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Keine Corona-Kontrolle für Zugreisende?

Vermisste Schülerin konnte unbehelligt nach Salzburg fahren

Bahnhof Freilassing Kontrollen Bundespolizei
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In Freilassing ankommende S-Bahnen werden nach wie vor stichprobenartig kontrolliert, Fernzüge werden generell angehalten mit Ausnahme von Korridorzügen.
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
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Der Fall der vermissten 13-Jährigen, die am Montagmittag ohne Kontrollen von Freilassing mit der S-Bahn nach Salzburg fahren konnte, warf nun die Frage auf, wie sie trotz österreichischer Einreisekontrollen unbehelligt nach Salzburg kommen konnte. Die BGLand24-Recherche ergab, dass es am Hauptbahnhof Salzburg nur stichprobenartige, mobile Kontrollen der Einreisenden gibt, zuständig sind dafür die Beamten der Inspektion Hauptbahnhof.

Freilassing/Salzburg - Das Einhalten der österreichischen Quarantäne- und Einreiseregeln wird derzeit nur an zwei Grenzübergängen 24 Stunden kontrolliert, und zwar am Autobahn-Grenzübergang Walserberg und an der Saalbrücke zwischen Freilassing und Salzburg. Dort wird stichprobenartig immer wieder nach dem Grund für die Einreise gefragt, die Einreise aus beruflichen Gründen oder zum Besuchen von Familienmitgliedern ist erlaubt, aber glaubhaft zu machen. Alle anderen Grenzübergänge wie zum Beispiel Laufen/Oberndorf oder Großgmain/Bayerisch Gmain werden nur stundenweise von mobilen Einheiten kontrolliert, obwohl blaue Container aufgestellt wurden, die auf eine ursprünglich geplante, dauerhafte Kontrolle schließen lassen. Die Polizei legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass es sich dabei nicht um Grenzkontrollen handelt wie im Frühjahr, sondern um eine Art Einreise-Check im Auftrag des Gesundheitsministeriums.

Auch die Einreise mit der S-Bahn von Freilassing kommend oder dem Rail-Jet wird, anders als bei den Kontrollen im März und April, nicht dauerhaft kontrolliert. „Das machen die Beamten der Inspektion Hauptbahnhof mit, natürlich kann da nicht jede S-Bahn und jeder Einreisende kontrolliert werden, Fernzüge aus München werden aber regelmäßig kontrolliert“, so Karin Temel von der Salzburger Polizei. Dass eine 13-Jährige dabei möglicherweise nicht kontrolliert wird sei auch nachvollziehbar, sie hätte ja ohne weiteres Schülerin sein können, da auch in Österreich die Schulen eine Notbetreuung anbieten. „Wenn jemand in einem Fernzug mit Ski ankommt, dann wird er sicherlich nach dem Grund der Einreise gefragt“.

Deutsche kontrollieren nicht mehr in Salzburg

Bei den Einreisekontrollen nach Bayern durch die Deutsche Bundespolizei hat die aktuell zweite Welle der Corona-Pandemie und der geltende Lockdown nicht viel geändert, die Kontrolle am Salzburger Hauptbahnhof war bereits Mitte März eingestellt worden. Bis dahin wurden Fernzüge von Salzburg nach München im Rahmen einer zwischenstaatlich vereinbarten Vorkontrolle bereits am Hauptbahnhof Salzburg kontrolliert und hier schon viele Zurückweisungen ausgesprochen, obwohl die Personen de facto noch auf österreichischem Staatsgebiet waren. Diese Vorkontrollen sind seit März weggefallen, damals hieß es „wegen Corona“, warum sie nach dem Ende der Vollkontrollen und den offensichtlich „guten Infektionszahlen“ im Sommer nicht wieder nach Salzburg verlegt wurden, weiß niemand so genau. „Fakt ist, dass wir seit dem März nur mehr in Freilassing kontrollieren“, so Maximilian Wirz, Sprecher der Bundespolizei in Freilassing.

Das heißt, wie am Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung im Herbst 2015 wird nun jeder Fernzug nach München in Freilassing angehalten und stichprobenartig kontrolliert. Bei dieser Gelegenheit werde auch stichprobenartig die Einhaltung der aktuellen Corona-Einreise-Regeln wie die digitale Anmeldung oder die Testpflicht kontrolliert. Auch Passagiere der ankommenden S-Bahnen würden weiterhin stichprobenartig kontrolliert.

hud

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