Energieverbund informiert

Nachhaltige Energieversorgung - Freilassing will mit Ressourcen aus Umgebung arbeiten

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Der Energieverbund in Freilassing ist mit ihrem Areal gut aufgestellt - das Ziel: eine zukunftsweisende und nachhaltige Energieerzeugung ermöglichen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:


Der Energieverbund Freilassing liefert Strom und Wärme an mehrere städtische Gebäude. Das Badylon, die Mittelschule, die Grundschule, die Kläranlage und das Vereinsjugendheim bilden damit einen bis dato einmaligen Zusammenschluss in ganz Bayern.

Die über das Stadtgebiet verteilten Gebäude bilden aus energierechtlicher Sicht ein eigenes Areal, das sich vollständig selbst mit Wärme und zu einem großen Teil selbst mit Strom versorgt. Das Besondere dabei: die Energie wird in der Energiezentrale am Aumühlweg nur produziert, wenn sie wirklich benötigt wird.


Das Modell ist damit ein Gegenentwurf zu elektrischen Großspeichern, die derzeit in einzelnen Kommunen zwar bereits umgesetzt werden, jedoch noch sehr kostenaufwändig und ressourcenintensiv in der Herstellung sind.

Zukunftsweisende und nachhaltige Energieerzeugung

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Rund 4,2 Mio. Euro investierte die Stadt Freilassing für den Energieverbund, der Ende 2019 gemeinsam mit der neuen Sport- und Freizeitanlage Badylon in Betrieb ging. „Ziel der Stadt Freilassing ist es, eine zukunftsweisende und nachhaltige Energieerzeugung bereitzustellen “ erklärt der Betriebsleiter des städtischen Energieverbundes, Rainer Wagner.

Die Stadt nutzt bestmöglich und direkt vor Ort ihre regenerativen Ressourcen zur Energiegewinnung. Bei dem verwendeten Material handelt es sich nämlich ausschließlich um Holz von städtischen Grundstücken. Darunter fällt hauptsächlich Holz von kranken Bäumen, die unter dem Eschentriebsterben litten oder vom Borkenkäfer vorgeschädigt waren. Aber auch Sturmschäden und notwendige Abholzungen, die während Baumaßnahmen anfallen, erhöhen den Vorrat an Brennholz.

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Mit Hilfe von schwerem Gerät des Maschinenrings werden die Äste und Baumstämme zu fertigem Hackgut verarbeitet und in den sogenannten „Hackgutbunker“ an der Energiezentrale gebracht. Hier finden rund 170 Schüttraummeter Platz. „Mit einem Schüttraummeter wird ein Kubikmeter bezeichnet, der mit lose geschüttetem Holz gefüllt ist“, erklärt der Betriebsleiter den Begriff, der wohl im Alltag eher selten Verwendung findet. Zusätzlich kommen zur Stromgewinnung Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke, die unter anderem mit anfallenden Klärgas betrieben werden, zum Einsatz.

Vorrat für zwei Jahre

Aktuell benötigen die angeschlossenen städtischen Gebäude weniger Energie. Das Badylon ist geschlossen und die Becken sind leer. Bei einer 100 prozentigen Auslastung reicht eine Ladung Hackgut für etwas über eine Woche.

In der jetzigen Situation muss aber erst nach über einem Monat wieder für ausreichend Nachschub gesorgt werden. So hat sich mittlerweile ein Vorrat an städtischem Holz für bis zu zwei Jahre angehäuft, der darauf wartet, weiterverarbeitet zu werden.

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Pressemitteilung der Stadt Freilassing

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