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 „Sehr wenig Fahrgäste“ - trotzdem Angebot aus Salzburg

Kommt die Linie 24 Haltestelle an der Freilassinger Saalbrücke wieder?

Kommt die Linie 24-Haltestelle an der Freilassinger Saalbrücke wieder?
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Die Grünen wollten, dass der 24-er Linienbus an der Saalbrücke hält, neue Haltestellen würden rund 20.000 Euro kosten.

Kommt eine neue Haltestelle der Linie 24 bei der Saalbrücke in Freilassing, auch wenn außer den Grünen niemand einen echten Bedarf sieht?

Freilassing - Im Stadtrat hat eine Mehrheit am Mittwochnachmittag zugestimmt, dass es eine barrierefreie Haltestelle an der Saalbrücke geben soll, allerdings nicht, wie gewünscht, auf bayerischer Seite, sondern auf Salzburger Seite beim ehemaligen Zollamtsgebäude. Dieses Angebot kam vom Busbetreiber, der Salzburg AG. „Wenn uns die Österreicher dieses Zuckerl schon geben sollten wir es nehmen“, so einer der Stadträte. Bei fünf Gegenstimmen will die Stadtverwaltung die Haltestelle prüfen, obwohl sie eigentlich auf österreichischer Seite sein soll und damit der Stadtrat Freilassing nicht wirklich zuständig ist. 

Bis zum Ende der Grenz- und Zollkontrollen im Dezember 1997 durch den Beitritt Österreichs zum Schengen-Abkommen hielt der 24-er Bus – früher „R“-Linie – zweimal direkt an der Saalbrücke, einmal mussten die Buspassagiere aussteigen, dann durch das Zollgebäude gehen, dort einen gültigen Ausweis vorzeigen und dann wieder einsteigen. Nun stellten die Grünen im März dieses Jahres den Antrag, dass der 24-er Bus nach Salzburg kurz vor der Grenze an der Saalbrücke noch einmal stehen bleibt, begründet damit, dass die Au damit auch mit dem öffentlichen Bus erreichbar wäre und so ein vermeintliches Park-Chaos in der Au vermieden werden könnte.

In einer ersten Anfrage von BGLand24.de im März winkte der durchführende Busunternehmer Thomas Richter ab, „eine 24-er Haltestelle an der Saalbrücke macht keinen Sinn, da es in 350 Meter weiter in Rott eine Haltestelle gibt“, so Richter damals. Zudem sei der Linienbus 24 zwischen Freilassing und dem Hanuschplatz in Salzburg „ein Eilbus“. 

 „Sehr wenig Fahrgäste“

Die Salzburg AG hat nun im Namen von Richter und dem Salzburger Verkehrsverbund allerdings eine wohlwollendere Stellungnahme abgegeben. Grundsätzlich sei eine Haltestelle auf bayerischer Seite zwar möglich, allerdings bräuchte der derzeit eingesetzte Bus 12 Meter Platz, „besser wären 19 Meter um den Einsatz von Gelenk-Fahrzeugen in Zukunft zu ermöglichen“, so Martin Laimböck, Betriebsleiter Obus bei der Salzburg AG. Allerdings rechnet auch die Salzburg AG „mit sehr wenig Fahrgastaufkommen“, ob es trotzdem Sinn macht müsse die Stadt Freilassing beurteilen. Davon abgesehen müssen auch die Busse der Linie 24 an einer Haltestelle nicht stehen bleiben, wenn niemand aus- oder einsteigen will.

Die Salzburg AG macht allerdings einen anderen Vorschlag: Im Bereich der alten Zollamtsgebäude können Haltestellen wesentlich einfacher eingerichtet werden, die Haltestellenbucht ist bereits vorhanden und wird derzeit in Richtung Salzburg für die Polizei bei längeren Einreisekontrollen genutzt. „Sollten diese beiden Haltestellen auf Salzburger Seite entsprechend genehmigt und umgesetzt werden, werden wir diese selbstverständlich in unserem Liniennetz aufnehmen“. Derzeit liegt die erste Haltestelle auf Salzburger Gebiet rund 600 Meter von der Saalbrücke entfernt auf Höhe der Melitta-Kaffeetüten-Produktion. 

CSU dagegen: „Das ist ein Wahnsinn“

Wie schon bei den schützenden Radfahrstreifen in der Reichenhallerstraße stemmte sich auch bei dieser Grünen-Idee die CSU-Fraktion in Person ihres neuen Fraktionssprechers

Thomas Wagner vehement dagegen. „Das ist verkehrstechnisch ein Wahnsinn, kostet 20.000 Euro, es ist eine Steuerverschwendung“. Bürgermeister Markus Hiebl stellte klar, dass die Kosten von geschätzt 20.000 Euro nur dann entstünden wenn man eben neue Haltestellen auf bayerischer Seite bauen müsste, jetzt würde aber das günstige Angebot der Salzburg AG vorliegen.

 „Was ist wenn Grenze geschlossen?“

Wilhelm Schneider gefiel die Idee der Haltestelle auf Salzburger Seite, „aber was ist, wenn die Grenze wieder einmal geschlossen ist?“. Davon abgesehen dass die Grenze nie „geschlossen“ war sondern jeder mit triftigem Grund, derzeit geimpft, genesen oder zumindest getestet, einreisen durfte und darf meinte auch Hiebl, dass der Linienbus immer verkehrte.

Am Ende stimmte der Stadtrat mehrheitlich für die Prüfung einer Haltestelle auf Salzburger Seite, nicht dafür erwärmen konnten sich Daniel Längst von den Freien Wähler, sowie von der CSU Thomas Wagner, Christine Schwaiger, Josef Kapik und Franz Krittian.

hud

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