Baubeginn für sieben Container-Schulklassen

Zwei Millionen Euro für Schul-Zwischenlösung in Freilassing

Erdarbeiten vor der Grundschule Freilassing
+
Die Erdarbeiten für die neuen Container-Klassen haben begonnen, sie sollen dann fünf Jahre lang genutzt werden, der Kauf soll günstiger sein als das Mieten der Container.

Freilassing - Fünf Jahre lang sollen Container-Module in Freilassing als Zwischenlösung aufgestellt werden. In der Grundschule fehlt Platz für drei Klassenräume.

Lkw und Bagger dominieren derzeit den Georg-Wrede-Park vor der Grundschule, denn die Erdarbeiten für das Aufstellen von Containern haben begonnen. „Ende Oktober, Anfang November werden die Module aufgestellt“, so der Sprecher der Stadt, Daniel Beutel gegenüber BGLand24. Nach den Weihnachtsferien sollen die Kinder dann in die neuen Klassen in den Container-Modulen einziehen, sie werden fünf Jahre lang genutzt. 


Anfang Februar hatte der Stadtrat den Ankauf der Container für 1,5 Millionen Euro beschlossen, jetzt ist von 2 Millionen Euro die Rede. Rund 200 Schüler sollen dann nach den Weihnachtsferien in den neuen Klassen unterrichtet werden, Grund ist, dass zum einen die Zahl der Schüler in den nächsten Jahren von derzeit 560 auf über 700 anwachsen wird, außerdem hatte der Stadtrat bereits im Juni 2019 beschlossen, Schüler von der Außenstelle in Salzburghofen zurückzuholen.  

Bereits Ende Januar wollte der Stadtrat den Kauf der Module beschließen, damals sperrte sich aber die CSU, 1,5 Millionen Euro waren Wolfgang Krämer (CSU) „einfach zu viel“, auch konnte er damals den Zeitdruck nicht verstehen. Im Februar musste der Rektor der Grundschule, Helmut Mayer, noch einmal in den Stadtrat ausrücken um Überzeugungsarbeit zu leisten. „Wir sind schon jetzt bis unter das Dach voll, selbst der Mehrzweckraum wird schon als Klassenzimmer genutzt“, es fehlten schon jetzt drei Klassenräume, zudem würde der Raumbedarf durch das weitere Anwachsen der Schülerzahlen steigen. Für die Inklusion und Sprachförderkurse würden zusätzliche Räume gebraucht, „und die gewünschte und beschlossene ‚Digitale Bildung‘ beschränkt sich bisher auf einen Overhead-Projektor pro Klasse“. 


Mit der nun kommenden Modullösung für einen Übergangszeitraum erwartet sich Mayer große Synergieeffekte, er will dort vorrangig vierte Klassen unterbringen, die dann in digital bestens ausgestatteten Räumen unterrichtet werden können. Mehrmals wiederholte Mayer, „ich möchte keinen Klotz hin bauen und keine Schule schließen (gemeint ist die Außenstelle Salzburghofen. Anm.), ich möchte nur dass es meinen bald über 700 Schülern gut geht“. 

Hud

Kommentare