Wurden in Schlenkenstraße zu viele Wohnungen gebaut?

Stadtrat Freilassing diskutiert über Dorfplatz und Neubau der Grundschule

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2200 Quadratmeter groß ist der Dorfplatz an der Laufenerstraße, er soll im Eigentum der Stadt bleiben, was aber nicht heißen muss, dass er für immer und wenig unverbaut bleibt.

Freilassing. Am Rosenmontag, den 24. Februar, tagt der Stadtrat. Dabei stehen die Themen Dorfplatz und um den Teilausbau der Grundschule auf der Agenda. Auch über die Anzahl der gebauten Wohnungen in der Schlenkenstraße könnte diskutiert werden.

Auf dem 2.200 Quadratmeter großen Grundstück an der Laufenerstraße stand früher ein Mesnerhaus, 1991 kaufte die Stadt das Haus samt Grundstück und hatte verschiedene Ideen für die Nutzung. 2003 wurde das Haus schließlich abgerissen, seitdem wird das Areal nicht genutzt. Vor fünf Jahren stellten die Grünen den Antrag, das Grundstück zu verkaufen, damals hatte der Haushalt der Stadt große Lücken. „Heute wollen wir, dass der Platz im Eigentum der Stadt bleibt, aber wenn wir ihn zum Beispiel irgendwann für einen Kindergarten bräuchten, dann müssten wir halt darüber reden“, so Edeltraud Rilling von den Grünen/Bürgerliste im Vorfeld der Sitzung.


Außerdem geht es am Montagabend im Stadtrat erneut um einen Teilneubau der Grundschule, für 1,5 Millionen Euro wollte die Stadt auf dem Platz vor der Grundschule Container aufstellen, um bis zu einem endgültigen Neubau einer zweiten Grundschule Platz für sieben Klassen zu schaffen. Doch die Verwaltung hatte die Rechnung ohne die CSU gemacht, der waren 1,5 Millionen Euro für die aktuell benötigten drei Räume zu viel. Der Rektor der Grundschule, Helmut Mayer, will versuchen die Mehrheit der Stadträte noch einmal von der Notwendigkeit dieser vorübergehenden Container-Lösung auf dem Vorplatz der Grundschule zu überzeugen.

27 Wohnungen statt genehmigter 18 Wohnungen

Nicht offiziell auf der Tagesordnung aber möglicherweise im Punkt „Verschiedenes“ könnte auch ein Neubau in der Schlenkenstraße angesprochen werden. Dort hatte das Bauunternehmen Max Aicher Wohnblocks mit genehmigten 18 Wohnungen gebaut, nun sind dort allerdings 27 Klingelschilder und Postkästen, also 27 Wohnungen entstanden. 


Die Ein-Zimmer-Wohnungen sollen an Beamte der Bundespolizei vermietet werden. Bereits in einem Pressegespräch im Vorfeld der heutigen Stadtratssitzung hatte Bürgermeister Josef Flatscher erklärt, dass sich der Bauunternehmer bei der Ausschreibung des Grundstücks verpflichtet hatte „das Grundstück innerhalb von drei Jahren ab Vertragsabschluss nach den Vorgaben des Bebauungsplanes zu bebauen, wobei die im Bebauungsplan festgelegte Anzahl der Wohnungen von 18 Wohnungen zu errichten ist“. Sollte sich jetzt herausstellen, dass der Bauunternehmer von den Vorgaben abgewichen ist müsste er nachzahlen, also nachträglich einen höheren Preis für das Grundstück bezahlen.

hud

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