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„Social Media“ wirklich „social“

Warm-Up-Train in Freilassing für Kriegs-Flüchtlinge: Hilfsbereitschaft ist riesig

Rund zehn freiwillige Helfer betreuen den Zug und die Flüchtlinge
rund um die Uhr.
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Rund zehn freiwillige Helfer betreuen den Zug und die Flüchtlinge rund um die Uhr.

Bereits seit einer Woche betreuen freiwillige Helfer und BRB-Mitarbeiter in ihrer Freizeit am Bahnhof Flüchtlinge aus der Ukraine, die zuvor von der Bundespolizei aus den Zügen geholt wurden und erst nach einer Registrierung weiterreisen dürfen. Wasser, Kaffee, Tee und Gebäck sind ausschließlich von Spendern finanziert.

Freilassing - „Auf Facebook schreiben mich so viele an die helfen und spenden möchten, heute wollte mir einer 100 Euro überweisen“, erzählt Siegfried Boese, “ich habe dann Wasser, Tee und Kaffee für 100 Euro eingekauft, schicke dem Spender die Rechnung und dann kann er das Geld gerne überweisen“.

Am Donnerstagabend gegen 20 Uhr haben die Helfer eine kurze Pause, der „Waiting Room“-Zug steht nun auf Gleis 1, zu diesem Zeitpunkt waren alle Flüchtlinge aus der Ukraine bereits weitergefahren, ein Railjet am Gleis 3 fährt langsam durch und wird nicht gestoppt, „vielleicht wird er erst in Rosenheim kontrolliert“, so einer der Helfer.

Im warmen, sauberen Flirt-Triebwagen wirkt alles sehr aufgeräumt und organisiert, auch im Zug hat die Bundespolizei mit Absperrbändern ihre Spuren hinterlassen, bereits kontrollierte Flüchtlinge warten in anderen Abteilen als Schutzsuchende, die noch auf die Kontrolle warten müssen, mit den Absperrbändern sind die Abteile getrennt.

„Seit einigen Tagen bekommen wir von der Bäckerei Noppinger in Weildorf am Abend alles, was an Brot, Semmeln und Mehlspeisen übrig geblieben ist“, vier volle Kartons warten auf die nächsten Schutzsuchenden, die nach der Registrierung durch die Bundespolizei im Warm-Up-Zug auf die Weiterfahrt warten müssen. Die Helfer kaufen nur das was die Flüchtlinge wirklich brauchen, absichtlich würden sie auch keine Bekleidung und ähnliches nehmen, das würden die Flüchtlinge während der Reise nicht brauchen, Kinder hätten großteils auch ihr Lieblings-Kuscheltier dabei.

Hans Breez bereits die vierte Nacht in Folge im Einsatz

Hans Breez aus Traunstein ist schon die vierte Nacht im Waiting-Room-Zug im Einsatz, er hat von der Aktion in Traunsteiner erfahren. Er will nun auch ein WLAN-Netz im Wartezug aufbauen, denn viele Flüchtlinge können mit ihrer ukrainischen SIM-Karte nicht mehr telefonieren, im Triebwagen und am Bahnhof Freilassing selbst gibt es im Gegensatz zu österreichischen Zügen und zum Hauptbahnhof Salzburg kein öffentliches WiFi.

Der Triebwagen wird von der BRB seit einer Woche zur Verfügung gestellt. An die Fluchtbewegung im Herbst 2015 erinnern nur wieder die Absperrbänder der Bundespolizei und einige Kisten mit Obst und Keksen, die Freilassinger zum Bahnhof bringen und an der Außenmauer der Bundespolizei-Dienststelle abstellen.

hud

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