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Autoverkauf nimmt in Freilassing wieder Fahrt auf 

Seit März läuft der Verkauf wieder - „Im Lockdown denkt keiner an einen neuen Wagen“

Autoverkauf in Corona-Zeiten war durchwachsen, jetzt blickt Sabrina Staller vom gleichnamigen Autohaus in Freilassing aber positiv in die Zukunft.
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Autoverkauf in Corona-Zeiten war durchwachsen, jetzt blickt Sabrina Staller vom gleichnamigen Autohaus in Freilassing aber positiv in die Zukunft.

Sechs Autohäuser gibt es in Freilassing, von VW bis BMW, von Opel bis Mazda. BGLand24.de hat beim Autohaus Staller nachgefragt, wie denn der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen in Pandemiezeiten läuft und wie sehr auch eine Servicewerkstatt von Österreichern abhängig ist. Und, raten Sie mal, in welches Land die meisten gebrauchten ALFA verkauft werden?

Freilassing - Der 450 m² große Schauraum in der Mühlbachstraße ist voll mit Modellen der Hersteller Fiat und Alfa, „seit 1972 sind wir Alfa-Händler und mittlerweile der dienstälteste Alfa-Händler in ganz Deutschland“, so Sabrina Staller vom gleichnamigen Autohaus nicht ohne Stolz, die Fiat-Vertretung kam dann 1993 dazu. Kunden aus Salzburg und dem benachbarten Oberösterreich kennen vor allem die Werkstatt, „in Deutschland sind sowohl die Arbeitsstunden, als auch die Ersatzteile einfach günstiger und damit jede Reparatur oder Serviceleistung“. Neben Fiat- und Alfa-Kunden kommen auch Jeep-Fahrer aus Österreicher nach Freilassing, „auch kleine Werkstätten aus Österreich holen sich Ersatzteile bei uns“. 

Verkauf in Corona-Zeiten

Der Neuwagenverkauf war seit März 2020, also dem Beginn der Pandemie, durchaus Schwankungen unterworfen. „In den ersten Wochen war ja alles geschlossen, Kunden durften sich die Autos nur am Hof anschauen, Beratungen oder Verkaufsgespräche gab es nur am Telefon“, erinnert sich Sabrina Staller. Gemeinsame Probefahrten mit dem Kunden waren natürlich auch nicht erlaubt, „die Übergabe von Neuwagen war auch ohne das übliche Prozedere, wir haben einfach die Schlüssel und die Unterlagen in das Auto vor der Tür gelegt“. Für neue Kunden, die auch eine Auto-Erklärung brauchten, wurden die Termine in den Mai 2020 verschoben. Über die sich ständig ändernden Anti-Corona-Maßnahmen fühlte sich Staller durch die IHK stets bestens informiert. 

Während man in vielen Branchen über längere Lieferzeiten wegen Corona bedingten Produktionsausfällen klagte, änderte sich die Lieferzeit bei Alfa und Fiat nicht und blieb bei drei Monaten, Preiserhöhungen hätte es aber gegeben. Schuld sei der Preisanstieg bei Stahl gewesen. Während deutsche Automarken auf der ganzen Welt gebaut oder in Deutschland zum Teil nur zusammengeschraubt werden, kommen Alfa-Modelle tatsächlich noch aus italienischen Fabriken, zum Beispiel Turin, Fiat werden dagegen auch in anderen europäischen Ländern produziert, der legendäre Cinquecento – 500 – zum Beispiel in Polen. 

„Im Lockdown denkt keiner an einen Neuwagenkauf“

Ab Mai 2020, nach dem Ende der 1. Welle, sei das Geschäft dann wieder deutlich angesprungen, „die Monate März bis Juni sind traditionell gute Verkaufsmonate“. Es folgten aber Rückschläge, bei einer Zahl von 252 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zog der Freistaat für den Landkreis am 19. Oktober 2020 die Notbremse und verhängte einen strengen Lockdown, die Anstecklungszahlen stiegen trotzdem weiter bis knapp über 300. Dieser spezielle BGL-Lockdown ging dann am 2. November in den bundesweiten Lockdown über. An einen Neuwagenkauf dachten in dieser Situation naturgemäß nur wenige, „die Leute waren genervt, jede Woche gab’s andere Regeln, es war auch für unser Haus keine gute Zeit“, so Staller.

Seit März dieses Jahres geht es aber wieder bergauf, auch wenn die von der Zahl der Neuinfektionen abhängigen Öffnungsschritte sich oft wochenweise änderten und oft schwer nachvollziehbar waren, „Lebensmittelgeschäfte und Warenhäuser waren immer offen, bei uns durfte nicht einmal ein einziger Kunde in den 450 m² großen Schauraum“. Während ein Teil der potenziellen Kunden mit dem Geld ausgeben also wartete, stieg zumindest in einem Segment die Nachfrage, „bei den hochpreisigen Modellen lief der Verkauf interessanterweise besser“. 

Gebrauchte Alfa nach Italien

Der Gebrauchtwagenverkauf war in den zahlreichen Lockdowns auch nicht berauschend, viele Altfahrzeuge werden ins Ausland verkauft, zum Beispiel nach Holland, aber auch nach Italien. Gebrauchte Alfa und Fiat werden tatsächlich nach Italien verkauft? „Ja, weil unsere Gebrauchten in sehr gutem Zustand sind, schauen sie sich mal Autos in Italien an, da passt ja keiner so auf wie bei uns“, lacht Staller. Auch der Verkauf von Gebrauchten über Online-Plattformen nimmt wieder Fahrt auf, „wir haben erst kürzlich einen Wagen nach Bozen verkauft“. 

Werkstatt holt Wagen zum Service in Salzburg ab 

Der Werkstattbereich hat die Corona-Folgen nicht so stark zu spüren bekommen, Servicetermine nehmen auf Viren keine Rücksicht, „wir durften halt keinen Warteraum anbieten, sondern alle musste vor der Türe warten“, sagt Staller. Ansteckungen im Unternehmen hätte es keine gegeben, „wir haben alle Mitarbeiter gebeten einfach aufzupassen, denn wenn einer infiziert ist dann ist gleich die ganze Firma zu“. Auch jetzt seien die Mitarbeiter vorbildlich und würden sich zweimal die Woche testen lassen, „der Mitarbeiter, der in Österreich Wagen für den Service abholt, muss ohnehin auch jede Woche zum Test, damit er über die Grenze darf“. 

Mittlerweile habe sich der Arbeitsalltag in Pandemiezeiten eingependelt, also Termin im Haus mit Negativtest, „wenn Kunden spontan vor der Türe stehen gibt es nur manchmal noch eine kurze Diskussion“. Insgesamt geht die Tendenz aber wieder nach oben, „es zieht jetzt wieder an“. Indirekt profitiert das Autohaus Staller auch vom starken Trend in Richtung Wohnmobile, „wir verkaufen zwar keine aber im Service merken wir einen starken Anstieg, das boomt tatsächlich, sei es beim Service oder weil sich die Kunden etwas einbauen lassen wollen“.

hud

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