Mieser Kommentar auf Facebook

Ist Freilassings Stadtrat Braun ein Katzenhasser?

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Freilassing - Fritz Braun sitzt für die Freie Wählergemeinschaft/Heimatliste im Freilassinger Stadtrat. Jetzt ist er mit einem miesen Kommentar auf Facebook negativ aufgefallen.

In der Facebook-Gruppe "Du kommst aus Freilassing, wenn du..." hatte Sabrina C. Fotos von einer leblosen Katze gepostet, die sie anscheinend am Ortseingang von Hammerau entdeckt hat. Auf einem Bild sieht man auch genau, wie die weiße Katze mit einem buschigen braunen Schwanz tot am Bordstein liegt.

Stadtrat Braun schien dies indessen wenig zu berühren. Völlig herzlos postete er darunter: "Gottlob, eine weniger" - und bekam dafür binnen kurzer Zeit auch noch 19 Likes. Die Reaktionen anderer Menschen ließen nicht lange auf sich warten. "A...loch", lautete die erste Antwort auf Brauns Kommentar. Ein zweiter User kommentierte: "Tolle Aussage als Stadtrat. Und armes Freilassing..." Der Beitrag wurde übrigens inzwischen gelöscht. BGLand24.de hat jedoch Screenshots von der Diskussion vorliegen.

"Dieser Kommentar war nur ein Test..."

Doch was sagt der Politiker selbst dazu? Ist er gar ein Katzenhasser? Auf Anfrage von BGLand24.de teilte Braun mit: "Ich bin kein Katzenhasser. Ehrlich gesagt war dieser Kommentar nur ein Test, wie die Facebook-Nutzer reagieren, wenn man so etwas schreibt." Allerdings musste der pensionierte Polizist einräumen: "Ich habe dies ein wenig unterschätzt und würde es auch nicht wieder tun, denn mit diesen Kommentaren, unter denen sehr viele Beleidigungen waren, habe ich nicht gerechnet." 

Zudem zeigte sich Braun verärgert: "Und was die Straße und die tote Katze angeht, ich bin einfach wirklich wütend, wenn ich mir überlege, welche Anstrengungen es zum Beispiel um den Ausbau der Straße nach Schönram gibt und welche Widerstände es teilweise gibt, weil irgendwo ein Viech lebt, das geschützt werden muss. Dabei geht es hier darum, eine Straße für Kinder sicherer zu machen. Auch eine Katze hat ein Recht auf Leben, aber da geht es um Menschenleben und um Kinder, die in Gefahr sind, weil die Straße viel zu eng und unübersichtlich ist. Wo ist da bitte die Verhältnismäßigkeit in unserer Gesellschaft?"

Abschließend erklärte der Stadtrat: "Aber wie gesagt, ich habe mich dazu hinreißen lassen, weil ich einfach mal wissen wollte, wie die Leute reagieren. Mit so einer Welle habe ich absolut nicht gerechnet."

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