Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zapft Österreich den Erdgasspeicher Haidach an?  

Freilassinger Unternehmen Max Aicher hofft im Notfall auf Gas von Ungarn-Präsident Orban

Hier in Straßwalchen ist unterirdisch Europas zweitgrößter Erdgasspeicher, der bisher ausschließlich für Deutschland genutzt wurde.
+
Hier in Straßwalchen ist unterirdisch Europas zweitgrößter Erdgasspeicher, der bisher ausschließlich für Deutschland genutzt wurde.

Europas größter Erdgasspeicher in Haidach bei Straßwalchen wird ausschließlich über eine Pipeline aus Deutschland kommend befüllt und ist bisher auch nicht an das österreichische Netz angeschlossen. Das soll sich nun ändern, so ein neues Gesetz der österreichischen Bundesregierung.

Straßwalchen bei Salzburg/Freilassing - Bayern, vor allem das Industriedreieck Burghausen, das bisher von Haidach aus versorgt wurde, will nun unbedingt einen Vertrag mit der Republik Österreich über die künftige Nutzung. Man befürchtet, dass Österreich das künftige Gas im Krisenfall alleine nutzen will. Im energieintensiven Stahlwerk Annahütte von Max Aicher in Hammerau bei Ainring macht man sich trotzdem keine allzu großen Sorgen. 

„Wir hoffen, Gas aus Ungarn zu bekommen“, so Evelyne Aicher gegenüber dem ORF Salzburg. (Archivbild)

Evelyne Aicher von der gleichnamigen Unternehmensgruppe erklärte am Dienstag in der täglichen Nachrichtensendung des ORF Landesstudio Salzburg: „Wir haben unsere Fühler in Ungarn ausgestreckt weil wir mit Orban (Ungarischer Ministerpräsident. Anm.) sehr gerne und intensiv zusammenarbeiten und Orban wiederum ist ja mit Putin befreundet, zumindest tut er so, und da hoffen wir, dass wir über Ungarn immer noch Gas bekommen“.   

Am Dienstag war Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen nicht nur bei der Festspieleröffnung sondern auch in Haidach. Dieser ist derzeit nur zu 20 Prozent gefüllt, zwei Drittel des Speichers gehörten Gazprom, die den Speicher aber offensichtlich nicht mehr füllen will. Nun darf die österreichische Betreibergesellschaft per Gesetz neue Nutzer suchen. Der Speicher versorgte bisher ausschließlich die süddeutsche Region und zum Teil auch Tirol und Vorarlberg über Bayern

Österreichs Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen (2.v.r.) besuchte am Dienstag den Erdgasspeicher Haidach um sich ein Bild vor Ort zu machen.

Ein kleinerer Speicher in Straßwalchen, Haidach 5, gehört der Salzburg AG, dieser sei bereits zu 95 Prozent voll, so Salzburg AG Generaldirektor Leonhard Schitter. Aber „Österreichweit muss man aber alle Anstrengungen unternehmen, die Speicherstände zu erhöhen, da ja 20 Prozent des Stroms aus Gas erzeugt werden und aus der Gaskrise auch eine Stromkrise werden könnte“. Der große Haidach-Speicher ist ab 1. August zur Nutzung freigegeben, das heißt andere Unternehmen können den Speicher unter der Erde nutzen.

„Das Gas wird mit Druck in Sandsteine eingebracht und bei Bedarf an die Firmen abgegeben, die den Speicherplatz gemietet haben“, erklärt Markus Mitteregger, CEO der Betreiberfirma RAG die Vorgehensweise und hofft, „dass es nicht soweit kommt, dass die Gaslieferungen vollständig ausfallen. Aber auch dann würden wir in Teilbereichen Österreich am Laufen halten können. Ich glaube, dass wir den Winter mit Einschränkungen wohl bewältigen werden können“, so Mittereggers Prognose.

hud

Kommentare