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Corona lässt kreativ werden

Stadt Freilassing entdeckt die Online-Jugendarbeit für sich

Symbolbild zu Jugendliche in der Corona-Pandemie
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Jugendliche in der Corona-Pandemie (Symbolbild).

Rund 160.000 Euro lässt sich die Stadt die Jugendarbeit pro Jahr kosten, von den geschätzt 1700 Kindern und Jugendlichen wird derzeit auch Corona-bedingt nur ein geringer Teil angesprochen, „derzeit nutzen rund 50 bis 60 Jugendliche regelmäßig unsere Angebote“, so Rudi Hiebl vom Kreisjugendring des Landkreises. Ohne die derzeitigen Beschränkungen könnten es rund 100 werden im Alter von 12 bis 20 Jahren.

Freilassing – Die Stadt Freilassing hat seit dem 1. Oktober einen neuen Kooperationsvertrag mit dem Kreisjugendring, statt vorher 18 Wochenstunden werden seither 91 Wochenstunden finanziert, das bedeutet, dass drei Festangestellte seither Angebote nur für Jugendliche in Freilassing entwickeln können. „Viele der seither möglichen Programme und Ideen sind leider der Pandemie und den daraus folgenden Regeln zum Opfer gefallen“, so Hiebl.

Die Mitarbeiter seien immer „hart an der Grenze“, was im Rahmen der geltenden Verordnungen noch für die Jugendlichen herauszuholen ist. „Eine 2-G-Regel für den Zutritt für Jugendliche war schwierig, denn für viele gab es noch keine Möglichkeit zur Impfung“. Der neue Kooperationsvertrag und das Mehr an Stunden machte aber zusätzliche Angebote möglich, zum Beispiel spezielle Projekte in Schulklassen. „Wir könnten hier aus dem Vollen schöpfen, alleine neue, qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist schwierig“, so Hiebl, der Markt sei leergefegt. 

Wie macht Freilassing Jugendarbeit?

Wichtig sei bei der Arbeit eine vertrauensvolle Beziehung zu Jugendlichen, bei der Arbeit mit Mädchen gehe es zum Beispiel auch um ihre Gesundheit. „Diese Beziehungsarbeit ist problematisch, wenn Jugendliche durch diverse Corona-Regeln ausgesperrt sind, aber wir haben das durch mobile Jugendarbeit zum Beispiel am Skaterplatz oder am Badylon-Spielplatz aufgefangen“. Auch im Internet sei die Jugendarbeit präsent, auf www.bgl360grad.de könnten Jugendliche mit einem Avatar – eine künstliche Figur -  verschiedene Räume nutzen, „und je länger die Pandemie dauert, desto beliebter diese Angebote“. Für Jugendliche seien die digitale und die analoge Welt mittlerweile eine Welt.

Jugendliche heute „auffälliger“?

In der Diskussion der Stadträte tauchte dann schnell die Frage auf, ob man einen Verhaltenstrend bei den Jugendlichen feststellen könne, also sind sie auffälliger als früher? Rudi Hiebl wollte diese Frage nicht verallgemeinern, „Kinder heute sind sicher nicht schlimmer als früher, aber der Blickwinkel und der Fokus auf die Kinder hat sich eben geändert“. Die Zahl der „auffälligen Kinder“ sei schon gestiegen, das habe zum Beispiel auch mit den sogenannten „sozialen Medien“ zu tun, bei Jugendlichen vor allem Instagram, Tiktok und Snapchat. „Bei Mädchen geht es dabei zum Beispiel um Essstörungen, weil sie dem Modetrend und entsprechenden Influencerinnen nacheifern“.

hud

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