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Aktiver Tierschutz in Bosnien und Kroatien

1,5 Tonnen Futter, 250 Hunde: „Ankerhunde“ gründet neuen Standort in Freilassing

Ankerhunde Tierschutzverein Freilassing Straßenhunde Bosnien Kroatien
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Die Ehrenamtlichen vom Verein Ankerhunde versorgen und vermitteln Hunde aus Bosnien und Kroatien. Alle paar Wochen geht es mit dem Bus vollgepackt mit Futter und anderen Sachspenden zur Hunderanch.

Zu wenig Platz für Hundefutter: Der Tierschutzverein „Ankerhunde“ hat seinen neuen Standort in Freilassing gefunden. Vereinsgründerin Tiziana Tavalla erzählt im Interview über das Wirken des ehrenamtlichen Vereins.

Freilassing - 1,5 Tonnen Futter pro Monat. So viel braucht der Verein „Ankerhunde“ für die rund 250 Hunde, die die Mitglieder in Bosnien und Kroatien versorgen. „Eigentlich haben wir nur ein Lager gesucht, weil alle unsere Plätze, unsere Familien, unsere Keller und Wohnungen - es war alles voll mit Futter“, erklärt Tiziana Tavalla, Vereinsgründerin, im Gespräch mit BGLand24.de. Sie wollen auch nicht nein sagen, weil jeder Sack so dringend gebraucht wird. Deswegen hat „Ankerhunde“ jetzt einen eigenen Standort in der Goldschmiedgasse in Freilassing.

„Ankerhunde“: Anlaufstelle jetzt in Freilassing

Tritt man ein, begrüßen einen Tizianas Hunde. Tiziana selbst sitzt an einem großen Schreibtisch. Links an der Wand sind viele Fotos aufgehängt mit glücklichen Hunden und noch glücklicheren Besitzerinnen, Pflegern und Vereinsmitgliedern. Im hinteren Bereich, versteckt sich hinter einem großen weißen Regal voller Ankerhunde-Artikel das Futterlager. Randvoll bis oben hin stapelt sich hier normalerweise alles, was die Hunde so gebrauchen können. „Zwei meiner Kollegen sind gerade in Bosnien, deswegen ist es jetzt nicht ganz so voll. Sie sind gestern Nacht gefahren.“

Tierschutzverein „Ankerhunde“

Ankerhunde Tierschutzverein Freilassing Straßenhunde Bosnien Kroatien
Die Ehrenamtlichen vom Verein Ankerhunde versorgen und vermitteln Hunde aus Bosnien und Kroatien.  © Ankerhunde
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Auf der Hunderanch freuen sich die Fellnasen nicht nur über Futter, sondern auch über Streicheleinheiten.  © Ankerhunde
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Manche Straßenhunde kommen zurecht, erklärt Tiziana. Doch auch sie, heißt es zu unterstützen. Etwa mit Kastrationen und tierärztlicher Versorgung.  © Ankerhunde
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Alle paar Wochen geht es mit dem Bus vollgepackt mit Futter und anderen Sachspenden zur Hunderanch.  © Ankerhunde
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1,5 Tonnen Futter braucht der Verein monatlich, um die ganzen Hunde zu versorgen.  © Ankerhunde
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Das Leid der Tiere ist der Grund, warum die Ehrenamtlichen von „Ankerhunde“ alle Strapazen auf sich nehmen, um den Vierbeinern zu helfen.  © Ankerhunde
Ankerhunde Tierschutzverein Freilassing Straßenhunde Bosnien Kroatien
Wenn möglich, werden die Fellnasen an Pflegestellen vermittelt oder direkt an ein neues Zuhause.  © Ankerhunde
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Rund 250 Hunde versorgt „Ankerhunde“ derzeit.  © Ankerhunde
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Knapp 200 davon befinden sich auf der gegründeten Hunderanch.  © Ankerhunde
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Der Verein freut sich immer über Unterstützung. Jeder einzelne Sack Futter werde dringend gebraucht.  © Ankerhunde
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Tiziana möchte mit dem neuen Standort in Freilassing in der Goldschmiedgasse neben einem Futterlager auch einen Anlaufpunkt für Tierschutz bieten.  © ce
Ankerhunde Tierschutzverein Freilassing Straßenhunde Bosnien Kroatien
Die Fotowand soll auch Einblicke verschaffen: ehrenamtliche Helfer, Pfleger und viele, viele Hunde.  © ce
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Hinter dem weißen Regal versteckt sich das Futterlager.  © ce
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Normalerweise bis ganz oben voll: Das Futter- und Sachspendenlager des Vereins. © ce
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Ein Anlaufpunkt für Tierschutz: der neue Standort von „Ankerhunde“ in Freilassing.  © ce

Was eigentlich „nur“ ein Lager für Futter- und Sachspenden werden sollte, hat sich in einen Treffpunkt für Tierschutz entwickelt. „Gerade ältere Leute, die vielleicht mit dem Tierschutz noch nicht so verbunden sind, haben hier eine Anlaufstelle“, so Tiziana. Eigentlich sind die Ankerhunde sehr aktiv in den Sozialen Medien, um von ihrer Arbeit in Bosnien zu berichten und auch die Hunde vorzustellen. Jetzt sei man zusätzlich auch ein paar Stunden am Tag in Freilassing, sozusagen „griffbereit“.

Was macht „Ankerhunde“ eigentlich?

„Auslandstierschutz ganz groß geschrieben.“ Die Ehrenamtlichen von Ankerhunde „versorgen, kastrieren, retten Hunde aus Kroatien und ein bisschen mehr aus Bosnien“, erklärt Tiziana. „Unser Herz liegt in Bosnien, da ist das Leid einfach sehr, sehr groß.“ Weil es ein Drittland sei, gebe es auch sehr wenige Vereine, die Tierschutz betreiben, „weil es sehr kompliziert ist, Hunde auch ausreisen zu lassen.“

Der Verein leitet Kastrationsprojekte und leistet Aufklärung. Die Ehrenamtlichen haben auch eine „Ankerhunde-Ranch gegründet mit über 200 Hunden aktuell, die wir impfen, kastrieren, tierärztlich versorgen. Oft haben sie halt irgendwas, wenn sie gefunden werden. Teilweise ist es auch Gott sei Dank schon so, dass die Hunde, bevor sie getötet oder ausgesetzt werden, direkt uns gebracht werden.“

Tiziana fährt mit einer Kollegin etwa alle drei Wochen nach Bosnien. Im Gepäck: Futter- und Sachspenden. Auf dem Rückweg fahren sie auch sogenannte Tötungsstationen in Kroatien an. In denen holen sie oft Hunde ab und retten sie so vor dem sicheren Tod. Dazu brauchen die Fellnasen jedoch mindestens eine zugesagte Pflegestelle.

Ankerhunde: Wie alles begann

Durch so eine Fahrt ist auch der Verein Ankerhunde entstanden. „Ich habe vorher in einem anderen Verein gearbeitet, ehrenamtlich. Und da bin ich mit dem Fahrer vor etlichen Jahren mitgefahren. Ich kriege jetzt noch Gänsehaut. Da waren die Hunde im Schweinestall bis ganz oben im Dreck“, erzählt Tiziana. „Wir haben alle nichts mit Bosnien zu tun. Keine Wurzeln oder irgendwas, sondern wirklich das große Leid. Das war eine Fahrt, völlig unverbindlich. Ich wollte mir das mal anschauen und dann bin ich da irgendwie hängengeblieben.“

Mittlerweile gibt es den Verein „Ankerhunde“ seit rund zwei Jahren. Doch nicht nur Ehrenamtliche in Deutschland helfen mit. „Wir haben ganz tolle Leute in Bosnien. Ohne die könnten wir es gar nicht schaffen.“

Ihr wollt helfen?

Der Tierschutzverein Ankerhunde lebt von seinen ehrenamtlichen Mitgliedern und den Spenden von Tierschützern. Ankerhunde freut sich immer über Geld- oder Sachspenden, etwa Futter, Leckerlies, Spielsachen oder auch große Plastikwannen und Decken - gerade jetzt für den kommenden, kalten Winter.

Geldspenden könnt ihr überweisen an:

Ankerhunde IBAN: DE9671 0900 0000 0056 3722

Oder über PayPal: kontakt@ankerhunde.de

Mehr Infos gibt es auf www.ankerhunde.de

Goldschmiedgasse 6, 83395 Freilassing

Öffnungszeiten: variiert, meist Mo - Fr 9 - 14 Uhr

In einem weiteren Artikel erklärt uns Tiziana Tavalla im Gespräch, wie man als Pflegestelle helfen kann und was es zu beachten gilt, wenn man einen eigenen Hund möchte.

ce

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