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Inhaber: „Polizei nimmt es nicht ernst“ 

Wer steckt hinter Zerstörung von Hogger-Bus? Täter hinterlassen Botschaft: „Hogger weg“

Thomas Richter vom Busunternehmen Hogger kritisiert die Salzburger Polizei, sie nehme den Anschlag auf seinen Bus nicht ernst.
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Thomas Richter vom Busunternehmen Hogger kritisiert die Salzburger Polizei, sie nehme den Anschlag auf seinen Bus nicht ernst.

Auch eine Woche nach dem „gezielten Anschlag“ auf einen in Salzburg geparkten Linien-Bus des Freilassinger Busunternehmers Hogger gibt es keinerlei Hinweise auf die Täter, die nach Meinung des Eigentümers Thomas Richter den Bus gezielt zerstört haben.

Salzburg/Freilassing - „Es ist kein Vandalismus, die Täter haben zum Beispiel genau gewusst, wie man die Zentralverriegelung des modernen Busses öffnet“, so Richter. Die Polizei nehme den Fall nicht ernst genug, Richter hat Angst und sieht einen möglichen Zusammenhang mit seinem Eintritt in den Salzburger Markt vor zehn Jahren. 

In der Nacht auf den 25. Juli zerstörten unbekannte Täter einen in der Fanny-von-Lehnert-Straße unweit des Hauptbahnhofes ordnungsgemäß geparkten Linienbus der Firma Hogger, die im Auftrag des Salzburger Verkehrsverbundes zahlreiche Stadtbuslinien betreibt, zum Beispiel in Seekirchen, Straßwalchen oder auch Zell am See. „Die Täter haben gewusst wie man trotz Zentralverriegelung die Türen öffnet“, so Richter gegenüber BGLand24.

Alleine der zerstörte Fahrscheindrucker habe einen Wert von 4.500 Euro, „die Täter müssen auch gewusst haben, dass man mit einem Nothammer im Bus an den Scheiben einen maximalen Schaden anrichten kann“. Der Gesamtschaden belaufe sich auf rund 20.000 Euro

„Hogger weg“

Den entscheidenden Hinweis, dass es sich nicht um einen spontanen, zufälligen Vandalenakt handelt, liefert der auf der Vorderseite aufgeklebte Werbespruch bei allen Hogger-Bussen: „Hogger bewegt“.

Nach der Tat fehlten bei „bewegt“ drei Buchstaben, übrig blieb: „Hogger weg“. Richter wiederholt auch in einem Schreiben an die Polizei Salzburg seine Vermutung: „Das war ein gezielter Anschlag auf mein Unternehmen und meine Person“. 

Seit zehn Jahren in Salzburg

Auf die Frage, ob er einen konkreten Verdacht habe, antwortet Richter ausweichend. Fakt sei aber, dass er sich vor zehn Jahren erfolgreich in den Salzburger Markt geklagt und seither zahlreiche Ausschreibungen von Linien und Stadtverkehren gewonnen habe. Mittlerweile fahren Hogger-Busse mit BGL-Kennzeichen nicht nur Linien des Salzburger Verkehrsverbundes, sondern auch Stadtverkehr zum Beispiel in Seekirchen oder Zell am See. 

Dass es seit einer Woche trotz einer Belohnung von 2000 Euro keine Hinweise gibt und keiner was gesehen hat wundert Richter, „sonst beschweren sich Anrainer, schon wenn unser Fahrer mal fünf Minuten den Motor laufen lässt“. Den Platz an der Fanny-von-Lehnert-Straße gegenüber dem ÖBB-Lokschuppen hat das Unternehmen von der Stadt offiziell zugewiesen bekommen, mangels großen Busparkplatz am Hauptbahnhof parken alle Busunternehmer wie Postbus, aber auch die städtischen Obusse in den Straßen rund um den Südtiroler Platz. „Interessant ist auch, dass Polizei und Feuerwehr laut Protokoll erst nicht wussten, wem der Bus eigentlich gehört, dabei steht Hogger am Fahrzeug und Berchtesgadener Land am Kennzeichen“, so Richter. 

Die Polizei nimmt seiner Meinung nach den Vorfall nicht ernst genug, tatsächlich hat es am Tag danach keine Presseaussendung gegeben, Richter informierte von sich aus Salzburger Medien und BGLand24.de und schickte Fotos. Die Polizei weist die Kritik zurück, der Fall werde selbstverständlich ernst genommen, aber es seien eben keine Hinweise eingelangt.

Als einzige Reaktion auf den Anschlag hat Richter von der Berufsfeuerwehr Salzburg mittlerweile eine Rechnung bekommen für das Reinigen der Straße und des Gehsteiges von den Glasscherben.

hud

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