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Schikane oder Notwendigkeit?

Nervige Zugverspätungen in Freilassing - und dann auch noch Grenzkontrollen

Seit März 2022 werden auch Flüchtlinge aus der Ukraine in Freilassing aus den Zügen gebeten.
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Seit März 2022 werden auch Flüchtlinge aus der Ukraine in Freilassing aus den Zügen gebeten.

Weichenstörungen, Oberbauschäden, Gleislagefehler und vieles mehr kennen Bahnfahrer derzeit, immer wieder haben Züge wegen Bauarbeiten an der Strecke Verspätung, „das sorgt inzwischen für massiven Ärger unter den Fahrgästen“, so der Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn, Arnulf Schuchmann.

Freilassing - Immer weniger Verständnis haben Bahnkunden offensichtlich auch für andauernde Grenzkontrollen der Bundespolizei am Bahnhof Freilassing, „wie lange gedenkt man die Pendler noch mit endlos lange dauernden Grenzkontrollen zu schikanieren, bei Zügen, die planmäßig gar nicht in Freilassing halten?“, so die Frage eines Betroffenen. 

Die Bundespolizei beantwortet diese Frage nur allgemein mit der Feststellung, dass es auch weiterhin Grenzkontrollen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet gibt, die das Bundesinnenministerium am 13. September 2015 wieder eingeführt hatte, „vorübergehend“, wie es damals hieß. Diese vorübergehenden Grenzkontrollen an der Grenze zu Österreich sind mit Wirkung zum 12. Mai 2022 für einen weiteren sechsmonatigen Zeitraum neu angeordnet worden.

„Die erneute Anordnung ist auf migrations- und sicherheitspolitische Gründe zurückzuführen“, so eine Sprecherin der Bundespolizei in Freilassing. Die Einschätzung der Notwendigkeit von Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze resultiere dabei aus der „unverändert höchst fragilen Situation an der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland sowie dem fortbestehenden irregulären Migrationspotential auf der Balkanroute“. Außerdem komme dabei auch der illegalen Sekundärmigration innerhalb des Schengen-Raums eine erhebliche Bedeutung zu. 

Kontrolle verlagerte sich von Salzburg nach Freilassing

Bis vor Corona wurden Züge nach Deutschland noch in einer vorgelagerten Einreisekontrolle bereits am Hauptbahnhof Salzburg kontrolliert, dies wollen die österreichischen Behörden nun aber nicht mehr, da Menschen auf der Flucht, die von deutschen Bundespolizisten bereits in Salzburg aus den Zügen geholt werden, eben nicht in Deutschland Asyl beantragen können. 

Dass Züge in Freilassing angehalten werden und Passagiere nicht während der Fahrt in Richtung Rosenheim kontrolliert werden, hat nach früheren Aussagen auch logistische Gründe. Unseren Informationen zufolge werden Züge aus Italien kommend tatsächlich meist während der Fahrt in Richtung Rosenheim kontrolliert, weil dann illegal Eingereiste in Rosenheim aussteigen müssen und dort an der zuständigen Bundespolizeiinspektion Rosenheim befragt werden können. Von Salzburg illegal eingereiste Personen müssten, wenn sie während der Fahrt kontrolliert würden -  von Rosenheim erst wieder zur zuständigen Inspektion in Freilassing zurückgebracht werden. 

hud

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