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Büro in Freilassing eröffnet

Neuer „Knotenpunkt“ für die Lebenshilfe Berchtesgadener Land

Mitarbeiter und Verantwortliche (v.l.n..r.): Hans Eschlberger, Katharina Friedberger, Carina Fernbacher, Simon Haberkorn, Brigitte Maier-Koch, Thomas Küblböck, Dieter Schroll, Rüdiger Lerach.
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Mitarbeiter und Verantwortliche (v.l.n..r.): Hans Eschlberger, Katharina Friedberger, Carina Fernbacher, Simon Haberkorn, Brigitte Maier-Koch, Thomas Küblböck, Dieter Schroll, Rüdiger Lerach.

Die Lebenshilfe Berchtesgadener Land hat in Freilassing eine neue Zweigstelle eröffnet. Das Büro für Offene Hilfen und Ambulante Dienste  ist in der Ludwig-Zeller Straße 31 untergebracht.

Freilassing - Bei der feierlichen Eröffnung in einem kleinen, aber illustren Kreis von Gästen sprach Dieter Schroll, Geschäftsführer der Lebenshilfe von einem „gut sichtbaren, zentralen Standort mit optimaler Erreichbarkeit“ und Thomas Küblböck, der Leiter der neuen Einrichtung und Leiter des Bereichs Offene Hilfen bei der Lebenshilfe von einem “Knotenpunkt“ , wo verschiedene Baustellen, wie  „Beratung, Freizeit, Begegnung, Bildung so ineinandergreifen, dass man es gar nicht spürt“.

Zwei Schwerpunktbereiche der Lebenshilfe Berchtesgadener Land treffen nämlich bei der neuen Stelle in Freilassing aufeinander. Der Bereich „Offene Hilfen“ mit den Gewerken regionale Offene Behinderten Arbeit (rOBA), Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) erweitert um ambulant isolierte heilpädagogische Maßnahmen sowie aus dem Bereich „Wohnen und Fördern“ das Ambulant unterstützte Wohnen (AUW) und das betreute Wohnen in Familien (BWF).  ROBA, AUW und SPFH ziehen von Oberteisendorf nach Freilassing, in das „Oberzentrum“ des Landkreises, so Hans Eschlberger, 1. Vorsitzender der Lebenshilfe in seiner Begrüßung und sollen so für die Bevölkerung im ganzen Berchtesgadener Land sichtbarer und leichter erreichbar werden. 

Eschlberger freute sich, dass so viele Gäste gekommen waren, die mit der Lebenshilfe im Landkreis eng verbunden sind. Neben Unterstützern, ehrenamtlich tätigen oder Mitarbeitern der Lebenshilfe, war auch die kommunale Familie mit Bezirksrat Georg Wetzelsberger, stellvertretendem Landrat Helmut Fürle, dem amtierenden Bürgermeister von Freilassing Markus Hiebl und Altbürgermeister Josef Flatscher sowie mehreren Gemeinderäten stark vertreten. Anwesend waren auch Susanne Aigner und Heinz Schätzl von Startklar Soziale Arbeit Oberbayern, Barbara Müller, Senioren- und Behindertenbeauftragte des Landkreises Matthias Kunz, Leiter des Jugendamtes sowie Dr. Helga Huber, Leiterin der Volkshochschule (VHS) Rupertiwinkel.

„Wir wollen alle ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung“, so Eschlberger. Die neue Einrichtung soll vor allem beim Übergang von Lebensphasen bei Menschen mit geistiger Behinderung, beispielsweise nach dem 18. Lebensjahr Hilfeleistung für die Betroffenen, ihre Eltern und Angehörige geben und dabei mit Organisationen wie Jugendamt, Bücherei oder VHS eng zusammenarbeiten. „Es gibt unserer Kenntnis nach in der Behindertenarbeit noch kein vergleichbares Angebot“, fuhr Eschlberger fort. Daher sei dies eine Einrichtung mit Versuchs- und Modellcharakter zugleich. 

Geschäftsführer Schroll bedankte sich bei dem 2. Vorsitzenden der Lebenshilfe Rüdiger Lerach, der die Räumlichkeiten zur Miete gefunden hat. Man habe hier 45.000 Euro in die zeitgemäße Ausstattung der Büros inklusiv EDV investiert. Dank der großzügigen Unterstützung der Willi-Althof-Stiftung konnte man mit rund 16.000 Euro auch ein barrierefreies WC einbauen. Neben zwei Büros mit jeweils zwei Mitarbeitern gibt es einen großen Gemeinschaftsraum, der für Workshops, Fortbildungen und Veranstaltungen der rOBA wie beispielsweise Basteln, Theaterspielen, Spielenachmittage genutzt werden kann. Auch die Treffen mit dem rOBA- Beirat sollen hier stattfinden.

Bezirksrat Georg Wetzelsperger sah die Eröffnung als einen wichtigen Teil der inklusiven Arbeit im Landkreis. „Ihr seid hier sichtbar und ansprechbar“, so Wetzelsberger in seinem Grußwort. Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, sei ein Anliegen des Berirks Oberbayern und des Landkreises gleichermaßen. Deshalb wolle man die regionale Teilhabeplanung voranbringen als wichtigen Schritt für ein inklusives Leben. „Wir werden hier in Freilassing viele Dienste anbieten, die den Menschen mit Behinderung und ihren Familien zugutekommen, freute sich auch stellvertretender Landrat Helmut Fürle, der auch die Grüße von Landrat Bernhard Kern überbrachte.

Die Lebenshilfe, so Bürgermeister Markus Hiebl sei hier „mittendrin statt nur dabei“. In der „sozialen Stadt Freilassing“, die als erste im Landkreis eine Grundschule mit Inklusion angeboten hätte, sei die Eröffnung dieser Büros ein weiterer Baustein zur Inklusion. „Inklusion heißt Teilhabe aller Menschen. Dafür brauchen wir die Unterstützung aller, damit wir uns gemeinschaftlich auf den Weg machen“. Mit den für Sommer 2024 geplanten Special Olympics wolle Freilassing die Inklusion in die Breite der Gesellschaft bringen. Hiebl wünscht dem neuen Standort Gottes Segen für die zukünftigen Jahre. Die Segnung der Räumlichkeiten durch einen Geistlichen war diesmal terminlich nicht möglich, soll aber  in Kürze nachgeholt werden. 

Ab sofort werden am Standort Freilassing die folgenden Mitarbeiter der Lebenshilfe als Ansprechpartner zur Verfügung stehen: Thomas Küblböck (Standortleiter, rOBA), Carina Fernbacher (rOBA), Katharina Friedhagen (SPFH), Brigitte Maier-Koch (rOBA), Simon Haberkorn (AUW, BWF). Sie alle wollen, dass sich ihre neue Arbeitsstätte zu einem Treffpunkt für Mitarbeiter und Menschen mit Behinderungen entwickelt, dass viele neue Kontakte entstehen und bestehende Kooperationen ausgebaut werden, damit Inklusion und Teilhabe in unserer Gesellschaft immer selbstverständlicher werden.

kon

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