Bade-Saison: Heftige Diskussionen in Freilassing

Corona-Krise: Sommer im Badylon statt im Freibad?

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Bayern - Während in Österreich Freibäder am 29. Mai mit den bekannten Regeln wie Ein-Meter- Abstand aufsperren dürfen liegen Bayerns Schwimmbecken nach wie vor im Trockenen.

Freilassings Not-Stadtrat hat daher bereits am 23. April 2020 entschieden, das Freibad in Brodhausen in diesem Sommer überhaupt nicht zu öffnen. Jetzt deutet der neue Bürgermeister Markus Hiebl eine Alternative für den Fall an, dass Bäder in Bayern wieder öffnen dürfen, statt dem Freibad könnte dann das neue Badylon genutzt werden. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung am 25. Mai darüber entscheiden. 


Not-Stadtrat beschloss "Aus" für Badesaison

Wie berichtet, hatte der Not-Stadtrat bereits Ende April beschlossen, die Freibade-Saison gänzlich ausfallen zu lassen, die erwarteten Sicherheitsabstände bei einer möglichen Öffnung könnten zwar auf den Liegewiesen eingehalten werden, aber wahrscheinlich nicht in Umkleidebereichen oder an den Duschen. Nach einer Berechnung des Bayerischen Bäderverbandes dürften in das Freibad Freilassing nach derzeitigen Regeln für Einkaufszentren rund 400 Personen, „was machen wir dann mit den Hunderten anderen, die Kopf an Kopf an der Kasse auf den Einlass warten“, gab ein Sprecher der Stadt damals zu Bedenken.

Heftige Diskussion in Freilassing

Die Entscheidung des Not-Stadtrates hat in der Stadt zu einer heftigen Diskussion geführt nach dem Motto, die Stadt hätte die Freibad-Saison zu früh aufgegeben. Nun deutet der neue Bürgermeister ein Umdenken an. Auch wenn es von der Bayerischen Staatsregierung nach wie vor keinen Fahrplan für das Öffnen von Bädern gibt will Hiebl von der Verwaltung ein Konzept ausarbeiten lassen mit möglichen Szenarien. „Wir gehen jetzt im Konzept einmal von den schärfsten Regelungen aus und werden dann den Stadtrat entscheiden lassen, ob er sich ein Aufsperren des Freibades unter den zu erwartenden, strengen Auflagen vorstellen kann“, so Hiebl am Montag am Rande der konstituierenden Stadtratssitzung gegenüber BGLand24. „Das Aufsperren unter strengen Auflagen hat ja wirtschaftliche Konsequenzen“. Das Konzept sieht auch eine Alternative vor, also dass bei grünem Licht der Staatsregierung nur das Badylon statt dem Freibad öffnet, „wir werden die Kosten im Konzept gegenüberstellen und damit auch zeigen, was das am Ende an Steuergeld kostet“, so Hiebl. Der Stadtrat werde dann entscheiden, welche Einrichtung „Vorrang“ beim Öffnen hat.

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