Projekt mit der Technischen Universität München

Verbessert dieses Projekt die Mobilität in Freilassing?

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Freilassing - Die Oberste Baubehörde (OBB) im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr hat im Jahre 2015 den Arbeitskreis „Vernetzte Mobilität“ ins Leben gerufen. Dieser soll Projektideen rund um die Mobilität entwickeln. Auch in Freilassing:

Im Jahre 2015 hat die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr den Arbeitskreis „Vernetzte Mobilität“ ins Leben gerufen. 

Das Ziel ist eine gezieltere Entwicklung und Auswahl von Projektideen für Kommunen. Eines der Projekte lautet „Zugang zur Bahn“. Dieses wird zusammen mit der Technischen Universität München (TUM) erarbeitet und verfolgt das Ziel, am Beispiel von fünf Modellkommunen, Vorschläge für eine Verbesserung des fußläufigen Zugangs zu den Bahnstationen und der Vernetzung aller Mobilitätsformen vor Ort zu erarbeiten

So soll die Mobilität verbessert werden

Zur Verbesserung der Reisemobilität sollen folgende Anforderungen berücksichtigt werden:

  • Den Zugang zum öffentlichen Verkehr zum Qualitätsprodukt einer Reisekette machen 
  • Die Erfassung objektiver und subjektiver Einschätzungen der Fußwegequalitäten
  • Einbindung und Vernetzung, städtebauliche Integration, Wegenetze und Beschilderung 
  • Durchführung von Pilotprojekten zur Verbesserung von Wegebeziehungen
  • Übertragbare Empfehlungen als Leitfaden für die beteiligten Akteure in einem Praxishandbuch aufzeigen

Diese Qualitätskriterien werden untersucht

Untersucht werden die fußläufigen Wegeverbindungen zum Bahnhof anhand von folgenden Qualitätskriterien: 

  • Komfort 
  • Einfachheit 
  • Direktheit 
  • Umgebung (interessant oder langweilig) 
  • Verkehrssicherheit 
  • Sicherheit (Kriminalität) 

Keine Kosten für die Modellkommunen

Die Stadt Freilassing ist als Modellkommune vorgeschlagen worden. Für die Modellkommunen entsteht im Rahmen der Untersuchung kein finanzieller Aufwand. Allerdings wird eine aktive Mitwirkung im Projekt gewünscht. 

Neben den Modellkommunen sind folgende Akteure ebenfalls Projektpartner: 

  • TUM 
  • OBB 
  • Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) 
  • Deutsche Bahn 
  • ÖPNV-Aufgabenträger bzw. deren Gesellschafter Verkehrsunternehmen 

Fachliche Betreuung durch die TU München

Die fachliche Betreuung erfolgt durch die Professur für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung an der Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt an der TUM, in Person von Herrn Prof. Dr.-Ing. Gebhard Wulfhorst. Bereits erfolgt ist die Besichtigung vor Ort und die Befragung von Bahnkunden und Besuchern des Bahnhofes vor Ort. Außerdem hat eine Online-Befragung stattgefunden. Die Befragung vor Ort fand am 18. Oktober 2017 in Freilassing statt, an der Online-Befragung konnte man bis Januar 2018 teilnehmen.

Die Ergebnisse der Befragungen vor Ort vom 18.10.2017 sowie der Online-Befragung, die über den Link zugang-zur-bahn.de erreichbar war, werden aktuell aufbereitet und analysiert.

Das sind die nächsten Schritte 

Die nächsten Schritte sind nun die Entwicklung eines Maßnahmenkonzeptes in Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren und ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch mit allen Modell- und Pilotstandorten. Die Entwicklung des Maßnahmen konzeptes ist im Rahmen eines Workshops für das Frühjahr 2018 geplant und der Erfahrungsaustausch für den Sommer 2018

Bereits am 08.02.2018 fand die 2. Beiratssitzung zum Projekt „Zugang zur Bahn“ statt. Im Rahmen dieser Sitzung wurden erste Ergebnisse im Rahmen einer Präsentation vorgestellt. Die jeweils den einzelnen Modellkommunen zugeordneten Ergebnisse sollen nun im Rahmen von Workshops in den Kommunen vor Ort präsentiert und diskutiert werden

In den halbtägigen Workshops stellt das Team der TUM die Ergebnisse für die jeweilige Kommune vor. Dazu gehören die Ergebnisse der Begehung in jeder Modellkommune, sowie der Vor-Ort-und Online-Befragung. 

In Workshop-Team von rund 15-20 Teilnehmern sollen die Ergebnisse diskutiert werden und durch die Fachkenntnis der Akteure zielgerichtet beurteilt werden.

Workshopteilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen

Die Workshopteilnehmer sollen sich aus möglichst unterschiedlichen Bereichen zusammensetzen, so zum Beispiel

aus 

  • der Kommunalen Politik und der Verwaltung
  • der Obersten Baubehörde (OBB)
  • dem DB Netz
  • der DB Station&Service und gegebenfalls weiteren Eisenbahninfrastrukturunternehmen
  • Immobilientöchtern der Deutschen Bahn, ggf. weitere Flächenentwickler vor Ort (z.B. Aurelis, vivico)
  • private Flächeneigentümer im Bahnhofsumfeld
  • Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG)
  • Verkehrsunternehmen
  • Verkehrsverbundgesellschaften
  • Bike-Sharing/Car-Sharing/Taxi-Anbieter
  • P+R/B+R – Verantwortliche
  • Straßenverkehrsbehörde und Straßenbauamt
  • Schulen
  • Ausbildungseinrichtungen
  • Einzelhandel
  • Versorgung
  • Freizeiteinrichtungen
  • ausgewählte Arbeitgeber
  • Polizei
  • und anderen

Konkrete Maßnahmenerarbeitung für die Kommunen

Ziel des Workshops ist die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes, aus dem einzelne Maßnahmen vorgeschlagen und so konkret wie möglich diskutiert werden sollen. 

Im Anschluss der Workshops werden die Ergebnisse durch das Team der TUM aufbereitet und den Partnern zur Verfügung gestellt. 

Die mögliche Umsetzung der Maßnahmen ist nicht mehr Teil des Projektes, sondern liegt dann in den Händen der teilnehmenden Kommunen sowie den beteiligten Akteuren 

Workshop für den Stadrat Freilassing

Der Workshop in Freilassing findet am 06.06.2018 zwischen 14:00 bis 17:00 Uhr statt. Aus dem Stadtrat Freilassing wird je ein Mitglied der Fraktionen CSU, SPD, Grüne, FWG und Pro Freilassing teilnehmen.

Rubriklistenbild: © dpa

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