Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eltern müssen wegen Corona leider draußen bleiben

„Spaß haben und Freunde finden“: 160 ABC-Schützen freuen sich auf den Schulstart in Freilassing

Dimitru Simou freut sich auf seinen ersten Schultag.
+
Dimitru Simou freut sich auf seinen ersten Schultag.
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
    schließen

„Ich weiß nicht wer mehr aufgeregt ist, mein Sohn oder ich“, so Christina Simou, Mutter des 6-jährigen Dimitru, der schon beim Warten seinen Freund aus dem Kindergarten entdeckt hat und die Zeit bis zum Schulstart gleich zum Spielen im Park vor der Grundschule nutzt. Und, was erwartet er sich von der Schule? „Spaß haben und Freunde finden“, so der quirlige ABC-Schütze, „rechnen kann ich schon besser als schreiben“, erzählt er stolz, und lesen muss ich auch noch lernen“.

Genau 160 Kinder sind am Dienstagmorgen mit ihren Eltern zum Schulstart angetreten, auch im zweiten Corona-Schuljahr wieder mit zahlreichen Einschränkungen. Die Anmeldung erfolgte auf einer Schulbank in Pausenhöfen, dort mussten die Eltern die Schuleinschreibung und einen aktuellen Corona-Test vorweisen, „wenn der heute nicht da ist, machen wir den Test mit den Kindern gleich in der Klasse“, so die Klassenleherin der 1e, Ulrike Baethe. Sie begrüßt auf dem Vorplatz der Schule ihre künftigen Schützlinge, die sie zum Teil schon kennt.

Unter ihnen ist auch Mahdi, seine afghanische Mutter und Schwester begleiten ihn am ersten Schultag. Mahdi, in Freilassing geboren, will auch neue Freunde kennenlernen. In der großen Schultasche herrscht noch Leere, aber das wird sich bald ändern, verspricht ihm die große Schwester. Auch Abulfazl ist bereit für die Schule, geboren ist er noch im Iran, „aber aufgewachsen schon hier in Freilassing“, erzählt die afghanische Mutter, der Vater ist nicht dabei, er arbeitet bei der Stadt.

Lea hat sich ihr hübsches Dirndl für den ersten Schultag angezogen, ihre Eltern finden es schade, „dass wir unsere Tochter nicht in die Klasse begleiten dürfen, es ist ja doch ein sehr wichtiger Tag im Leben und da möchte man halt so lange wie möglich dabei sein“, sagt Daniela Weigand. Lea merkt den Unterschied zu früher naturgemäß nicht, auch im Kindergarten mussten die Eltern sie an der Türe übergeben.

Die Eltern von Lea fanden es schade, dass sie nicht mit in die Klasse durften, „aber das war im Kindergarten auch schon so“, erklärte die Mutter.

„Schule ist kein Drive In“

Vor der persönlichen Begrüßung der Eltern im Georg-Wrede-Park vor Schule schallte die Stimme des neuen Rektors Johannes Zeitel aus den Lautsprechern im und vor dem Schulhaus. „Super dass ihr alle da seid, gleich werden wir richtig Schule machen“, doch Kinder und Eltern waren noch mit der Anmeldung und dem Vorzeigen von Corona-Tests beschäftigt. Eltern und zum Teil auch die Kinder trugen im Freien eine Maske. Freilassings Polizei-Chef Gerhard Huber nutzte den Schulstart um an die Eltern zu appellieren, „bitte fahren sie ihre Kinder nicht bis vor die Schule, die Schule ist kein Drive In“.

Premiere für den Rektor

Dass der neue Schulleiter schon ausreichend Erfahrung beim Begrüßen von Eltern gesammelt hat, merkte man bei seiner Rede auf einem Podest im Park. Mit ruhiger, aber präsenter Stimme erklärte er den Eltern, dass ihre Kinder ab morgen drei Mal in der Woche auf Corona getestet werden, „ab 22. September dann mit einem noch einfacheren Lolly-Test, der wird den Kindern noch mehr Spaß machen als in der Nase zu bohren“, ist sich Zeitel sicher. In der Folge erinnerte er die Eltern an ihre eigene Schulzeit und deren hoffentlich sehr positiven Erfahrungen mit den Lehrern, „wir werden in den nächsten Jahren hier das Leben ihrer Kinder gestalten und versuchen eine Wohlfühl-Oase zu schaffen“. Den Auftrag, die Freude am Lernen zu wecken, würden er und alle Lehrer und Lehrerinnen sehr ernst nehmen.

hud

Kommentare