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Jetzt kommt die Unterstützung aus der Politik

Trotz Absage: Aicher will Austria-Stadion samt 400 Wohnungen in Salzburg bauen

Max Aicher Fußballstadion Salzburg
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Direkt neben der Autobahn will Max Aicher das neue Stadion für 5000 Zuschauer bauen, damit verknüpft allerdings auch Wohnblocks für über 400 Wohnungen zur Refinanzierung. 

Bauunternehmer Max Aicher gibt nicht auf, auch nachdem Salzburgers Bürgermeister dem „geschenkten Stadion“ bereits eine Abfuhr erteilte hatte. Diese Woche hat Aicher erneut seine Pläne für ein „Stadion für den Sport in Salzburg“ präsentiert, gekoppelt allerdings an bis zu 14 Stockwerk hohe Wohntürme mit bis zu 428 Wohnungen auf dem Gelände zwischen dem Parkhaus am Messegelände und der Westautobahn.

Freilassing/Salzburg - „Das ist nicht im Interesse der Stadt“ meint dazu einmal mehr Salzburgs Bürgermeister Harry Preuner, die Fläche sei als Grünland ausgewiesen. Unterstützung bekommt Aicher jetzt allerdings von den liberalen NEOS in der Stadt, sie wünschen sich eine grundlegende Diskussion. 

Max Aicher will bauen: Neues Fußballstadion für Salzburg

Wie berichtet, muss der Fußballverein Austria Salzburg in drei Jahren sein jetziges Stadion in der Karolingerstraße räumen, Hauptsponsor Max Aicher will dem Klub ein neues Stadion spendieren, also eigentlich will er es der Stadt für alle Vereine schenken, als „Gegengeschäft“ möchte er auf dem Gelände Wohnblocks mit über 400 Wohnungen bauen und vermarkten. Genau das gefällt dem Bürgermeister nicht, „von einem Geschenk kann nicht die Rede sein sondern von einem Angebot Aichers zu seinem Vorteil“, so ein Sprecher des Bürgermeisters, der auch nach einer neuerlichen, öffentlichen Präsentation diese Woche bei seiner Entscheidung bleibt. 

Direkt neben der Autobahn will Max Aicher das neue Stadion für 5000 Zuschauer bauen, damit verknüpft allerdings auch Wohnblocks für über 400 Wohnungen zur Refinanzierung. 

Projekt eine Träumerei?

Das ruft nun den ehemaligen Kurzzeit-Baustadtrat der NEOS, Lukas Rößlhuber auf den Plan, er wirft Preuner ein Denkverbot über die Pläne vor, „einfach so, aus welchen Gründen?“. Die der FDP-ähnlichen NEOS wollen nun einen Antrag in den Gemeinderat einbringen damit das Aicher-Projekt zumindest geprüft werden kann. „Es ist unverständlich, dass man das Angebot nicht einmal genauer untersucht“, so Rößlhuber, denn auch andere Vereine würden dringend eine Spielstätte suchen. „Ob es wirklich ein Stadion für 5000 Besucher sein muss sei dahingestellt, aber es ist traurig, dass die Stadt ihre Hausaufgaben nicht macht und hier Private tätig werden müssen“.

Das Geschenk aus Freilassing wollen die NEOS als Ansporn sehen, um eine Diskussion über derartige Modelle zu starten, „auch wenn der Vorschlag von Herrn Aicher nicht nur positive Aspekte beinhaltet“. Wie sich in anderen Städten zeige, ließen sich private Investitionen mit Mehrwert für die Bevölkerung und Öffentlichkeit verbinden. Die NEOS, mit derzeit zwei von 40 Gemeinderäten in der Stadtpolitik vertreten, interessieren sich nach eigener Aussage vor allem für die geförderten Wohnungen, „wenn der Eigentümer die Fläche schon verschenken soll. Dass solche Projekte grundsätzlich als Träumerei abgetan werden, während die Stadt dringend mehr Wohnraum braucht, ist mehr als unverantwortlich“. 

hud

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