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„Wollte ins Berchtesgadener Land“ 

Johannes Zeitels ist neuer Rektor an der Grundschule Freilassing

Johannes Zeitel wohnt in Surberg, die 25 Kilometer nach Freilassing will er mehrmals die Woche mit dem Rad schaffen.
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Johannes Zeitel wohnt in Surberg, die 25 Kilometer nach Freilassing will er mehrmals die Woche mit dem Rad schaffen.
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
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Nicht nur 160 ABC-Schützen sehen ihn Dienstag (14. August) zum ersten Mal, auch die übrigen rund 450 Schüler werden in den nächsten Tagen kennenlernen, den neuen Rektor der Grundschule. Johannes Zeitel, 50, seit 1. August ist er offiziell der Nachfolger von Helmut Mayer, der pünktlich zu Schulbeginn die Karriereleiter hinaufgeklettert ist und neuer Leiter der Staatlichen Schulamtes wurde. 

Freilassing - Zeitels Bestellung als Rektor war lange ein Geheimnis, da die Regierung von Oberbayern zahlreiche Bewerber hatte und nach der Entscheidung für Zeitel noch eine Einspruchsfrist abwarten musste. Anfang Juli war es dann fix, dass Zeitel nach nur einem Jahr als Rektor der Grundschule in Grabenstätt in die fünf Mal so große Grundschule nach Freilassing wechselt. Warum er sich nach nur wenigen Monaten in Grabenstätt schon nach Freilassing beworben hat erklärt er so: „Ich wollte einfach ins Berchtesgadener Land“.

Wer „Johannes Zeitel“ googelt findet zahlreiche Artikel mit „Zeitel ist neuer Schulleiter“, tatsächlich hat der in Grassau geborene Zeitel schon drei  Rektorenstellen hinter sich, zuletzt nur ein Schuljahr lang in Grabenstätt, Landkreis Traunstein. Studiert hat der Vater dreier erwachsener Töchter bis 1994 Lehramt in Regensburg, bis 1996 war er dann als Lehramtsanwärter in Straubing. Erste Lehrer-Erfahrungen sammelte er dann in der kleinen Grundschule in Feldkirchen, Gemeinde Ainring, bevor er für drei Jahre in den Chiemgau nach St. Georgen bei Traunreut zurück wechselte. Es folgten sieben Jahre als Konrektor der Grundschule in Siegsdorf, dann die erste Rektorenstelle in Vachendorf, drei Jahre. Es schlossen sich ab 2012 acht Jahre als Rektor in der Mittelschule Grassau an, „wegen eines Streits wollte ich dort aber weg“, räumt Zeitel ein, er übernahm die Rektorenstellen in Grabenstätt mit rund 140 Schülern. 

Kinder sollen schwimmen lernen

Dass er sich nach nur wenigen Monaten in Grabenstätt schon für die Stelle des Rektors in Freilassing beworben hat hält Zeitel für „einen normalen Weg, ich wollte einfach ins Berchtesgadener Land“. Die Grundschule in Freilassing sei „eine positive Herausforderung“, die Schule habe einen sehr guten Ruf, mit Anja Hager und Wolfgang Kerschl habe er zudem „tolle Konrektoren“. Die Stimmung im Kollegium sei sehr gut, er wollte im nächsten Jahrzehnt aber durchaus „den einen oder anderen, neue Akzent setzen, zum Beispiel dass alle Kinder schwimmen lernen“. Derzeit sei nur ein Lehrer mit 25 Kindern beim Schwimmen, nur jeweils die Hälfte dürfe im Wechsel schwimmen, die andere müsse immer vor dem Becken sitzen und zuschauen. „Mit dem TSV gibt es schon Gespräche dass wir hier eine Unterstützung bekommen“. 

Rektorenstelle nur Halbtags-Job

Für die Rektorenstelle sind selbst in der großen Grundschule Freilassing allerdings nicht 40 Wochenstunden sondern nur 14 Stunden vorgesehen, „in Grundschulen ist das üblich“. Den Rest unterrichtet Zeitel in verschiedenen Klassen, zum Beispiel Sport oder Englisch. Viel Zeit wird Zeitel in den nächsten Monaten und Jahren aber auch mit den geplanten Neubauten am Areal der Grundschule verbringen, „ich habe in Vachendorf ja eine Sanierung mitgemacht und war in Grassau fünf Jahre an den Planungen beteiligt“. Dass bei wachsenden Schülerzahlen – mittelfristig werden es an die 900 Schüler werden – auch ein zweiter Schulstandort wahrscheinlich ist weiß Zeitel. Dass er auch Rektor der zweiten Grundschule wird wäre rechtlich möglich, „aber jeder Schulstandort sollte seinen eigenen Rektor haben“.

hud

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