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Über 2.000 Bodenproben gesammelt

Bodenerkundungen zwischen Tüßling und Freilassing abgeschlossen

Blick von oben: Baugrunduntersuchung Tüßling-Freilassing.
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Blick von oben: Baugrunduntersuchung Tüßling-Freilassing.

Nach einem Jahr umfassender Baugrunderkundungen und über 2.000 Bodenproben zwischen Tüßling und Freilassing, hat die DB einen weiteren Grundstein für die Planungen der ABS 38 gelegt. Anhand eines fünfminütigen Film veranschaulicht sie, warum die Kenntnisse des Untergrunds essenziell für den Ausbau einer starken Schiene sind.

Tüßling/Freilassing - Über 2000 Bodenproben hat die Deutsche Bahn aus einer Tiefe von bis zu 30 Metern an dem etwa 60 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Tüßling und Freilassing im vergangenen Jahr entnommen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse liefern beispielweise wichtige Informationen über die Beschaffenheit und die Tragfähigkeit des Bodens. Anhand dieser entscheiden die Planer der Ausbaustrecke, wie die Gleise, Brücken, Schallschutzwände oder Oberleitungsanlagen stabil zu bauen sind. Das ist angesichts des vielfältigen Untergrunds im Alpenvorraum eine Herausforderung.

„Schließlich ist es unsere Aufgabe, dass Menschen und Güter zwischen der Metropolregion München und dem Nachbarland Österreich künftig sicher an ihr Ziel kommen können“, erklärt Klaus-Peter Zellmer, Gesamtprojektleiter für die ABS 38.

Ein neuer Film auf der Projektwebsite www.abs38.de zeigt, welche Bohrungsverfahren innerhalb und außerhalb des Gleisbetts zum Einsatz kamen, um die Bodenproben zutage zu fördern. Auch wie externe Gutachter diese anschließend untersuchen und welche Erkenntnisse sie aus den Proben gewinnen können, erklärt das Video. „Damit möchten wir den Menschen in der Region veranschaulichen, warum die umfassenden Untersuchungen über ein Jahr dauern und welche Ergebnisse in Form von Gutachten im kommenden Herbst vorliegen“, ergänzt Zellmer.

Anhand des Gutachtens können die Planer die Baumaßnahmen während der Entwurfsplanung für den Ausbau der Strecke von Tüßling bis Freilassing konkreter ausarbeiten. Dazu überprüfen sie die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahn-Bundesamt, nachdem externe Gutachter die Bodenproben im Labor analysiert haben. Um Grund- und Regenwasser an der Bahnstrecke mithilfe von Durchlässen richtig abfließen und versickern zu lassen, werden externe Gutachter den Baugrund als nächstes hydrogeologisch untersuchen.

Zudem sind nach der Unterzeichnung des Planungsvertrags mit dem Freistaat Bayern für die neuen Haltepunkte in Saaldorf-Surheim und Freilassing-Nord weitere Baugrunduntersuchungen möglich. Auch zwischen Tüßling und Burghausen, dem vierten Streckenabschnitt der ABS 38, lässt die DB derzeit Bodenerkundungen durchführen. An den westlichen Streckenabschnitten der insgesamt ca. 145 Kilometer langen Ausbaustrecke von München nach Freilassing und Burghausen fanden bereits Bohrungen statt.

Der Film ist bei YouTube (www.youtube.com/watch?v=2aN356sCMAY) sowie in der Mediathek der Projekt-Website (www.abs38.de/mediathek.html) verfügbar.

Die Ausbaustrecke 38 – Für Südostbayern. Für das Klima. Für die Menschen.

Mit ihren knapp 145 Kilometern verbindet die Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing und Burghausen Menschen in der Region Südostbayern mit dem Großraum sowie dem Flughafen Münchens. Der zweigleisige Ausbau in weiten Teilen und die durchgehende Elektrifizierung lässt eine Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf bis zu 200 Kilometer pro Stunde zu.

Dies ermöglicht Unternehmen im „Bayerischen Chemiedreieck“ einen schnellen und sicheren Transport ihrer Erzeugnisse. Als Teil des transeuropäischen Eisenbahnnetzes wird der internationale Fern- und Güterverkehr zudem schneller von Paris nach Budapest verkehren können. Nicht zuletzt verringert mehr Verkehr auf der Schiene statt auf der Straße und der Einsatz von Elektro- anstelle von Dieselloks den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase.

Pressemitteilung Deutsche Bahn AG

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