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Vorarbeiten starten

Lift statt Treppe: Freilassing bekommt endlich einen barrierefreien Bahnhof

Barrierefreier Bahnhof Freilassing Landrat Bernhard Kern Bürgermeister Markus Hiebl Berchtesgadener Land
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9000 Mal pro Tag steigt in Freilassing ein Fahrgast zu oder aus. Künftig wird es für die Pendler komfortabler.

Schluss mit Treppensteigen in der Eisenbahner-Stadt Freilassing: Die ersten Vorarbeiten für einen barrierefreien Bahnhof starten, ein Bauende steht bereits fest. Der Ausbau der ABS38 rückt dagegen in immer weitere Ferne.

Freilassing - Während Bürgermeister Markus Hiebl und Landrat Bernhard Kern am Gleis 1 freudig verkünden, dass die Vorarbeiten für einen barrierefreien Bahnhof starten, hievt eine ältere Dame ihren massiven Koffer von der Bordsteinkante hinauf in den wartenden Zug. Ein Paradebeispiel, das es in Zukunft nicht mehr geben soll.

2025: Barrierefreier Bahnhof in Freilassing

2025 soll der Bahnhof in der alten Eisenbahner-Stadt endlich barrierefrei sein. Dann sind sowohl die Bahnsteige an die Einstiegshöhe der Züge angepasst, als auch die „alten“ Gleise über einen Lift erreichbar. „Der Zugang zu den Zügen wird sehr viel besser und komfortabler“, so Hiebl. Ein Gewinn: Denn knapp 9000 Mal pro Tag steigt in Freilassing ein Fahrgast zu oder aus.

Dieses Jahr beginnen die vorbereitenden Maßnahmen zu dem Projekt, „zunächst einmal Kabel- und Oberleitungsuntersuchungen“, erklärt Hiebl. Dann folgt die Kampfmittelsondierung, um mögliche Gefahren durch Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg abzuwenden.

2023 sollen die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Die später errichteten Gleise 96 und 97 sind bereits jetzt ebenerdig erreichbar und somit außen vor. Lediglich für das Gleis 6 wird es keinen Lift geben. „Das ist nur ein Durchfahrtsgleis“, so Hiebl. Die Bauarbeiten starten am hintersten Bahnsteig an den Gleisen 7 und 8. „Dann arbeitet man sich etwa vierteljährlich vor in Richtung Bahnhof. Das letzte Gleis wird Gleis 1 sein. Das heißt, bis zum Bauabschluss ist der Bahnhof faktisch nicht ganz barrierefrei.“

Wird die Innenstadt barrierefrei an den Bahnhof angeschlossen?

Mit den Baumaßnahmen sind die Gleise barrierefrei erreichbar. Unklar ist jedoch noch, „inwieweit die bestehende Fuß- und Radwegunterführung, die Freilassing Nord und Süd miteinander verbindet, oder andere Alternativen auch barrierefrei an die Bahnsteige angeschlossen werden können“, so Hiebl. Das müsse die Stadt noch prüfen und entscheiden. „Das wäre auch für die Innenstadt ein echter Pluspunkt“, aber versprechen könne Hiebl noch nichts.

Landrat Kern: Werden ABS38 2030 noch nicht nutzen können

Auch Landrat Kern ist „froh und zufrieden“, dass die Bauarbeiten im nächsten Jahr beginnen. „Jetzt schaffen wir es zumindest einmal am Hauptbahnhof in Freilassing, dass dieser barrierefrei wird.“ An den Endbahnhöfen in Laufen als auch in Berchtesgaden seien die Gleise derzeit noch nicht barrierefrei erreichbar.

Der Landrat nutzt die Gelegenheit, um auch den Ausbau der Bahnstrecke ABS38 München-Mühldorf-Freilassing anzusprechen. „Die Planungen sind weiter nach hinten gerutscht“, erklärt Landrat Kern. „Den Gedanken, dass wir die ABS38 2030 nutzen können, muss man verwerfen.“ Kürzlich hatten sich die Bürgermeister von Laufen, Saaldorf-Surheim und Freilassing zusammen mit Landrat Kern an den Verkehrsminister in einem offenen Brief gewandt. Eine Antwort steht aber noch aus. Auch der Kreistag wird sich am 20. Mai in seiner Sitzung mit der ABS38 beschäftigen.

ce

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