Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

6860 unerlaubte Einreisen in Freilassing

Zahl der Migranten und der Abschiebungen nach Österreich verdoppelt

Bundespolizei Grenzkontrolle im Zug 26Aug2022 Bahnhof Traunstein (3).jpg
+
Die Deutsche Bundespolizei holt immer mehr Migranten aus den grenzüberschreitenden Zügen, wenn die Personen sich schon in Österreich registriert haben werden sie dorthin abgeschoben.

Nicht nur an den österreichischen Grenzen steigt die Zahl der Migranten, auch am Walserberg, an der Saalbrücke und vor allem am Bahnhof Freilassing, also an der deutsch-österreichischen Grenze, reisen im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Flüchtlinge ein.

Freilassing/ Salzburg – Die Bundespolizei Freilassing bearbeitete bis einschließlich September dieses Jahres 6860 Fälle, im Vergleichszeitraum 2021 waren es 3430. Die Zahl der Zurückweisungen stieg ebenfalls deutlich an, waren es von Januar bis August 2021 genau 2080, stieg die Zahl in diesem Jahr bis einschließlich August auf 4140 Männer, Frauen und Kinder an. Die meisten Einreisenden ohne gültige Papiere werden seit dem Frühjahr am Bahnhof Freilassing festgestellt.  

Damit zu Österreich: Die Zahl der Asylanträge in Österreich steigt weiter, bis einschließlich September sind heuer bereits knapp 72.000 Anträge gestellt worden, darunter allerdings auch rund 15.000 Inder, die nicht in Österreich bleiben wollen, aber sich an der österreichisch-ungarischen Grenze registrieren lassen müssen. Sie drängen in die Schattenwirtschaften der südlichen EU-Staaten und werden dort in der Landwirtschaft gebraucht. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt knapp 40.000 Asylanträge in Österreich gestellt. 

Die meisten Asylbewerber kamen auch im September wieder aus Indien (3910), gefolgt von Afghanistan (3735) und Syrien (2480). Ukrainerinnen und ihre Kinder tauchen in der Asylstatistik nicht auf, weil sie wegen der Massenzustrom-Verordnung sofort den Vertriebenen-Status erhalten und keinen Asylantrag stellen müssen, in der Grundversorgung, also dem Bezahlen von Unterkunft und Verpflegung durch die Länder, sind sie enthalten.

Knapp 10.100 Schutzsuchenden hat Österreich in diesem Jahr bereits Asyl gewährt, rund 4000 subsidiären Schutz, also ein zeitlich befristetes Asyl. Abgelehnt wurden knapp 20.000 Asylanträge. Insgesamt sind noch über 50.000 Verfahren nicht entschieden, davon liegen rund 42.000 Anträge in der ersten Instanz, also dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, sowie 6400 bei Verwaltungsgerichten.

Zwei Drittel in der Grundversorgung sind Ukrainer

Mit 1. September waren insgesamt 90.000 Männer, Frauen und Kinder in der Grundversorgung, darunter 63 Prozent Ukrainerinnen. Rund 83.000 in Landesbetreuung, der Rest in Bundesbetreuung, also zum Beispiel im Verteilzentrum des Innenministeriums in Bergheim oder Mondsee. Während in Bergheim hauptsächlich Inder und Pakistani untergebracht sind, sind es in Mondsee hauptsächlich Syrer. 

In Bergheim hat die Asylunterkunft des Bundes die maximale Auslastung des Hauses von 450 Personen erreicht, sie warten hier im sogenannten Schnellverfahren auf die Aufnahme in das Asylverfahren und die Verlegung in eine Unterkunft eines Bundeslandes. In Mondsee sind es dem Vernehmen nach rund 150. 

Stabile Zahlen in Salzburg

In den Unterkünften des Landes Salzburg ist die Zahl der Personen in der Grundversorgung von zuletzt 3900 auf nun 3778 gesunken, davon weiterhin 2500 Ukrainerinnen, unter anderem in den großen Unterkünften in Wals und Puch. In den eigentlichen Asylunterkünften des Landes sind derzeit unter anderem knapp 600 Syrer, sowie 100 Afghanen untergebracht. Im Land fehlen derzeit rund 500 Plätze. Stadt und Land Salzburg erfüllen die mit dem Bund vereinbarten Quartiersplätze nur zu 70 Prozent, neue Quartiere zu finden scheint auch wegen der teilweise negativen Reaktionen aus den Gemeinden schwierig. Dennoch wird der Bund in Salzburg vorerst keine Zelte aufstellen, wie im benachbarten Oberösterreich. 

hud

Kommentare