze sichern kann.

„Der Zukunftsrat der Staatsregierung sieht Bayerns wirtschaftliche Zukunft nur in der Stärkung der Großstädte,“ liest die Vorsitzende Marie-Luise Thierauf aus diesem Papier vor. Vor allem für den ländlichen Bereich bringt die demografische Entwicklung laut dieser Untersuchung große Probleme mit sich.

In dem Papier ist weiter zu lesen: „Dass der ländliche Raum eine eher noch zunehmende Bedeutung als natürlicher Erholungsraum für die urbanen und suburbanen Wirtschaftszentren erhalten wird", das heißt, vereinfacht ausgedrückt, „gestresste Großstädter sollen dort Urlaub machen,“ so Stadträtin Elisabeth Hagenauer. „aber davon wird Freilassing sicherlich nicht profitieren. Um so wichtiger wird das geplante Stadtentwicklungskonzept sein, das die Potentiale der Stadt ermittelt und Perspektiven für die Zukunft erarbeitet.“

Schon lange nutzen Eltern z. B. die Chance ihre Kinder außerhalb des bayerischen Schulsystems die verschiedensten Abschlüsse machen zu lassen und viele Studenten besuchen die Salzburger Uni und die Fachhochschulen. „Wir sind froh über die Uniklinik und die meisten Freilassinger nutzen auch beispielsweise beim Einkaufen, bei Kultur oder Sport das Angebot der großen Schwesterstadt. Mittlerweile geht es aber nicht mehr nur um ein paar Annehmlichkeiten, die uns die Nähe zu Salzburg bietet,“ gibt Wolfgang Fieweger zu bedenken.

Im Gegenzug gilt Freilassing bei den Salzburgern schon seit geraumer Zeit wegen der geringeren Mieten als begehrte Stadtrandlage zum Wohnen. Stadtrat Ernst Wohlschlager sieht das als Plus für Freilassing: “ Die Schlagbäume an der Grenze nach Salzburg gehören schon seit geraumer Zeit der Vergangenheit an. Es ist gut, dass sie auch aus den Köpfen verschwinden.“ Diese Anbindung an die Patenstadt wird von den Freilassinger Grünen begrüßt. „Mit der Salzburger Grünen Landtagsabgeordneten Dr. Astrid Rössler, die den Freilassingern ja bereits aus dem gemeinsamen Kampf gegen den Fluglärm bekannt ist, haben wir ja schon eine verlässliche Ansprechpartnerin und wir werden die Zusammenarbeit mit den Salzburger Grünen auf jeden Fall weiter intensivieren“, so Thierauf abschließend.

Pressemitteilung Grüne Freilassing

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