Grenzüberschreitende Versorgung besprochen

Freilassing - Bei einer Fortbildung im Rot-Kreuz-Haus kamen Rettungsdienste und Notärzte aus Bayern und Österreich zusammen. Die grenzüberschreitende Patientenversorgung wurde dabei besprochen:

Bei einem kürzlich im Rot-Kreuz-Haus Freilassing stattgefundenen Schnittstellengespräch unter der Moderation von Dr. Michael Eisert, ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Rettungsdienstbereich Traunstein, wurden den bayerischen Notärzten und Rettungsdienstpersonal die Kliniken in Salzburg und deren Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt.

Oberarzt Dr. Thomas Michalski vom Landeskrankenhaus (LKH) in Salzburg informierte die Anwesenden über die neue zentrale Notaufnahme (ZNA) und das Konzept bei Großschadensereignissen, wenn eine große Zahl verletzter Personen in der Klinik zu versorgen ist. Nicht nur medizinische Fragen, sondern auch Organisatorische Dinge, vom Weg zur ZNA bis zum Behandlungsspektrum wurden erklärt. Von der Klinik für Neurologie der Christian-Doppler-Klinik (CDK) Salzburg waren Oberarzt Dr. Mutzenbach und leitender Oberarzt Dr. Gernot Luthringshausen gekommen, Primar Professor Winkler von der Neurochirurgie der CDK stellte sein Fachgebiet vor. Das Unfallkrankenhaus der AUVA Salzburg, vertreten durch Oberarzt Dr. Ralf Woidke von der Unfallchirurgie, sowie leitender Oberarzt Dr. Herbert Rainer von der Abteilung für Innere Medizin Krankenhaus Oberndorf stellte ihre Kliniken und Versorgungsschwerpunkte vor. Zudem wurde das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg präsentiert.

„Durch die Fortbildung entstanden neue Kontakte, die sich wiederum positiv auf die Patientenversorgung auswirken. Speziell im Raum Freilassing ist Salzburg mit seinen Kliniken der Maximalversorgung unverzichtbar. Nach dem Motto "Time is brain" bei Schlaganfallversorgung beziehungsweise "Time is muscle" beim Herzinfarkt sollten bei der Notfallversorgung Wirtschaftsfaktoren nicht in den Vordergrund rücken.“ sagte BRK-Lehrrettungsassistent und Mitorganisator Hermann Emminger.

Auch die Vertreter der beiden Rettungsleitstellen, Gerhard Jäkel, Integrierte Leitstelle für Feuerwehr- und Rettungsdienstalarmierung in Traunstein und Simon Koller von der Landesleitstelle des österreichischen Roten Kreuzes in Salzburg stellten ihre Sichtweisen dar. Im gemeinsamen Gespräch wurde beschlossen, die Anmeldung eines Notfallpatienten aus Bayern wie bisher über die Integrierte Leitstelle Traunstein durchzuführen. Weitere Rückfragen oder die genaue Ankunftszeit kann dann die österreichische Leitstelle direkt an die Fahrzeugbesatzung stellen, da in den drei Notarzt-Einsatzfahrzeugen im Berchtesgadener Land ein von der EuRegio finanzierter Funk eingebaut ist, mit denen eine grenzüberschreitende Funkkommunikation möglich ist.

Gemeinsam wurde ein Informationsblatt erarbeitet, auf welchem in Stichpunkten Aufnahmekriterien, Schwerpunkte der Kliniken sowie Telefonnummern der diensthabenden Ärzte schnell ablesbar sind und den Notärzten und Einsatzleitern in ihren Entscheidungen helfen soll.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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