Modellregion für Öffnungsstrategie in Bayern

Auch Freilassing, Ainring und Saaldorf-Surheim werfen ihren Hut in den Ring

Freilassing
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Von links: Bürgermeister Markus Hiebl, Wifo-Vorsitzende Anni Klinger, Bürgermeister Martin Öttl und Bürgermeister Andreas Buchwinkler bei einem gemeinsamen Abstimmungstreffen für die Bewerbung als Modellregion für eine Corona Öffnungsstrategie in Bayern.

Die Bayerische Staatsregierung kündigte Anfang der Woche an, anhand von Modellregionen, Lösungen für den Weg aus der Pandemie suchen zu wollen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Freilassing - Traunstein, Rosenheim und Mühldorf waren schnell und haben sich bereits als Modellregion zur Testung einer Corona-Öffnungsstrategie beworben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine 7-Tage-Inzidenz von über 100. Die Stadt Freilassing und die Gemeinden Ainring und Saaldorf-Surheim wagen nun den Schulterschluss und bewerben sich als gemeinsame Modellregion. Aktuell werden die Eckdaten zur Bewerbung noch abgestimmt.

Andreas Buchwinkler: „Seit einem halben Jahr im Dauer-Lockdown“

„Im Landkreis sind wir bald seit einem halben Jahr in einem Dauer-Lockdown. Mit den erneuten Schließungen Mitte Oktober letzten Jahres, hatte es uns deutschlandweit zwei Wochen vor allen anderen erwischt“, erklärt Saaldorf-Surheims Bürgermeister Andreas Buchwinkler, „wir sind unseren Bürgerinnen und Bürgern und allen Gewerbetreibenden gegenüber verpflichtet, Lösungen aufzuzeigen und neue Wege zu beschreiten“, so Buchwinkler.

Keine Laborbedingungen für Weg aus der Pandemie

Als Grenzlandkreis mit sehr vielen Testungen durch den Pendlerverkehr, lag die Inzidenz in den letzten Monaten fast durchgehend über 100 und nur wenige Tage knapp darunter. Deshalb ist auch Freilassings Bürgermeister Markus Hiebl von einer Bewerbung als Modellregion überzeugt: „Laborbedingungen wird es auf der Suche nach einem Weg aus der Pandemie nicht geben. Das bedeutet für uns: Mutig sein, Perspektiven aufzeigen und unsere Möglichkeiten am Schopf packen. Wir wollen beweisen, dass durch eine kluge Öffnungsstrategie, der Betrieb von Außengastronomie und die Öffnung des Einzelhandels möglich ist“.   

Kontrollierte Öffnungen für mehr Normalität

In das gleiche Horn stößt auch Ainrings Bürgermeister Martin Öttl. Mit kostenlosen Tests, die in der Apotheke durchgeführt werden können, ist der erste Schritt getan. „Die Test-Infrastruktur möchten wir erweitern und dadurch eine Grundlage für weitere Öffnungsschritte legen. Öffnungen sind immer mit einem kleinen Risiko verbunden. Ich sehe hier aber die einzige Chance für eine Rückkehr in unser gewohntes Leben“, so Öttl.

Auch Anni Klinger, Vorsitzende des Wirtschaftsforums Freilassing und Organisatorin der wöchentlichen „5vor12-Demonstrationen“ in der Freilassinger Fußgängerzone unterstützt die Bewerbung der drei Gemeinden ausdrücklich. „Für viele Geschäfte kommt eine Öffnung ohnehin zu spät, ihre Türen bleiben für immer zu. Für alle anderen ist es allerhöchste Zeit, eine Möglichkeit zu schaffen, den Lebensunterhalt wieder verdienen zu können. Hinzu kommt, dass sich beim Einkaufen so gut wie niemand ansteckt und das wollen wir als Modellregion mit kontrollierten Öffnungen auch vertreten“, erklärt Anni Klinger.

Ab 12. April könnten lauter Bayerischer Staatsregierung die Modellregionen in Bayern für zwei Wochen die angebotenen Teststrategien durchführen. Die Hoffnung, die alle verbindet: Einen Weg aus dem harten Lockdown finden und einen Schritt in Richtung Normalität wagen. 

Pressemeldung Stadt Freilassing

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