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Aktiver Tierschutz bei Ankerhunde

Hund sucht Zuhause: So adoptiert ihr eine Ankerhunde-Fellnase

Ankerhunde Tierschutzverein Freilassing Straßenhunde Bosnien Kroatien
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Die Mitglieder des ehrenamtlichen Tierschutzvereins „Ankerhunde“ versorgen und vermitteln Straßenhunde aus Bosnien und Kroatien

Der ehrenamtliche Tierschutzverein Ankerhunde versorgt und vermittelt Straßenhunde aus Bosnien und Kroatien. Die Nachfrage nach den Hunden ist groß. Vereinsgründerin Tiziana Tavalla erklärt die ersten Schritte und Anforderungen, um einen Anker-Hund adoptieren zu können.

Freilassing/Region - Tiziana Tavalla kann sich noch gut an den Tag erinnern, an dem sie das erste Mal auf einer Mülldeponie in Bosnien stand. Die Vereinsgründerin und das Ankerhunde-Team richtete dort Futterplätze ein und führte bei den Straßenhunden Kastrationen durch.

Eine Frau ist jeden Tag zu dieser Mülldeponie gefahren und hat den Hunden Futter gebracht. Jeder Hund kennt sie und ihr kleines gelbes Auto. Auch an jenem Tag, als das Team von Ankerhunde da war, ist die Frau gekommen, um die Hunde zu füttern. Dann ist sie wieder in ihr Auto gestiegen und weggefahren. „Da war der kleine Batman. Er ist ihr so lange hinterher gelaufen, bis er zusammengeklappt ist. Er wollte einfach mit“.

Tiziana kriegt jetzt noch Gänsehaut, wenn sie sich daran erinnert. Es gebe viele solche Momente in Bosnien, erklärt sie. Batman hat heute ein Zuhause gefunden. Ankerhunde hat ihn an seine neue Familie vermittelt.

Ankerhunde: Ich möchte einen Hund adoptieren. Was muss ich tun?

Der ehrenamtliche Verein Ankerhunde betreibt aktiven Auslandstierschutz. Die Mitglieder versorgen Straßenhunde in Bosnien und Kroatien mit Futter, einem Platz zum Schlafen und tierärztlichen Behandlungen. Außerdem vermittelt der Verein den Hunden ein neues Zuhause, um ihnen ein besseres und sicheres Leben schenken zu können.

Um einem der Vierbeiner ein Zuhause bieten zu können, muss man einige Anforderungen erfüllen. Der erste Schritt besteht darin, einen Selbstauskunftsbogen auf der Website der Ankerhunde auszufüllen. „Da gibt man schon mal an, wie lange der Hund alleine wäre und ob man Hundeerfahrung hat“, so Tiziana. Nachdem der Selbstauskunftsbogen bei Ankerhunde eingegangen ist, nimmt der Verein den telefonischen Kontakt auf.

„Dann kann man schauen, welcher Hund auch zu einem passt. Nicht jeder Hund passt in jede Familie. Wir bieten immer an, wenn der Hund bereits auf einer Pflegestelle zu besuchen ist, dass man vorerst Pflegestelle wird und sich dann entscheidet, ob der Hund passt“, erklärt Tiziana weiter. So könne man sehen, ob auch das Energielevel des Hundes zu einem passe, ob man im Alltag gemeinsam zurechtkomme, auch schlicht „mag der Hund mich?“. Nur anhand der Bilder und Videos, die Ankerhunde von den Vierbeinern macht, sei es „immer ein bisschen schwer zu entscheiden. Es soll ja auch für viele Jahre alles gut gehen.“

Pflegestelle werden

Pflegestellen nehmen Hunde auf, bevor sie weiter vermittelt werden. „Die Pflegefamilie kann sehr gut einschätzen, welches Zuhause dann wirklich das Richtige ist“, erklärt Tiziana. Als Pflegestelle kann man den Verein Ankerhunde aktiv beim Tierschutz unterstützen. Doch auch mit kleinen Futter-, Spielzeug- oder Geldspenden kann man den Hunden helfen.

Haustier-Boom während Corona: Ankerhunde schaut genau hin

Rund 30 Hunde pro Monat vermittelt der Verein in ein neues Zuhause. 2020, im ersten Jahr der Corona-Pandemie hat Deutschland geradezu einen Boom am Haustiermarkt erlebt. Eine Millionen mehr Haustiere in Deutschland verzeichneten der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZFF) für dieses eine Jahr. Damit stieg die Gesamtzahl an Haustieren in Deutschlands Haushalten auf 35 Millionen an. Auch in den Tierheimen stieg die Nachfrage nach Haustieren, das hat etwa auch das Tierheim in Freilassing gespürt: An der Zunahme des illegalen Tierhandels an der Grenze.

Auch bei den Ankerhunden zeigte sich ein spürbarer Einfluss durch die Pandemie. Es sei besonders schwierig gewesen, erzählt Tiziana. „Da kamen zwar drei- oder vierfach so viele Anfragen, aber da musste man natürlich sehr viel aussortieren.“ Der Verein habe besonders genau gearbeitet. Ob man wirklich die Zeit habe, einen Hund zu halten? Was denn sei, wenn die Pandemie zu Ende gehe und kein Home Office mehr sei? Der Verein habe dazu auch eine Bestätigung vom Arbeitgeber verlangt zur Home Office Regelung. Denn eines sei bei den Anfragen sehr deutlich sichtbar gewesen: „Die Leute hatten Zeit. Aber was ist danach?“

Ihr wollt helfen?

Der Tierschutzverein Ankerhunde lebt von seinen ehrenamtlichen Mitgliedern und den Spenden von Tierschützern. Ankerhunde freut sich immer über Geld- oder Sachspenden, etwa Futter, Leckerlies, Spielsachen oder auch große Plastikwannen und Decken - gerade jetzt für den kommenden, kalten Winter.

Geldspenden könnt ihr überweisen an:

Ankerhunde IBAN: DE9671 0900 0000 0056 3722

Oder über PayPal: kontakt@ankerhunde.de

Mehr Infos gibt es auf www.ankerhunde.de

Goldschmiedgasse 6, 83395 Freilassing

Öffnungszeiten: variiert, meist Mo - Fr 9 - 14 Uhr

ce

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