Video: Großeinsatz in Fridolfing am Dienstagabend 

170 Feuerwehrler kämpften gegen Flammen bei Sägewerkbrand

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    Julia Volkenand
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Fridolfing - Das Sägewerk in Fridolfing stand am Dienstagabend in Flammen. Der Strom in der Umgebung musste für die Löscharbeiten abgestellt werden. Der Schaden befindet sich im sechsstelligen Bereich.

Update, Mittwoch 8.50 Uhr: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Nur drei Tage nachdem das Stallgebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens in Tengling bei einem Großbrand vollständig zerstört wurde, mussten die Feuerwehren im nordöstlichen Landkreis Traunstein am frühen Dienstagabend erneut gegen ein verheerendes Feuer ankämpfen. Im Ortsteil Strohhof standen eine Maschinen- und Lagerhalle sowie das angebaute Bürogebäude eines Sägewerks in Flammen. Trotz des Großaufgebots von neun Feuerwehren mit 170 Dienstleistenden wurde das Betriebsgebäude durch das Feuer völlig zerstört. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beläuft sich nach einer ersten Einschätzung der Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro. Was zu dem Brand geführt hat ist noch nicht bekannt. Die Brandfahnder der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Hunderte Piepser schlugen Alarm

Am Dienstagabend um 18.55 Uhr heulten im Nordosten des Landkreises die Sirenen und Hunderte Piepser von Feuerwehrmännern und –frauen schlugen Alarm. Die Integrierte Leitstelle Traunstein löste Großalarm aus, nachdem über Notruf der Brand im Sägewerk einer Holzbau-Firma gemeldet worden war. Daraufhin rückten die Wehren aus Fridolfing, Pietling, Törring, Kirchheim, Tittmoning, Kirchanschöring, Trostberg zum Brandort an. Ein heller, von weitem sichtbarer Feuerschein wies den Einsatzkräften den Weg. 

Bei Ankunft der ersten, an der Brandstelle eintreffenden Einheiten, stand die Maschinenhalle in Vollbrand und das Feuer breitete sich rasend schnell in Richtung eines angebauten Bürogebäudes aus. Deshalb wurden weitere Feuerwehrkräfte und die Wehren aus Kay und Tettenhausen nachalarmiert. Die in Flammen stehende Maschinenhalle befindet sich in Mitten des Betriebsgeländes, umgeben von weiteren Hallen und Nebengebäuden und einem großen Freilager des Sägewerks. Priorität für die Löschmannschaften hatten deshalb die Eingrenzung des Feuers und der Schutz der umliegenden, teilweise wenige als zehn Meter vom Feuer entfernten Betriebsgebäude. Rund um die brennende Maschinenhalle waren Dutzende Löschtrupps zugange und richteten ihre Strahlrohre auf das mächtige Feuer. Auch zwei Drehleitern wurden in Position gebracht, mit denen aus der Höhe Wasser auf das Feuer gespritzt wurde.

Darum gestalteten sich die Löscharbeiten so schwierig

Schwierig waren die Löscharbeiten deshalb, weil die brennende Halle mit einem Blechdach bedeckt war und das darunter wütende Feuer förmlich abschirmte. Erst als mit Hilfe eines Baggers die Blechbahnen vom Dach gezogen und entfernt wurden, hatten die Löscharbeiten durchgreifenden Erfolg.

Dennoch dauerte es rund drei Stunden, bis die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“ meldete. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten nur Löschtrupps, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, am Brandherd arbeiten. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben wurden zu Anfang des Einsatzes vorranging Tanklöschfahrzeuge an die Brandstelle beordert. Bis deren Wasserreservoir aufgebraucht war, hatten die Floriansjünger lange Schlauchleitungen von weit entfernten Wasserentnahmestellen im Ortsbereich bis zum Brandort verlegt. Insgesamt waren mehr als 170 Feuerwehreinsatzkräfte vor Ort.

Der Einsatz der Feuerwehren wurde von Werner Schulzke, 1. Kommandant der Feuerwehr Fridolfing geleitet, unterstützt von Kreisbrandinspektor Günter Wambach, Kreisbrandmeister Hans Heinrich und Kreisbrandrat Christof Grundner. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) aus Traunstein stellte die Kommunikation der eingesetzten Kräfte sicher und dokumentierte den Einsatzverlauf. Der Rettungsdienst war mit einem Notarzt-Einsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes vor Ort. Zudem waren die Schnelleinsatzgruppen „Transport“ aus Traunstein und Traunreut sowie „Behandlung“ aus Tittmoning und Fridolfing als Sicherheitsabstellung für die Einsatzkräfte präsent, insgesamt 25 BRK-Helfer. Verletzt wurde bei dem Großeinsatz erfreulicherweise niemand. Auch die Betriebsinhaber und Mitarbeiter des Sägewerks blieben unverletzt.

Brandfahnder sollen Brandursache ermitteln

Die Tittmoninger Straße, die unmittelbar am Brandort verläuft, musste während der Löscharbeiten teilweise gesperrt werden. Dort standen die Feuerwehr-Einheiten mit ihren Fahrzeugen auf Bereitschaft. Im nahen „Cafe Weltweit“ des Reiseunternehmens Marx wurden die Einsatzkräfte verpflegt, mit heißen Getränken versorgt und konnten sich während des stundenlangen Einsatz bei Temperaturen um den Nullpunkt auch kurz Aufwärmen.

Was zu dem verheerenden Feuers geführt hat, steht noch nicht fest. Der Kriminaldauerdienst und die Brandfahnder der Kripo haben die Ermittlungen aufgenommen. Zum entstandenen Sachschaden können noch keine exakten Angaben gemacht werden. Nach Schätzungen der Polizei dürfte die Schadenshöhe mehrere Hunderttausend Euro betragen.

Erst gegen Mitternacht war der Einsatz größtenteils beendet und die Löschmannschaften konnten zu ihren Feuerwehrgerätehäusern zurückkehren. Die Ortsfeuerwehr blieb als Brandwache vor Ort und erledigte notwendige Nachlöscharbeiten.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Update, 22.50 Uhr  - Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Kurz vor 19 Uhr ging die Meldung über den Brand in einem Sägewerk in Strohhof ein. Die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung und Einsatzkräfte der Polizei eilten an den Einsatzort. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Gebäudeteil bereits in Vollbrand. Die zahlreich eingesetzten Feuerwehren konnten die vollständige Zerstörung einer Maschinenhalle nicht mehr verhindern. 

Ein Bürogebäude brannte ebenfalls komplett aus. Ein weiteres Gebäude wurde noch durch das Feuer beschädigt, ein Übergreifen des Brandes auf dieses Gebäude konnte aber von den Einsatzkräften der Feuerwehr verhindert werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Die offenen Flammen sind mittlerweile gelöscht,die Löscharbeiten sowie die Beseitigung von Glutnestern dauern gegenwärtig noch an.

Der Sachschaden liegt im hohen sechsstelligen Bereich, eine genauere Bezifferung ist auch aufgrund der derzeit noch andauernden Löscharbeiten noch nicht möglich. Aufgrund der Löscharbeiten kam es zu örtlichen Verkehrsbehinderungen. Der Kriminaldauerdienst (KDD) übernahm noch in der Nacht die Ermittlungen. Diese werden am Mittwoch von den Brandfahndern der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein fortgeführt. Angaben zur Brandursache können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden, hierzu laufen die kriminalpolizeilichen Untersuchungen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 22 Uhr - Nachlöscharbeiten werden bis zum Morgen andauern

Am Dienstag wurden um 18.55 Uhr eine große Anzahl an Einsatzkräften der Feuerwehren und Rettungsdienste im Landkreis Traunstein alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen das Sägewerk und das Bürogebäude in Fridolfing bereits in Vollbrand. Die umliegenden Gebäude konnten gerettet werden. 

Die Löscharbeiten wurden davon erschwert, dass das Gebäude mit einem Blechdach bedeckt war und somit das Wasser, das die Einsatzkräfte auf den Brand gossen, wieder ablief. Ein Bagger und ein Rückewagen entfernten das Blech damit man die Flammen darunter löschen konnte. Kurzzeitig musste der Strom in der Umgebung abgeschaltet werden. Die Nachlöscharbeiten werden laut Einsatzleitung bis in die Morgenstunden dauern.

Bilder der Löscharbeiten beim Vollbrand 

FDL/Lamminger

Update - 20.45 Uhr - Stromausfall in der Gegend

Durch den Brand im Sägewerk in Fridolfing kann es in der Umgebung vereinzelt zu Stromausfällen kommen, die jedoch in Kürze behoben werden sollen. zunächst muss das Sägewerk vom Stromnetz genommen werden.

Erstmeldung

Am  Dienstag, den 18. Dezember wurde der Integrierten Leitstelle Traunstein kurz vor 19 Uhr ein Brand in einem holzverarbeitenden Betrieb im Fridolfinger Ortsteil Strohhof im Landkreis Traunstein mitgeteilt.

Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei befinden sich derzeit am Brandobjekt im Einsatz. Aufgrund der Löscharbeiten kann es zu Verkehrsbehinderungen in der näheren Umgebung kommen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © FDL/Lamminger

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