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„Es wird nie mehr wie vor Corona“

Freilassinger Kirchweihmarkt auch 2021 wieder abgesagt

Freilassinger Kirchweihmarkt auch 2021 wieder abgesagt 
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Auch in diesem Jahr sagt die Stadt Freilassing den traditionellen Kirchweihmarkt wegen Corona ab. 
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
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Nach 2020 wird auch der Kirchweihmarkt Mitte Oktober dieses Jahres ersatzlos abgesagt, das hat der Stadtrat am Dienstagabend bei zwei Gegenstimmen aus dem Lager der Freien Wähler beschlossen. 

Freilassing - Hintergrund ist selbsterklärend die Corona-Pandemie, die eine Art Volksfest nicht sinnvoll erscheinen lässt. Die aktuelle Infektions-Schutz-Verordnung läuft zwar Ende August aus, aber eine Verlängerung mit neuen, möglicherweise auch strengeren Maßnahmen darf angenommen werden. Auch der Verkaufsoffene Sonntag entfällt, da dieser an den Kirchweih-Markt gekoppelt ist. Heftige Kritik an der Staatsregierung kam von Lukas Maushammer von den Grünen, „einerseits heißt es, wir wollen Perspektiven öffnen, andererseits verlagert man die Verantwortung nur an die Landratsämter“.

Helmuth Wimmer vom städtischen Ordnungsamt führte ausführlich aus, warum das Abhalten eines Kirchweihmarktes mit Volksfestcharakter und tausenden Besuchern „problematisch und eigentlich unter den vorgegeben Regeln nicht durchführbar ist“. Ein kleines Schlupfloch habe die aktuelle Infektions-Schutz-Verordnung allerdings gelassen, das Landratsamt könne eine Ausnahme erteilen, „aber das Landratsamt kann gar nicht entscheiden weil die aktuelle Verordnung am 25. August ausläuft und niemand weiß, was dann in der neuen Verordnung steht“, so Wimmer.

Schon die jetzigen Ausnahmeregeln seien bei einem Kirchweihmarkt kaum einzuhalten, alle müssten einen FFP2-Maske tragen, ein 1,5-Meter-Abstand sei einzuhalten und eine große Anzahl von Sicherheitsleuten müssten den Einlass und die Einhaltung aller Regeln kontrollieren, „das ist für ein Volksfest doch alles andere als attraktiv“. Die Verwaltung schlug daher vor, „aus Rücksicht auf die Gesundheit der Besucher und den guten Ruf des Marktes ebendiesen auch in diesem Jahr ersatzlos abzusagen. 

„Perspektiven oder Regeln“

In Grünen-Stadtrat Lukas Maushammer hatte sich offensichtlich schon während des Vortrages Ärger und Wut aufgestaut, denen er freien Lauf ließ. „Es ist doch eine Farce, wenn der Freistaat einerseits Perspektive eröffnen möchte und gleichzeitig alles voll bunkert mit Regeln“.

Die Staatsregierung wolle keine Volksfeste, gebe die Entscheidung aber an die Landratsämter weiter, die dann den schwarzen Peter hätten. Hubert Kreuzpointner (CSU) regte an, dass die Stadt zumindest den verkaufsoffenen Sonntag zulassen solle, wenn schon der Kirchweihmarkt abgesagt werde. Helmuth Wimmer vom Ordnungsamt entgegnete, dass die offenen Geschäfte an einem Sonntag an einen bestimmten Anlass gekoppelt seien, „aber ich kann ja mal beim Landratsamt nachfragen“. 

„Es wird nie wieder so ein wie früher“

Ein düsteres und zugleich Hoffnung gebendes Bild zeichnete Thomas Ehrmann von den Freien Wählern. Für ihn kommt die Absage jetzt Anfang August zu früh, „das ist ein fatales Signal für einen kulturellen Fixpunkt in der Stadt“, keiner wisse wie Mitte Oktober zum Beispiel der Impffortschritt sein werde. Absagen könne man immer noch, „außerdem werden sicher nicht so viele Leute kommen wie in den Jahren vor Corona“.

Überhaupt sollte sich die Stadt ein Konzept überlegen wie Veranstaltungen in Pandemiezeiten durchgeführt werden können, „denn es wird nie wieder so ein wie früher, es wird keine Märkte oder Bierzelte mehr ohne 3-G und Ein düsteres und zugleich Hoffnung gebendes Bild zeichnete Thomas Ehrmann von den Freien Wählern. Für ihn kommt die Absage jetzt Anfang August zu früh, „das ist ein fatales Signal für einen kulturellen Fixpunkt in der Stadt“, keiner wisse wie Mitte Oktober zum Beispiel der Impffortschritt sein werde. Absagen könne man immer noch, „außerdem werden sicher nicht so viele Leute kommen wie in den Jahren vor Corona“.

Überhaupt sollte sich die Stadt ein Konzept überlegen wie Veranstaltungen in Pandemiezeiten durchgeführt werden können, „denn es wird nie wieder so ein wie früher, es wird keine Märkte oder Bierzelte mehr ohne 3-G und Hygiene-Konzepte geben“. Wimmer erinnerte daran, dass auch Piding, Bad Reichenhall und Mühldorf Traditionsmärkte bereits abgesagt hätten. „Die Inzidenzwerte werden im Herbst sicher wieder steigen, dann würde es noch schwieriger“. 

Bei zwei Gegenstimmen (Thomas Ehrmann und Julia Albrecht) stimmte der Stadtrat für die Absage des Kirchtages. Am Rande der Diskussion verkündete Bürgermeister Markus Hiebl, dass auch der Kinder- und Jugendtag in diesem Jahr erneut ausfällt, „was mit dem Christkindlmarkt wird können wir im Herbst entschieden“.

hud

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