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Eine Stadt auf Wachstum getrimmt

Freilassings Bürgermeister mit Zahlen-Feuerwerk in der Bürgerversammlung 

Rund 150 Besucher kamen zur Bürgerversammlung, darunter zahlreiche Stadträte und Funktionäre.
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Rund 150 Besucher kamen zur Bürgerversammlung, darunter zahlreiche Stadträte und Funktionäre.

Was hat der Stadtrat, was hat der Bürgermeister in diesem Jahr weitergebracht oder sogar erledigt? Eine Bürgerversammlung bietet die Möglichkeit für einen Rechenschaftsbericht, Freilassings Bürgermeister Markus Hiebl machte dies am Mittwochabend vor rund 150  Besuchern, darunter ein Großteil des Stadtrates.

Freilassing -  Eine steigende Einwohnerzahl, stark steigende Schulden und eine steigende Investitionstätigkeit, zum Beispiel den Neubau der Grundschule oder des Bauhofs. Eine übersichtliche Powerpoint-Präsentation unterstützte den Bürgermeister in seinem Zahlenfeuerwerk. 

Freilassing wächst

„Freilassing wächst“, begann Hiebl Punkt 19 Uhr im gut besuchten Rathaussaal seine Ausführungen, die Stadt habe derzeit 17.900 Einwohner, Tendenz steigend. Die Altersgruppen sind zwischen 21 und 70 Jahre relativ gut verteilt. Auch der Haushalt der Stadt hat mit 65,7 Millionen Euro eine Rekordmarke erreicht, 44,36 Millionen davon sind im Verwaltungshaushalt, vergleichbar einem Girokonto, 21,34 Millionen Euro sind im Vermögenshaushalt, vergleichbar einem Sparkonto.

Wie man viele Zahlen trotzdem übersichtlich präsentiert hat Bürgermeister Markus Hiebl anscheinend in seinem Studium an der FH Kufstein gelernt, nach 50 Minuten war das Zahlenfeuerwerk vorbei.

An Steuern hat die Stadt im Jahr 2021 rund 28 Millionen Euro eingenommen, darin sind auch allgemeine Zuweisungen enthalten, also Geld vom Freistaat oder vom Bund. Mehr Einwohner bedeutet auch, die Stadt braucht mehr Wohnungen, mehr Schulen, mehr Kindergärten, alles zum Teil auch mit Kosten für die Stadt verbunden. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist auf 669 Euro pro Einwohner deutlich angestiegen, 2019 – also vor Corona – betrug sie 390 Euro. „Die neuen Schulden sind aber Investitionen in die Zukunft und in den Wohlstand der Stadt, hauptsächlich in die Bildung“, erklärt Hiebl den stark angewachsenen Schuldenberg. 

Die größten Posten im Haushalt 2021 waren der Kauf eines Gewerbegebietes nördlich des Krankenhauses für 13,6 Millionen Euro, sowie der Neubau der Grundschule, des Bauhofes und Kindergärten für 6,1 Millionen Euro. Bis 2025 sollen noch weitere Millionen fließen, insgesamt 16,5 Millionen in den Neubau der Grundschule, 6,4 Millionen in den Ausbau der Mittelschule und 6 Millionen in den Neubau eines Kindergartens in der Schlesierstraße. Für die Sanierung von Straßen sind 10 Millionen Euro vorgesehen, davon unter anderem für die Reichenhaller Straße und die Richard-Strauss-Straße. 

Barrierefreier Bahnhof, kommt er noch?

In der Aufzählung der „positiven Investitionen“ für die Stadt durfte der gestartete Neubau des Bauhofs und der Stadtwerke neben der Kläranlage für rund 14 Millionen Euro nicht fehlen, für den Friedhof gibt es zumindest Pläne, wie die Aussegnungshalle und der Sanitärbereich neu gestaltet werden sollen. Der mehrfach angekündigte und ebenso oft verschobene barrierefreien Ausbau des Bahnhofs, den Hiebl in früheren Veranstaltungen immer wieder zu Recht als „Schandfleck der Stadt“ bezeichnet hatte, soll nun im Frühjahr 2023 starten und 2025 einen Bahnhof ohne Stiegen und Treppen bringen, zuständig sei allerdings die Deutsche Bahn. Derzeit zählt die Bahn rund 9000 Ein- und Ausstiege pro Tag, nach dem Umbau sollen es über 10.000 werden. 

Wie sieht es mit dem Park-Leitsystem aus?

Die Frage, wie viele Parkplätze und vor allem wo es sie in Zukunft geben soll, beschäftigt auch die Stadt Freilassing, hier hat die Verwaltung drei Erhebungen durchgeführt, mit den gewonnenen Daten soll nun eine Lösung ausgearbeitet werden, „ich kann mir vorstellen, dass es am Ende auch ein Leitsystem geben wird“. 

Unter den zahlreichen Besuchern waren auch die Stadträte wie immer stark vertreten, auf die erste Bürgerversammlung von Bürgermeister Hiebl waren unter anderem CSU-Fraktionsvorsitzender Hubert Kreuzpointner, sowie seine Parteikollegen Max Standl, Michael Helminger und Christina Schwaiger gespannt, sowie Robert Judl von ‚Pro Freilassing‘, außerdem Edeltraud Rilling, Wolfgang Hartmann und Wilhelm Schneider von den Grünen. Sie erfuhren bei den Zahlen naturgemäß nichts Neues, hatten sie doch alle Entscheidungen mehr oder weniger mit beschlossen, aber sie waren neugierig, was den Bürger unter den Nägeln brennt. Viel Neues haben sie allerdings auch dabei nicht erfahren, denn außer Anregungen für neue Radwege oder bessere Radverbindungen und einem Storchennest kam nicht sehr viel, der Flughafen Salzburg war zum ersten Mal kein Thema.

hud

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