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Eröffnung im Mai

Von der Grundschule zum Kindergarten in Freilassing – „Sanierung von alten Häusern kostet halt was“

Die alten Zwischendecken im Kindergarten
wurden durch Ziegeleinhängedecken ersetzt.
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Die alten Zwischendecken im Kindergarten wurden durch Ziegeleinhängedecken ersetzt.

In der „heißen Phase“ befindet sich derzeit der Umbau der ehemaligen Grundschule in der Laufenerstraße in einen Kindergarten. Schon Anfang April sollen die Möbel kommen, noch im Mai könnten die Kinder einziehen.

Freilassing - Stark steigende Baupreise machen sich allerdings auch beim Umbau des Kindergartens bemerkbar, statt ursprünglich 2,3 Millionen Euro sollen die Arbeiten am Ende 2,6 Millionen kosten. Schuld sind aber auch zum Teil bereits schadhafte Trägerdecken, die erst beim Umbau entdeckt wurden. 

Die groben Umbauarbeiten sind abgeschlossen, ebenso die Rohinstallationen im Bereich Elektro, Heizung, Sanitär und Lüftung. Der zuständige Architekt aus Freilassing stellte in der jüngsten Stadtratssitzung den Baufortschritt mit zahlreichen Bildern vor. Das Gebäude besteht aus insgesamt drei Teilen, die ältesten wohl von 1865, 2005 sei dann der Mittelbau dazugekommen. Nach dem Auszug der Grundschulklassen hat die Stadt beschlossen, die frei werdenden Räume für einen Kindergarten zu nutzen, der von der evangelischen Kirche betrieben werden soll. 

Ziegeleinhängedecken

„Wir haben die früheren Klassen und das Haus entkernt und hatten dann ohne die Zwischendecke zum Teil kathedralähnliche Zustände“. Jetzt gibt es drei Gruppenräume für jeweils 25 Kinder mit jeweils einer Einbauküche. Statt der früheren Fenster gibt es jetzt zum Teil vorgeschriebene Fluchttüren und Fluchttreppen. „Auch die alte, schöne Holztreppe musste dem Brandschutz weichen“.

Beim Umbau wurde auch deutlich, dass die alten Decken dringend erneuert werden mussten, „wir haben hier bereits schadhafte Teile ausgebaut und durch so genannten Ziegeleinhängedecken  ersetzt. Sie werden in der Altbausanierung gerne verwendet weil sie preisgünstiger sind und leichter sind. Sie bestehen aus den Deckenträgern, den Einhängeziegeln und dem Vergussbeton. Eingebaut wurde erstmals auch ein Aufzug für Kinder mit Handicap.  Auch im Garten soll es den Kindern an nichts fehlen, neben einem Spielgeräteturm und einem Matschplatz ist auch ein Spielschiff geplant. 

Im Mai soll der neue Kindergarten in der ehemaligen Grundschule in der Laufenerstraße in Betrieb gehen.

„Wir haben uns um Baukultur bemüht“, Hiebl

Bürgermeister Markus Hiebl erinnerte daran, dass 2005 der Altbau nicht saniert sondern eher instandgehalten wurde, „damals wurde eben keine Kernsanierung gemacht, auch die alte Heizung hat man belassen“. Damit sei jetzt eine Generalsanierung notwendig gewesen. „Wir reden immer davon dass wir Baukultur erhalten wollen, jetzt haben wir uns wirklich darum bemüht, auch wenn das Haus nicht unter Denkmalschutz steht“, aber das Sanieren von alten Gebäuden „kostet halt was“. 

Die Kindergärtnerinnen haben das Haus und die Räume bereits besichtigten dürfen, kommende Woche wollen auch die Eltern die künftigen Gruppenräume ihrer Kinder sehen. 

hud

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