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Freilassing auch gegen Windräder und Wohnbau auf Salzburger Seite

Freilassing als Schlafstadt von Salzburg? „Die Salzburger tun eh was sie wollen“

Sonnenfeld Freilassing Wohnblock
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In acht unterschiedliche großen Wohnblocks am Sonnenfeld entstehen derzeit rund 200 Wohnungen, die im Frühjahr 2022 bezogen werden sollen. Das 85-Millionen Euro-Projekt hat Max Aicher realisiert.

Freilassing – Die „Liebe“ zur Nachbarstadt Salzburg zeigte sich in der jüngsten Stadtratssitzung wieder einmal mehr als deutlich.

Beim Landesentwicklungsplan Salzburg darf auch Freilassing als Nachbargemeinde eine Stellungnahme abgeben, diese Möglichkeit nutzen manche Stadträte reichlich, auch wenn der Tenor am Ende war: „Die (die Salzburger. Anm.) tun eh was sie wollen“. Vor allem bei der grenzüberschreitenden Raumplanung befürchtet Freilassing Schlafstadt Salzburgs zu werden, was sie  nach Ansicht von Bettina Oestreich von den Freien Wählern ohnehin schon ist. Aber auch wenn Salzburg in Salzburg selbst Wohnraum schaffen will stößt das auf Kritik in Freilassing. 

Oestreich merkte grundsächlich an, dass in der Stellungnahme der Stadt fehlt, „dass die bayerischen Gemeinden grundsätzlich aktiv in die Salzburger Landesentwicklung eingebunden werden sollen“, um gleich zu ergänzen, „sie (die Salzburger. Anm.) machen’s eh nicht“. Für Oestreich ist Freilassing jetzt schon eine „Schlafstadt für Salzburger“. Das Preisniveau hätte darunter gelitten, und überhaupt „die Leute, die in Freilassing wohnen sollen auch das Geld da lassen und nicht nur hier schlafen“. 

Laut Sozialraumanalyse des Landkreises vom Juli 2020 leben in Freilassing 14 Prozent Österreicher, das sind bei 17.600 Einwohnern also rund 2500. Diese lassen dann aber nicht nur „Geld da“ in Form von Mietzahlungen, sie sind in Deutschland auch Steuerpflichtig. 

Flugrouten bleiben für immer?

Aber auch dass das Land Salzburg in Salzburg selbst neue Flächen für den Wohnbau bereitstellen will missfällt der FW-Stadträtin, denn „wenn zum Beispiel in Bergheim neue Wohngebiete ausgewiesen werden dann sind aus österreichischer Sicht plötzlich keine Änderungen der Flugrouten mehr möglich“, daher wurde in die Stellungnahme der Stadt noch der Satz eingebaut: „Bauliche Entwicklungen in Österreich dürfen zukünftige Flugrouten nicht behindern.“

Aber wie von den Stadträten vermutet wird das in Salzburg ohnehin niemanden interessieren. Eine deutsch-österreichische Kommission zum Thema Fluglärm hatte bekanntlich vorgeschlagen, neue Konzepte für die Pistennutzung und neue Flugrouten zu erproben, dies ist durch die Corona-Krise und den weitgehenden Zusammenbruch des regelmäßigen Flugverkehrs auf Eis gelegt. „Wir sind den Österreichern eh schon ausgeliefert“, so Oestreich, die Mitglied in der deutschen Fluglärmkommission ist, aber bei neuen Wohnbauflächen unter möglichen Alternativ-Flugrouten „sind wir ihnen restlos ausgeliefert“.

Windräder stören Flugverkehr?

Dass ein Grüner gegen grüne Projekte wie Windkraft ist erlebt man auch nur im Stadtrat Freilassing, aber auch hier spielte der Flugverkehr über der Stadt eine Rolle. Das Land Salzburg hat zwar noch kein einziges Windrad, aber der Landesentwicklungsplan sieht offensichtlich einen Windpark bei Bergheim vor, und ähnlich wie Oestreich beim Wohnbau befürchtet Wolfgang Hartmann nun, dass durch mögliche Windräder in Bergheim ebenfalls die Flugrouten bleiben wie sie sind, also hauptsächlich über Freilassing. 

hud

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