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Gastro-Stimmen aus Freilassing und Bad Reichenhall

Public-Viewing im BGL? „Viele Gäste sagen schon, sie wollen die WM boykottieren...“

Das Gasthaus „Wieninger Bräu“ in Freilassing
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Das Gasthaus „Wieninger Bräu“ in Freilassing. „Viele Gäste sagen schon, sie wollen die WM boykottieren“, so Wirt Daniel Pichler. Für ihn hat die Fußball-Übertragung heuer nicht oberste Priorität.

Eine Fußball-WM im November und Dezember und dann auch noch im umstrittenen Katar - passt das mit Public-Viewing zusammen? Wir haben uns bei „Bonami“ und „Wieninger Bräu“ in Freilassing und „Tucha“ in Bad Reichenhall umgehört, wie sie es heuer halten.

Freilassing/Bad Reichenhall - Schon am Sonntag (20. November) beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Während sonst so wenige Tage vor dem wichtigsten Fußball-Tournier längst Euphorie herrscht, ist es heuer anders: Negativschlagzeilen über das Gastgeberland und die FIFA bestimmen das Bild, viele Fans denken über einen „Boykott“ der Weltmeisterschaft nach. Und wie halten es die Gastronomen im Berchtesgadener Land? Wir haben bei „Bonami“ und „Wieninger Bräu“ in Freilassing sowie bei „Tucha“ in Bad Reichenhall nachgefragt - auch dort ist von WM-Euphorie wenig zu spüren.

Wieninger Bräu Freilassing: Fußball nur, wenn es Nachfrage gibt

„In den letzten Jahren war es bei uns zur WM immer bummvoll“, erinnert sich Daniel Pichler im Gespräch mit BGLand24.de zurück. Sechs große Fernseher hatte man im Gastgarten des Wieninger Bräu in Freilassing dann immer aufgebaut. Heuer wird es anders laufen, Fußball werde nur „tagesabhängig“ laufen, so Pichler. Heißt konkret: Nur wenn die Nachfrage der Gäste groß genug ist und sind Weihnachtsfeiern, bleibt der Fernseher sowieso aus.

Hausintern habe man auch grundsätzlich diskutiert, wie man heuer zum umstrittenen Katar-WM steht. „Mir persönlich ist das eigentlich wurst“, sagt Pichler offen. Wenn es übertragen wird, warum solle er dann aus Prinzip die Geräte schwarz lassen? „Viele der Gäste sagen aber, sie boykottieren die Weltmeisterschaft heuer und schauen‘s nicht“, berichtet er - und vermutet gleichzeitig, dass die Leute dann doch wieder den Fernseher einschalten werden. Fest steht für Daniel Pichler aber: „Für eine Fußball-WM ist das schon eine g‘schissene Jahreszeit.“

Tucha Bad Reichenhall: Nur noch die Spiele der Deutschen

Alle WM-Spiele in der Cocktailbar und zumindest alle Deutschlandspiele im Restaurant - das galt bei der WM 2018 noch im Tucha in Bad Reichenhall. Dieses mal hat man das Fußballprogramm eingedampft. Zwar sind laut Restaurantleiter Stefan Wolgast drei große Fernseher und eine Leinwand in der Bar aufgebaut, übertragen werden aber nur die Partien der deutschen Nationalmannschaft.

Auch beim Tucha habe man gesprochen, wie man mit der WM in Katar umgehen soll. „Ich hätte ja auch ganz auf Fußball bei uns verzichten können“, gibt Wolgast zu, „aber einige Stammgäste und die Geschäftsführer wollten‘s schon.“ Inzwischen ganz von Fußballübertragungen entfernt hat man sich im „Fonse‘s“ in Teisendorf. „Wir zeigen schon seit Jahren kein Fußball mehr, haben uns mehr in Richtung Essenslokal entwickelt“, heißt es von dort.

Bonami Freilassing: „Thema Fußball und TV ist zurückgegangen“

„Wir zeigen es, aber machen nichts Größeres und bewerben es auch nicht großartig“, fasst Sandrina Lohwieser den Standpunkt für Bonami in Freilassing zusammen. Eine Leinwand wird es zumindest bei den Deutschlandspielen geben, wenn während der Öffnungszeiten gespielt wird - „aber kein Public-Viewing im großen Sinne“, fügt Lohwieser hinzug. Das ganze Thema Fußball und die TV-Übertragungen dazu sei ohnehin zurückgegangen, so die Einschätzung aus dem Bonami. Auch das Sky-Abo habe man deshalb schon gekündigt. „Natürlich wäre es schön, aber wir rechnen zur WM mit keinen Massen.“

xe

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