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Stadtbus wird EU-weit ausgeschrieben

Hogger fährt seit 25 Jahren in Freilassing, aber auch nach 2024?

Zwei Linien fahren derzeit durch das Stadtgebiet, der aktuelle Vertrag läuft aus und muss nun EU-
weit neu ausgeschrieben werden.
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Zwei Linien fahren derzeit durch das Stadtgebiet, der aktuelle Vertrag läuft aus und muss nun EU- weit neu ausgeschrieben werden.

Der Vertrag für den Stadtbus mit dem Verkehrsunternehmen Hogger läuft noch bis Juli 2024, bis dahin muss er neu ausgeschrieben werden. Da die Stadt den Busbetrieb erhalten will, muss sie die Leistung EU-weit ausschreiben, die Veröffentlichung muss ein Jahr vor Einleitung eines wettbewerblichen Verfahrens erfolgen.

Freilassing - Ob sich das Verkehrsunternehmen Hogger an der Ausschreibung erneut beteiligt, ist unklar, „ich will dazu kein Statement abgeben“, so ungewohnt wortkarg Inhaber Thomas Richter. Theoretisch könnten auch die Stadtwerke Freilassing den Busverkehr übernehmen, wie in anderen Städten auch. 

Dass Richter eine erneute Beteiligung an der Ausschreibung weder bestätigt noch dementiert, öffnet Spekulationen Tür und Tor. Zuletzt hatte er immer wieder über die schlechten, finanziellen Rahmenbedingungen im Transportgeschäft allgemein geklagt, Energie- und Personalkosten würden ständig steigen, während die Vergütung durch die Besteller, also zum Beispiel Kreise und Kommunen, durch Verträge langfristig festgelegt seien.

„Auch die personelle Situation ist eine absolute Katastrophe“, sagte Richter Anfang dieses Monats in einem Interview, die Politik fordere immer mehr Bus- und Bahnverkehr, das gehe aber nur mit einem entsprechenden Fundament, also Personal. Die in Deutschland im Vergleich zu Österreich sehr hohen Ausbildungskosten würden potentielle Bewerber abschrecken, „wer will schon 10.000 Euro in die Ausbildung investieren, wenn er dann 2000 Euro im Monat netto verdient“. 

Aktuell will Richter das Thema Stadtbus überhaupt nicht kommentieren, auch über die von ihm gewonnene Ausschreibung 2014 und mögliche Wettbewerber damals hüllt Richter den Mantel des Schweigens. 

Davon unabhängig will die Stadt die beiden Linien durch das Stadtgebiet weiter betreiben, sie sollen nun für weitere zehn Jahre ausgeschrieben werden, darin ist eine fixe Laufzeit von sechs Jahren enthalten, sowie zweimal eine Verlängerung um jeweils zwei Jahre. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde die Verwaltung beauftragt, die erforderliche Vorabbekanntmachung auszuarbeiten und dem Stadtrat zum Beschluss wieder vorzulegen. Darin soll dann auch ein eventuell geänderter Fahrplan, sowie das Liniennetz festgelegt werden. 

Rund 280.000 Euro Zuschuss

Fest steht allerdings schon, dass der Stadtbus weiterhin ein Zuschussbetrieb der Stadt bleiben wird, „aufgrund des Zuschussbedarfs für den Stadtbus durch die Stadt Freilassing ist ein eigenwirtschaftlicher Betrieb als unwahrscheinlich einzustufen“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat. Für das Jahr 2021 betrug die voraussichtliche Ausgleichsleistung, also der Zuschuss, 278.000 Euro, zum Vergleich: im Jahr 2007 betrug der Zuschuss 170.000 Euro, damals beschloss der Stadtrat Einsparungen, so wurden die erste und die letzte Fahrt des Tages, sowie die Fahrten am Samstag gestrichen. 

hud

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