Erste Unterschriften gegen den Baumarkt

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Freilassinger Bürger unterschreiben rege am Infostand

Freilassing - Die Unterschriftenaktion "Kein Baumarkt im Süden von Freilassing" ist angelaufen. Die Baumarkt-Gegner haben auf dem Wochenmarkt für ihre Sache geworben.

Das Aktionsbündnis gegen die weitere Ansiedlung eines Baumarktes hat bereits an diesem Wochenende begonnen Unterschriften für die Einreichung eines Bürgerbegehrens zu sammeln. Viele Freilassinger Bürger haben dabei am Wochenmarkt die Gelegenheit ergriffen sich in die Listen einzutragen.

Wie der Sprecher des Aktionsbündnisses, Wolfgang Hartmann mitteilt, will man die nötigen 1100 Unterschriften möglichst schnell erreichen, um die Listen der Stadt Freilassing zur Prüfung vorlegen zu können. Eintragen können sich nur Freilassinger Bürger die in der Stadt wahlberechtigt sind. Listen liegen auch in vielen Freilassinger Geschäften auf.

Mit dem angestrebten Bürgerentscheid will man einer weiteren Schwächung des Handels in der Innenstadt entgegenwirken. Gefährdet durch die Ansiedlung eines weiteren Baumarktes wären auch Gärtnereien, Handwerker und bestehende, alteingesessene Baustoffmärkte. Der Bund Naturschutz i.B.e.V. als Unterstützer des Aktionsbündnisses wendet sich insbesondere gegen den weiteren Bau von großen Einzelhandelsprojekten auf der „grünen Wiese“ und die Umwandlung von Gewerbeflächen in Flächen für den Einzelhandel.

Das sind die Argumente der Baumarkt-Gegner 

1. Es gibt keinen Bedarf für einen weiteren Baumarkt in der Region.

2. Das Gewerbegebiet Süd wurde als Gewerbe- und Industriefläche über einen Bürgerentscheid ausgewiesen.

3. Die enorme Zunahme des Verkehrs an der Reichenhaller-, Salz-, Haller-und Westend-Straße wirkt sich weiter negativ auf die Lebensqualität der Anwohner aus.

4. Die Verdrängung und Aufsaugung von ansässigen Kleinbetrieben wie Gärtnereien, Elektofachgeschäften, Handwerkern und Baustoffmärkten gilt als logische Folge einer erneuten Erweiterung des Angebotes im Süden.

5. Die Freilassinger Innenstadt wird weiter in ihrer Funktion als Handelszentrum geschwächt.

6. Ein Mehr an Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist nicht zu erwarten, da mittelfristig die gleiche Anzahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen im Stadtgebiet durch Verdrängung verschwinden werden.

7. Die Stadtverwaltung und die derzeitige Mehrheit des Stadtrates setzen sich über Art. 153 der bayerischen Verfassung hinweg, der eindeutig den Auftrag gibt, Klein- und mittelständische Betriebe zu schützen und zu fördern.

Bund Naturschutz Freilassing

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