Salzburger Flughafen

Flatscher: "Was soll die Dramatik?"

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Freilassing/Salzburg - Über die An- und Abflugrichtung des Salzburger Flughafens wird weiter gestritten. Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher meldet sich zu Wort:

„Wenn die Thematik nicht so ernst wäre, könnte man darüber schmunzeln, wie die österreichische Seite wieder einmal einen Theaterdonner wegen der geplanten Durchführungsverordnung inszeniert“, äußert sich Bürgermeister Josef Flatscher zu den Presseberichten der letzten Tage aus Österreich.

Offensichtlich hat das Schreiben der Bürgermeister von Freilassing, Ainring und Saaldorf-Surheim an den deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt im Mai wieder Bewegung in die Angelegenheit gebracht.

„Was soll denn diese Stimmungsmache?“ fragt sich Bürgermeister Flatscher. „Wir wollen lediglich eine gerechtere Verteilung der Flugbewegungen und dies soll auch über eine Durchführungsverordnung erreicht werden. Wie wir in den letzten Jahre gesehen haben, ist auf freiwilliger Basis zu wenig geschehen, um die Lärmsituation für die bayerischen Anrainergemeinden zu verbessern.“

Die drei Bürgermeister sehen sich in ihrer Aussage im Schreiben an Minister Dobrindt bestätigt, dass die österreichische Seite alle Mittel einsetze, die DVO zu verhindern und dass die dortige Politik sich vehement dagegen einsetze. „Der Süden von Salzburg soll um jeden Preis geschützt werden, diejenigen, die im Norden und Westen vom Flughafen wohnen, dürfen den Lärm ertragen. Ist das gerecht?“

Dass auch vermehrt nach Süden geflogen werden kann, zeigten die Wintercharter-Samstage, an denen auf einmal deutlich mehr Starts nach Süden erfolgten.

Vor allem über die österreichische Panikmache ärgert sich der Bürgermeister, wonach die DVO dazu führen würde, dass der Flughafen geschlossen werden müsste. „Das ist doch Unsinn. Wir stellen den Flughafen nicht in Frage und eine DVO wird den Flughafen nicht zum Schließen zwingen. Die Durchführungsverordnung wird nach internationalem Recht regeln, was möglich ist. Alles was wir damit erreichen wollen, ist eine gerechtere Verteilung der An- und Abflugrichtung“.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: rosenheim24.de

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