CSU zieht positive Leistungsbilanz

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Referenten des Abends von links: Bürgermeisterkandidat aus Saaldorf-Surheim Bernhard Kern, Bezirksrat Georg Wetzelsperger, Landrat Georg Grabner, Bürgermeister Josef Flatscher, Ortsvorsitzender und stellvertr. Kreisvorsitzender Dr. Wolfgang Krämer, CSU-Fraktionssprecher im Stadtrat Bad Reichenhall Martin Schoberth

Freilassing - Die CSU Berchtesgadener Land hat in Freilassing zentrale Inhalte ihrer Politik der nächsten sechs Jahre dargelegt. Landrat Grabner zieht positive Leistungsbilanz.

Im Gasthaus Rieschen diskutierten Landrat Georg Grabner, Bezirksrat Georg Wetzlsperger, die Bürgermeister Josef Flatscher, Ludwig Nutz und Silvester Enzinger, die Bürgermeisterkandidaten Bernhard Kern aus Saaldorf-Surheim, Thomas Gasser aus Teisendorf, sowie viele weitere Kreistagskandidaten über die zentralen Zukunftsaufgaben des Landkreises. Reichenhalls CSU-Fraktionsvorsitzender Martin Schoberth referierte dabei über die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen zum Thema Energie.

Georg Grabner kennt den Landkreis wie kaum ein anderer mit 30 Jahren Kreistagserfahrung, viele Jahre als Abgeordneter im Bayerischen Landtag und seit zwölf Jahren nun als Landrat. Diese Arbeit möchte er auch die nächsten sechs Jahre gerne fortsetzen: „Politik hat keinen Anspruch auf Dank, aber in mir brennt das Feuer, ich will gestalten und was bewegen“, so Landrat Grabner bei der CSU-Veranstaltung. Er erinnerte an seine Anfangszeit als Landrat, als die Finanzierung der Krankenhäuser auf Fallpauschalen umgestellt wurde und der Landkreis das städtische Klinikum in Bad Reichenhall übernehmen musste. „Das war ein riesiger Kraftakt, alle Standorte zu behalten“, so Grabner. Und auch heute würden sich immer wieder neue Herausforderungen ergeben. Er dankte deshalb allen Parteien im Kreistag, dass hier die Sache im Vordergrund stehe und die Beschlüsse fast immer einstimmig seien.

Bildungspolitik hat für Georg Grabner oberste Priorität. Deshalb werde auch weit mehr in die Schulen investiert als es Pflicht wäre. Die Berufsschule Freilassing wurde erst kürzlich von einer Bewertungskommission als vorbildlich gelobt. Der Umbau des Karlsgymnasiums wird nächstes Jahr abgeschlossen und die Planungen für das Gymnasium Laufen stehen als nächstes auf der Tagesordnung. Grabner gibt in der Bildungspolitik vor, dass es im Berchtesgadener Land kein Kind ohne Schulabschluss geben solle. „Die größten Probleme hat der Sozialstaat mit Menschen ohne Bildungsabschluss“, so Grabner. Außerdem dürfe es keinen Schulabschluss geben ohne weiterführende Bildungsangebote. „Kein Abschluss ohne Anschluss“ nennt das Grabner. Gemäß der Devise, dass kein Talent verloren gehen dürfe, sei auch die Schulsozialarbeit massiv ausgeweitet worden. „Das ist keine Pflichtaufgabe, sondern eine freiwillige Leistung des Landkreises“, betont Grabner. Neben der schulischen Bildung müsse die berufliche Weiterbildung ebenso gefördert werden wie die außerschulische Bildung, etwa durch das Schülerforschungszentrum. Das Konzept der „Bildungsregion BGL“ ruhe auf fünf Säulen. Grabner kündigte an, dass es dazu fünf Arbeitskreise mit Öffentlichkeitsbeteiligung geben werde.

Das Thema „Energie“ ist für die Kommunalpolitik eine besondere Aufgabe. Für den Landkreis sehe er dabei drei Ziele: Energie einsparen, Energie effizienter einsetzen und auf erneuerbare Energien umstellen. Er sei stolz darauf, dass unter einem CSU-Landrat ein Klimaschutzkonzept mit 31 ganz konkreten Projekten beschlossen wurde, die nun umgesetzt werden. Allerdings brauche die Energiewende die aktive Unterstützung von Kommunen, Wirtschaft und Bürgern. Mit der Einstellung eines Klimaschutzmanagers werde der Landkreis das Thema nun noch energischer und aktiver vorantreiben. Auch ein Salzachkraftwerk stehe für ihn weiter auf der Agenda. Für ihn seien die Ziele der Salzachsanierung und einer naturverträglichen Energieerzeugung gemeinsam zu erreichen.

Unterstützung für die Nutzung der Wasserkraft der Salzach bekam Landrat Georg Grabner von Saaldorf - Surheims CSU-Bürgermeisterkandidaten Bernhard Kern. „Wir unterstützen den Ausbau des Energieflusses Salzach“, so Kern. Es habe schon etliche Termine mit Umweltminister Huber, der Landtagsabgeordneten Michaela Kaniber, Landrat Georg Grabner und Bürgermeister Ludwig Nutz gegeben. „Dieses Thema wollen wir langfristig weiter voranbringen“, stellte Kern klar. Er unterstütze Grabner auch in dessen Feststellung, dass alle Grundschulstandorte erhalten bleiben sollen. „In Saaldorf-Surheim sind die Grundschulstandorte nicht gefährdet“, so das Fazit von Bernhard Kern. Die Gemeinde müsse dafür aber die entsprechenden Strukturen schaffen, indem sie für Bauland in einem vernünftigen Rahmen sorgt, die Innenverdichtung vorantreibt und vorhandene Bausubstanz ausbaut. Saaldorf-Surheims Bürgermeister Ludwig Nutz habe hier hervorragende Arbeit geleistet.

Bad Reichenhalls CSU-Fraktionsvorsitzender Martin Schoberth referierte als ausgebildeter Diplom-Ingenieur für Energie- und Versorgungstechnik speziell über die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen. „Viele Gemeinden wollen den zweiten Schritt vor dem ersten machen“, meinte Schoberth und berichtete von einem Beispiel aus Bad Reichenhall. Dort habe es eine 30 Jahre alte Verordnung zum Verbot von Festbrennstoffen gegeben. Damit seien heute aber auch Pellets und Hackschnitzel betroffen. Die erste Aufgabe der Gemeinde ist es deshalb aus seiner Sicht, Barrieren aus dem Weg zu räumen. In einem zweiten Schritt könnten positive Energieträger gelistet bzw. empfohlen werden. Bauwerbern und Gebäudesanierern könnte man die entsprechenden Informationen bereits aufbereiten, damit nicht jeder Antragsteller alle Daten von neuem in Erfahrung bringen muss. Der dritte Schritt sei natürlich die Vorbildfunktion einer Kommune. Viele Gebäude seien direkt oder indirekt in der Hand der Kommunen. Hier gebe es viele Handlungspotentiale.

Bezirksrat Georg Wetzlsperger fokussierte seine Rede auf das Thema Inklusion. Freilassing habe ja als einer der ersten Schulen überhaupt das Prädikat „Inklusionsschule“ erhalten. Natürlich sei es ein Thema, wenn nun behinderte Kinder in der Klasse sitzen und alle zusammen unterrichtet werden sollen. „Die Barrieren für eine gemeinsame Beschulung sind dabei hauptsächlich in den Köpfen vorhanden“, meinte Wetzlsperger, und weiter:„Es geht um das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung“. Natürlich gebe es heute zwar das Recht auf eine gemeinsame Beschulung, jedoch blieben die Förderschulen als fester Bestandteil des Schulsystems erhalten. Diese seien nach wie vor unverzichtbar.

Dr. Wolfgang Krämer, der als Moderator durch den Abend und die anschließende Diskussion führte, konnte mit einem positiven Fazit den Abend schließen. Der Landkreis sei bei Georg Grabner und den Kandidaten der CSU in guten Händen, das hätten die Redebeiträge gezeigt. Die Prioritäten und Ziele seinen gut gesetzt worden. Er wünsche allen Kandidaten viel Erfolg und bedankte sich bei den Rednern für die Informationen. Bürgermeister Josef Flatscher bedankte sich ebenfalls bei den Referenten des Abends. Er sehe gerade für die Stadt Freilassing noch große Potentiale, den Bildungsstandort auszubauen.

Pressemitteilung CSU-Bürgerbüro Freilassing

Zurück zur Übersicht: Freilassing

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser