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Vandalismus und Fahrraddiebstähle in Freilassing

Trotz Lockdown: Starker Anstieg von Straftaten im vergangenen Jahr - Digitaler Strafzettel kommt

Der neue, digitale Strafzettel erhält nur mehr einen QR-Code, was man falsch gemacht hat und wie viel das kostet erfährt man dann erst online.
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Jetzt auch in Freilassing: Digitaler Strafzettel mit QR-Code.

Einen starken Anstieg von Straftaten um satte 26,3 Prozent von 2019 auf 2020 musste Gerhard Huber als Leiter der Polizeiinspektion Freilassing am Mittwochabend in der Bürgerversammlung verkünden. Insgesamt registrierte die Inspektion 1552 Straftaten, allerdings im gesamten Zuständigkeitsbereich, also auch in Ainring, Teisendorf und Saaldorf-Surheim.

Freilassing - Doch wie ist dieser starke Anstieg zu erklären, was wird als Straftat bezeichnet? „Es sind großteils Fahrraddiebstähle, Ladendiebstähle und immer mehr Vandalismus“, versucht Huber zu beruhigen. Beim Vandalismus sind es junge, einheimische Erwachsene, „die zerstören sich da ihre eigenen Grundlagen, das verwundert mich schon sehr“, so Huber. Die Polizei habe einen Fokus darauf, „aber es sind uns die Hände gebunden, denn bei den jungen Herrschaften herrscht ein Chorgeist, das heißt keiner verrät den anderen“. Zuletzt musste die Stadt Freilassing 7000 Euro in die Hand nehmen um einen Teich vom Unrat zu befreien. Mit 1552 Straftaten im Jahr 2020 sind die vier Gemeinden übrigens wieder auf dem Niveau von 2014 angekommen, die Jahre dazwischen bis 2020 lag die Zahl der Straftaten deutlich darunter, im Durchschnitt bei 1250.

„Inzidenz“ jetzt auch bei Straftaten

Interessant auch die Zahl der Häufigkeit von Straftaten, diese beträgt im Inspektionsbereich Freilassing, also insgesamt vier Gemeinden, 3401, das heißt, pro 100.000 Einwohner gab es im vergangenen Jahr 3401 Straftaten. Das sind 476 Fälle mehr als noch 2019, „trotz diesem Anstieg ist es in Freilassing aber immer noch sicher“, versichert Huber. Bayernweit liegt diese Zahl übrigens bei 4528. Noch wichtiger für die Polizei ist die Aufklärungsquote, diese lag im vergangenen Jahr bei 65,9 Prozent. „Zum aktuellen Jahr darf ich noch nichts sagen, nur so viel: im Vergleich zu 2020 stehen wir gut da“.

Parküberwachung bringt 26.000 Euro

Das Parken in Freilassing ist ja bekanntlich kostenlos, vorausgesetzt man parkt nicht länger als zwei Stunden und man steht auf der richtigen Straßenseite, sonst gibt’s einen Strafzettel, die zuständige Beamtin der Inspektion hat im Jahr 2020 rund 26.000 Euro eingesammelt. Ebenfalls nur im Stadtgebiet Freilassing ereigneten sich im vergangenen Jahr 382 Verkehrsunfälle.

„QR-Code“ statt Strafzettel

Mittlerweile sind alle Polizeibeamte mit iPhones ausgestattet, eine spezielle App soll ihnen jetzt zusätzlich eine schnelle, mobile Erfassung ermöglichen. Ein Falschparker bekommt dann keinen Strafzettel mehr an die Windschutzscheibe sondern eine „Bürgerbenachrichtigung“ mit QR-Code, zahlen kann er dann Online in einem „Bürger-Infoportal“. „Allerdings kann jeder auch weiterhin zur Inspektion kommen und hier bezahlen“. Vorteile soll das neue System vor allem beim Datenschutz haben, es steht nicht mehr das Vergehen auf der Nachricht sondern nur mehr das Kennzeichen. Amüsiert überreichte Huber dann Bürgermeister Markus Hiebl eine erste Bürgerkarte, „es ist ein Muster, Sie können sich die Ordnungswidrigkeit also aussuchen“. Die ersten Erfahrungen aus München seien sehr positiv, einige wollten aber doch noch persönlich zahlen, auch in Freilassing.

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